Laut der bayerischen Verfassung sollen die Schulen „nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden“. Dieser Aufgabe kommt das Friedrich-Dessauer-Gymnasium durch vielfältige Aktionen im Bereich Gemeinschaft und Soziales nach.


  • Eine Expertenstunde zum Thema Schwangerschaftskonflikt

    In der katholischen Religionsstunde vom 12.12.22 hat uns Frau Ursula Omer, die Leiterin der Schwangerschaftsberatung des Sozialdienstes katholischer Frauen, in der Lerngruppe 10ce besucht. 

    Sie erklärte uns zunächst biologische Hintergründe zur Schwangerschaft im Allgemeinen und welche Klientel in der Schwangerschaftskonfliktberatung vorstellig wird. Kurz gesagt: es handelt sich dabei um einen Querschnitt durch alle Gesellschafts- und Altersschichten. Dabei ging sie in ihrem Vortrag immer wieder auf Fragen ein, die wir uns zuvor überlegt und vor dem Expertenbesuch an sie weitergeleitet hatten. Während der Stunde hat Frau Omer viel mit uns interagiert, verschiedene Fragen gestellt und Diskussionen ermöglicht.

    Sie klärte uns über die Möglichkeiten eines Schwangerschaftsabbruchs auf und verwies darauf, dass diese abhängig sind vom Fortschritt der Schwangerschaft. Dabei wurde deutlich, dass sich die betroffene Frau und/oder ihr Partner sich während eines Schwangerschaftskonflikts in einer Dilemmasituation befinden. Es geht nicht mehr nur um die Bedürfnisse der Frau, sondern auch um das Leben des Ungeborenen, das nach der Gesetzeslage des GG auch Menschenwürde und somit das Recht auf Leben besitzt. 

    Daraufhin wurden wir in Gruppen aufgeteilt und sollten pro Gruppe jeweils eine Frage, die sie uns zuteilte ausführlich beantworten. Ein Beispiel hierfür ist: „Was sollte bei einer Schwangerschaftsberatung angesprochen werden?“. Danach stellten wir die Ergebnisse in der Klasse vor. Frau Omer sagte, dass sie Schwangeren dabei hilft, sich auf die Veränderungen in ihrem Körper und ihrem Leben einzustellen und sie bei der Entscheidungsfindung über den Abbruch oder das Ja zur Schwangerschaft begleitet. Die Entscheidung darüber müssen die betroffenen Frauen selbst treffen, was in vielen Fällen sehr schwierig und schmerzhaft sein kann. 

    Abschließend ging sie auf die politische Situation des Paragraphen 218 ein. Bislang war die Abtreibung ein Straftatbestand, der jedoch straffrei blieb. In vielen anderen Ländern ist eine Abtreibung gar nicht möglich und kann sogar strafbar. Auch in Deutschland unterstützen nur relativ wenige Kliniken diesen Eingriff. Ärzte und Patientinnen, die vom Schwangerschaftsabbruch betroffen sind, werden oft von militanten Abtreibungsgegnern angegangen. 

    Insgesamt ist die Arbeit von Frau Omer sehr wichtig, da sie Schwangeren und Paaren wertvolle Unterstützung und Beratung während einer Zeit bietet, in der sich viel verändert und es viele wichtige Entscheidungen zu treffen gibt. Sie leistet einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch sowie Schwangeren und deren Partnern und trägt dazu bei, dass diese die Schwangerschaft und Geburt in einer sicheren, helfenden Umgebung erleben können. Eine etwaige Entscheidung gegen ein Kind soll in Ruhe und mit der nötigen Klarheit getroffen werden können. 

    Die Klasse selbst fand den Vortrag informativ, ansprechend und interessant. 

    Jakob Schmidt, 10e

  • Aktion „Gesunde Pause“ – lecker und gesund durch den Schulalltag

    Laut dem Bundesgesundheitsministerium sind „Übergewicht und Adipositas (starkes Übergewicht) […] in Deutschland ein ernst zu nehmendes Problem. Ergebnisse der zweiten Welle der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS Welle 2, 2014-2017) zeigen, dass 9,5 % der Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 3 und 17 Jahren übergewichtig und 5,9 % adipös sind. In der Folge können verschiedene Erkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Gelenkprobleme oder Depressionen auftreten. In der Kind­heit entwickeltes Übergewicht wird oft ein Leben lang beibehalten.“ (bundesgesundheitsministerium.de) Eine von vielen Ursachen dafür ist das Ernährungsverhalten der Kinder und Jugendlichen. Grund genug für die SchülerInnen der 7c zusammen mit der Mini-SMV die Aktion des gesunden Pausenverkaufs zu starten, um ein Zeichen zu setzten und ihre MitschülerInnen für dieses wichtige Thema schon in jungen Jahren zu sensibilisieren. Denn gerade die Schule hat, was Ernährung und Schulverpflegung betrifft, eine wichtige Vorbildfunktion. So bereiteten die SchülerInnen der 7c für den gesunden Pausenverkauf emsig Käsesandwiches, Volkornbrote mit Aufstrich, Rohkost und frische Smoothies in den ersten zwei Stunden vor, um diese in den Pausen zu verkaufen. Die Aktion fand bei der Schulfamilie des FDGs regen Anklang und wurde dankbar angenommen. Ob durch den gesunden Pausensnack ebenfalls die Konzentrationsfähigkeit der SchülerInnen gestärkt worden ist, darf wohlwollend angenommen werden. 

  • Ein Hauch von Kolumbien – Spendenübergabe an Stiftung „Weg der Hoffnung“

    Tief beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums von Marysol und Fernando Garcia, die einen Hauch Kolumbien ins Schulgebäude brachten. Marysol Garcia hält vor Ort in Kolumbien die Fäden der Arbeit der Stiftung „Weg der Hoffnung“ zusammen und berichtete bei ihrem Besuch am FDG im Oktober 2022 von den vielfältigen Wirkmöglichkeiten der Stiftung. Schulkinder, Alleinerziehende, Senioren, Kranke, Behinderte, vom Schicksal Gebeutelte – für all jene hält die Organisation Hilfen bereit und ist dafür auf Spenden aus Deutschland angewiesen.

    Seit etlichen Jahren ist das Friedrich-Dessauer-Gymnasium mit der regional ansässigen Stiftung „Weg der Hoffnung“, die den Ärmsten in Kolumbien so wertvolle Unterstützung leistet, eng verbunden. Jedes Schuljahr ist es das Ziel des Aschaffenburger Gymnasiums, mit Spendengeldern möglichst vielen kolumbianischen Kindern im Wirkungsbereich der Stiftung den Schulbesuch zu ermöglichen. Verschiedene Aktionen, die von den Gymnasiasten und Gymnasiastinnen durchgeführt werden, stehen im Zeichen der Hilfe für Kolumbien. So haben zum Beispiel Sechstklässler selbst kreierte Linoldrucke während des SMV-Festes verkauft. Daher ist es selbstverständlich, dass mit dem Spendenbetrag von 521,80 Euro auch Exemplare der Drucke als Geschenk nach Kolumbien gehen. 

    Die Abbildung zeigt den Besuch aus Kolumbien, Marysol und Fernando Garcia in landestypischer Kleidung, die Schülersprecher des FDG (v.l.n.r. :Joel Steigerwald, Marcel Bleistein und Elisabeth Fedorov), Schulleiter Kai Arne Richter sowie Religionslehrerin Julia Emmerling (1.v.l.) 

  • Studienseminar zu Besuch beim Planspiel POLIS in Lichtenfels

    Das Studienseminar 22/24 des FDGs Aschaffenburg nahm im Rahmen des Seminars für Grundfragen der staatsbürgerlichen Bildung an dem Planspiel POLIS vom 13.7.22 bis zum 15.7.22 teil. Geleitet wurde dieses Planspiel von den Jugendoffizieren der Bundeswehr, die die Teilnehmer in die Welt der internationalen Politik und Sicherheit einführten und ihnen wertvolle Inhalte zur politischen Bildung vermittelten und weitreichende Einblicke in die internationalen Beziehungen zwischen den einzelnen Staaten gewährten.

    Dafür reisten die Studienreferendare des FDGs gegen Mittwochmittag nach Schney/Lichtenfels, wo sie für die nächsten zwei Tage in der Frankenakademie Schloss Schney Quartier bezogen. Dort angekommen, folgten die ersten Einweisungen in das Planspiel, die den Seminarteilnehmern neben den allgemeinen Spielregeln auch die Hintergründe zur Entstehung sowie den Zweck jenes Planspiels näherbrachten. 

    Zu Beginn wurden die Seminarteilnehmer des FDGs zusammen mit zwei weiteren Seminaren bayerischer Referendare den einzelnen Länder- und Vertreterrollen zugewiesen. Die Rollen symbolisierten jeweils unterschiedliche, politisch-administrative Regionen dieser Erde, die jeweils durch zwei Doppelrollen (Staatschef/Staatspräsident und Wirtschaftsminister/Umweltminister) repräsentiert wurden. In der eigenen Rolle musste nun für das eigene Wohl des Staates und der Bevölkerung gesorgt werden, indem verschiedene politische Entscheidungen, begleitet von vorgegebenen Situationen sowie hervorgerufenen Ereignissen, begründet und getroffen werden mussten. Hierbei wurde zudem im Kreise der UN, vertreten durch die Rolle des UN-Generalsekretärs und der Weltbank, über allgemeine Fragen zum internationalen Weltfrieden und der politischen Zusammenarbeit auf internationaler Ebene beraten, verhandelt und diskutiert. Dies alles erfolgte stets unter den originalpolitischen Rahmenbedingungen, die zwar im Planspiel etwas vereinfacht, aber dennoch möglichst realitätsgetreu widergespiegelt wurden. Damit tauchten alle Teilnehmer in die Welt der internationalen Politik und deren Herausforderungen ein und konnten selbst zum Gestalter länderübergreifender Weltpolitik werden.

    Während der drei Tage des Planspiels konnte das Seminar des FDGs nicht nur wertvolle Informationen zur internationalen Politik sammeln und die Komplexität politischer Entscheidungen nachvollziehen, sondern auch das soziale Miteinander stärken und mit einer Menge Spaß an der Simulation teilnehmen. Damit war der Besuch dieser Veranstaltung ein voller Zugewinn für das Seminar zu den „Grundfragen der staatsbürgerlichen Bildung“ im Rahmen der Referendariatsausbildung. 

    Adrian Harms und Johannes Bahr

  • Niklas Wagener zu Gast am FDG

    Vor dem Hintergrund des Besuchs der lettischen Austauschschüler, der von Herrn Dr. Banhold im Rahmen der Erasmus-Schulpartnerschaft federführend organisiert wurde,  stand der Grünen-Abgeordnete Niklas Wagener am vergangenen Mittwoch den lettischen und deutschen Schülerinnen und Schüler über sein politischen Wirken Rede und Antwort. Dabei erklärte er den Schülerinnen und Schülern die momentane Politik der Grünen vor dem Hintergrund der Energiekrise auf Bundesebene und sprach über sein Herzensanliegen, dem Wald, dem er „eine Stimme geben will“.  Die SchülerInnen interessierten sich besonders auch für den Weg des jungen Politikers zum Bundestagsabgeordneten und sein Engagement für den Klimaschutz sowie seine neue Aufgabe im Verteidigungsausschuss.

  • Sylvia Stiersdörfer zu Besuch am FDG

    Am 30. September erhielt das FDG Besuch von Sylvia Stiersdörfer, der Beauftragten der bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene. Sie kümmert sich um das Andenken der Sudetendeutschen, Schlesier, Pommern, Ostpreußen, Ungarndeutschen, der Deutschen aus Rumänien und Jugoslawien, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs als „Tätervolk“ aus der Heimat gewaltsam vertrieben oder schon vorher geflüchtet waren. In der Aula wurde sie von den drei Geschichts- bzw. Sozialkundekursen der Q 12  von Frau Schütze, Frau Jacob und Frau Grundner erwartet, zudem war das W – Seminar „Flucht und Vertreibung“ von Frau Schütze anwesend. Zusätzlich interessierte sich die lettische Austauschgruppe, die derzeit am FDG ist, für den Vortrag.

    Frau Stiersdorfer, die selbst sudetendeutsche Wurzeln hat, hat gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung ein Themenheft zu  „Flucht und Vertreibung“ herausgegeben, das das Thema wissenschaftlich beleuchtet. Zudem führt sie mit den schon hoch betagten Zeitzeugen der Flucht und Vertreibung aus Osteuropa nach dem Zweiten Weltkrieg Zeitzeugeninterviews durch, die auf ihrer Homepage als Podcast abrufbar sind. Der Kurs 12/ g1 setzt sich schon seit Ende des letzten Schuljahrs mit diesen Materialien auseinander. So transkribierten SchülerInnen die in den Podcasts erzählten Leiderfahrungen während der Flucht und die Anstrengungen in der Aufnahmegesellschaft, eine neue Heimat zu finden. Nicht selten engagieren sich die Heimatvertriebenen im Alter als Brückenbauer zu ihrer ersten Heimat und stellen z.B.  Partnerschaften  zwischen deutsch- tschechischen und deutsch-polnischen Gemeinden als Zeichen der Versöhnung her. Auch die wissenschaftlichen Beiträge im Themenheft wurden von den SchülerInnen zusammengefasst. So geht es in einer Zusammenfassung  z.B. um die Erforschung der Folgen, die die Vertreibungserfahrung bis in die dritte Generation hat. An der LMU München existiert ein entsprechendes Projekt. Ein Teil der SchülerInnen hat sich mit einem Aufsatz beschäftigt, der darüber nachdenkt, wie die Spirale aus gegenseitigen Schuldzuweisungen im Zusammenhang mit dem Thema „Flucht und Vertreibung“ beendet werden kann. Komplex ist dies, weil die Deutschen zwar Opfer der Vertreibung, aber in erster Linie Täter in den besetzten Ostgebieten waren. 
    Während der Diskussion im Anschluss an den Vortrag beschäftigten sich die SchülerInnen vor allem mit dem derzeitigen Umgang mit geflüchteten Menschen in Deutschland. Die Asylpolitik Deutschland empfanden SchülerInnen als zu restriktiv, so kam beispielsweise die Frage auf, wie eine schnellere berufliche Qualifikation der heute Geflüchteten gelingen könne.

    Julia Grundner 

    In der Vorbereitung auf den Vortrag haben sich Justin Ahlert und Lukas Caloiero, Q11, mit der Thematik auseinandergesetzt. Ihr Ergebnis kann man hier nachlesen.

  • Flucht und Vertreibung – Workshop in Q11

    Am Mittwoch, den 21. September besuchten zwei Teamer vom Bildungsnetzwerk teamGLOBAL, Ronja und Lukas, das FDG, um mit zwei Seminaren aus der Q11 einen Workshop zum Thema „Flucht und Vertreibung“ durchzuführen. 

    Angefangen wurde mit einer kurzen Vorstellung des teamGLOBAL:  Dieses Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung wurde 2004 initiiert und fokussiert sich auf Themen rund um die Globalisierung. Dabei setzt das Netzwerk vor allem auf Peer-to-Peer-Education. Das ist Lernansatz, bei dem Gleichaltrige auf Augenhöhe voneinander lernen und sich gemeinsam mit einem Themenbereich beschäftigen. So sind alle Teamer des Netzwerkes unter 25 Jahren alt und damit nur wenig älter als die SchülerInnen. 

    teamGLOBAL, Ronja und Lukas

    Um das Eis zwischen Teamern und TeilnehmerInnen aber auch zwischen den verschiedenen Seminaren zu brechen, wurde zunächst das Weltverteilungsspiel gespielt. Den TeilnehmerInnen wurden verschiedene Fragen zur Verteilung von Einwohnern, Geld und Flüchtlingen auf der Welt gestellt. Daraufhin mussten sie sich auf einer Weltkarte verteilen. So entstand eine lockere Atmosphäre und erste Erkenntnisse konnten gewonnen werden. 

    Weiter ging es dann mit einigen interaktiven Stationen, an denen die TeilnehmerInnen sich über Hintergründe zu Fluchtwegen, Fluchtgründen und Migration informieren konnten.

    In Gruppen sollten sich die Schüler nun über AkteurInnen im Bereich Flüchtlingspolitik und Flüchtlingshilfe informieren. Von der EU, Frontex, Seawatch und Co bis zu lokalen Akteuren wie der Aschaffenburger Verein „Grenzenlos“ war alles dabei.

    In einer anschließenden Diskussion konnten die Seminare von Frau Schütze sich über Ziele, Strategien und Förderungen in Bezug auf die Frage “Wie schaffen wir eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik?” austauschen.

    Mit einer kurzen Feedback-Runde schloss der informative Workshop schließlich ab.

    Noam Breunig, Q11

  • Schuljahresanfangsgottesdienst für die 6. Jahrgangsstufe – Mutig auf neuen Wegen gehen

    Eine große Schar Schülerinnen und Schüler des FDG überquerte am frühen Morgen des 21.09.22 auf der Willigisbrücke den Main, der sich noch in Herbstnebel gehüllt hatte. Ziel war die Christuskirche, in der der Schuljahresanfangsgottesdienst für unsere Sechstklässler stattfand. Neue Wege und neue Herausforderungen waren das Thema, denn jedes neue Schuljahr ist wie ein Aufbruch ins noch Vage, Ungefähre, Ungewisse. Ähnlich erging es wohl Josua, der dem biblischen Text nach den Weg ins Gelobte Land gehen sollte. Im Alten Testament heißt es von Gott in diesem Zusammenhang: Ich bin mit dir, ich lasse dich nicht im Stich! Nie wende ich mich von dir ab! Gleichermaßen dürfen auch alle Schülerinnen und Schüler mit Zuversicht ins neue Schuljahr gehen. Wunderbar musikalisch begleitet wurden sie von einem Musikerinnenensemble des FDG und vom Kantor der Christuskirche, Herrn Seitz, bei denen wir uns auf das herzlichste bedanken. 

    Corinna Mierau

  • Fit für den Alltag – die neue Projektwoche „Alltagskompetenzen“

    Zum ersten Mal wurde am FDG in der 7. Jahrgangsstufe eine Projektwoche zum Thema „Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben“ durchgeführt. Dabei standen alltägliche Handlungsfelder wie Umwelt, Ernährung, selbstbestimmtes Verbraucherverhalten, Umweltverhalten und Haushaltsführung auf dem Stundenplan.

    Bereits am 1. April nahmen alle 7. Klassen an einem Webinar zum Thema „Recht im Internet – Cybermobbing u.a.“ teil, das von der Rostocker Rechtsanwältin Gesa Stückmann durchgeführt wurde. Sie setzt sich mit ihrem Verein Law4School seit 15 Jahren für einen selbstbewussten Umgang mit Cybermobbing ein. Ergänzend dazu bot sie im Rahmen eines Elternabends ein Webinar zu „Recht im Internet“ an, das regen Zuspruch fand.

    Da die gesamte 8. Jahrgangsstufe im nächsten Schuljahr mit iPads ausgestattet ist, durfte die Weiterbildung in diesem Bereich nicht fehlen. Um sicherzustellen, dass alle auf dem gleichen digitalen Level sind, wurden die Schülerinnen und Schüler während des letzten Schulhalbjahres zum einen mit den technischen Finessen vertraut gemacht. Zum anderen absolvierten alle Jugendlichen am ersten Tag der Projektwoche den Medienführerschein, bei dem sie sich mit den Regeln der Benutzung des iPads am FDG, dem Thema Fake News, aber auch beispielsweise mit dem Googelnden Wikipedianer und den Sozialen Medien auseinandergesetzt haben.

    Darauf folgten vier weitere Projekttage, die von externen Partnern unterstützt werden.:

    21./22. Juli:

    • Selbstverteidigung: Einheiten von Matthias Scholz von der Kampfkunst Akademie
    • Yoga: Entspannungsmethoden von Frau Kreis (Zeit für Kinder), gesponsert von der Akzo Nobel 
    • Richtiges Aufräumen: Moderierte Vorträge vom PEN-Netzwerk Aschaffenburg mit Gabriele Völk (decoart), Gerald Wolf (WerbeDreieck), Clemens Willig (clemensoFit) und Rinaldo Heck (HE-S Digital Management GmbH)
    • Suchtprävention: ausgearbeitet von unserer Schulsozialpädagogin Sara Albert, durchgeführt von den Lehrkräften

    25./26. Juli:

    • Gesunde Ernährung: Vortrag von Ernährungsberaterin Renate Bleistein
    • „Schmexperten“: Ernährungsberaterin Rebecca Kunz bereitet mit den Schülern kalte Speisen zu
    • „Zu gut für die Tonne“: von Lehrkräften durchgeführtes Projekt zur Nachhaltigkeit

    Wie man sieht wurde ein buntes und gewinnbringendes Programm angeboten, das die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit den Alltagskompetenzen stärker macht.

    Ein herzliches Dankeschön und hoffentlich Wiedersehen im nächsten Schuljahr geht an die engagierten externen Partner! Vielen Dank auch an alle beteiligten Lehrkräfte, die für das Gelingen dieses Tages mit ihrem Einsatz beigetragen haben.

    Frau Kunz bei der praktischen Umsetzung gesunder Snacks

    Nadina Laucks, StDin

    Pädagogische Leitung

  • Präventionskampagne der Polizei: „DEIN Smartphone – DEINE Entscheidung“

    „Der Trend ist ungebrochen, fast jedes Kind besitzt mittlerweile ein Smartphone mit ständigem Zugang zum Internet. Chatgruppen und die einschlägigen Messenger Dienste werden intensiv genutzt und sind kaum mehr aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen wegzudenken.

    Häufig finden aber auch gerade auf diesem Weg Video-, Audio-, Bild- und Textdateien mit strafbarem Inhalt wie pornografische- oder gewaltverherrlichende Darstellungen den Zugang zu den Nutzern. Auf derartige Darstellungen sind gerade Kinder und Jugendliche aufgrund ihres Alters und Entwicklung noch nicht vorbereitet“ (Die Bayerische Polizei, 2022).

    Genau aus diesem Grund waren in der letzten Woche (11.07.2022 – 14.07.2022) Polizeibeamte der Polizeiinspektion Aschaffenburg am FDG und haben die Fünftklässler diesbezüglich sensibilisiert.

    Auch für die Eltern der Fünftklässler fand am Montag, den 11.07.2022 ein Elternabend statt. Sehr praxisnah gaben die Polizeibeamten den Eltern wichtige Informationen und Verhaltenstipps für den Umgang mit dem Smartphone.

    Sowohl der Elternabend, als auch die Präventionsveranstaltungen in den einzelnen Klassen, wurden von den Teilnehmenden sehr gelobt.

    Vielen herzlichen Dank an die Polizeiinspektion Aschaffenburg für die sehr gute Zusammenarbeit.

                                                                                                                                      Sara Albert

  • Spurensuche in der dunklen Geschichte Deutschlands – Gedenkstättenfahrt der 9. Klassen

    Emotional anstrengend und sehr beeindruckend empfanden viele SchülerInnen der 9 Klassen den Besuch der Gedenkstätte KZ Dachau. Auf einem etwa dreistündigen Rundgang erkundeten sie den Gedenkort, auf dem sich zwei rekonstruierte Häftlingsbaracken, ein langgezogener sog. Bunker mit etwa 50 Häftlingszellen sowie eine Gaskammer und ein Krematorium befinden. Dabei erarbeiteten sich die SchülerInnen in dem von der Max Mannheimer-Stiftung organisierten Workshops den Alltag der Häftlinge und lernten viel über die Zeit des Nationalsozialismus. In Dachau wurde im Jahr 1933 das erste Konzentrationslager in Deutschland errichtet, das zunächst der Inhaftierung von politischen Gefangenen diente. Nach und nach kamen Juden, Zeugen Jehovas, Sinti und Roma oder auch Homosexuelle hinzu. Bis Kriegsende stieg die Zahl an Häftlingen auf insgesamt 200 000 an, von denen etwa 40.000 in Dachau ermordet wurden. Auch sowjetische Kriegsgefangene wurden nach Dachau gebracht. Auf dem nahe gelegenen SS- Schießplatz Herbertshausen wurden etwa 4 000 Rotarmisten exekutiert. Doch wie konnte es zu diesem unbeschreiblichen Verbrechen kommen? Wer trug schuld an diesem schrecklichen Kapitel deutscher Geschichte? Beschränkt sich die Schuld allein auf Wachmannschaften, Waffen-SS oder deutsche Wehrmacht? Trug nicht beispielsweise die Reichsbahn eine gewisse Verantwortung, indem sie zahlreiche Waggons und Lokomotiven zur Verfügung stellte? Inwiefern war die Bevölkerung, welche die Verbrechen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft mitbekam, aber wegsah, mitverantwortlich? In einem Workshop machten sich die SchülerInnen darüber Gedanken und diskutierten intensiv miteinander. Anhand verschiedener Quellen setzten sie sich mit den Biografien von Häftlingen auseinander und gestalteten dazu Plakate. Trotz des anstrengenden und auch emotional fordernden Programms hatten sie in der Herberge genug Zeit für sich als Klasse, lernten die MitschülerInnen der anderen Klassen besser kennen und freuten sich somit sehr über die erste gemeinsame Klassenfahrt seit langer Zeit. 
    Caterina Thielmann Vila (9b) und Steffi Schütze 

  • Yes, we played – erfolgreiche Teilnahme am Planspiel „Play the market“

    Claudi Di Tondo, Tizian Altrock und Simon Keitel sind auf dem Weg ins ganz große Geschäft und haben ihr Verständnis des existierenden „Wirtschaftsuniversums“ erfolgreich unter Beweis gestellt.

    Bei dem Wettbewerb „Play the Market“, dem größten betriebswirtschaftlichen Planspiel für SchülerInnen ab der 10. Jahrgangsstufe, ein vom bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie geförderter Wettbewerb, schlüpften die drei Oberstufenschüler des P-Seminars „Planspiel“ unter der Leitung von OStR Spannl in die Rolle des Geschäftsführers und überahmen ein bestehendes Familienunternehmen, das hochpreisige Energieriegel vermarktet. Mit ihrem „biology bide“ konnten sie sich gegen 578 weitere Teams bayerischer Schulen durchsetzen und erreichten das Halbfinale, das am 24.-25.6. stattfinden wird.

    Innerhalb der Wettbewerbsperiode nahmen die Schüler an Mitarbeiterschulungen und unterstützenden Online-Seminaren (u.a. von Prof. Dr. Christian Langebaan) teil, in denen sie über Kaufpreise, Gewinnmaximierung und die Durchführung von Pressekonferenzen informiert wurden. Nach eigener Aussage haben die Schüler dabei über den Wirtschaftsunterricht hinausgehende Kenntnisse gewonnen und ihr betriebswirtschaftliches Verständnis, auch mit eigens konzipierten Excel-Tools, vertieft.Als Gewinn winkt eine Reise in die Wirtschaftsmetropole New York. Die Schulfamilie des FDGs drückt den Nachwuchswirtschaftlern, die sich durchaus vorstellen können beruflich in diesem Bereich Fuß zu fassen, für das Halbfinale die Daumen.

    Die Nachwuchswirtschaftler Tizian Altrock, Simon Keitel und Claudio Di Tondo bei der Pressekonferenz am FDG
  • Aktion Rote Bank – Schüler*innen setzen sich gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen ein

    Eine kleine Holzbank, tomatenrot angestrichen, steht am Dienstag, den 24.05. in der Pausenhalle des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums in Aschaffenburg. Im alltäglichen Trubel der Pause bildet sich eine kleine Menschenmenge um mehrere große Stellwände mit Plakaten und eben jene besagte rote Bank.

    Die rote Bank soll als Symbol gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen stehen. An diesem Dienstag darf sich jede und jeder mit ihrem oder seinem eigenen Statement gegen geschlechterspezifische Gewalt auf der roten Bank ablichten lassen und ein Zeichen setzen. Anschließend werden die auf Plakate geschriebenen Slogans an den Stellwänden gesammelt und aufgehängt. „Starke Männer achten Frauen!“ oder „Gewalt beginnt mit Sprache“ oder „Nein heißt Nein“ sind nur einige der selbstgewählten Statements aus der Schulfamilie.

    Initiiert wurde die Aktion „Rote Bank“ am FDG von mehreren Schülerinnen der Oberstufe, die in und außerhalb der Schule sexuelle Stereotype beobachteten. Als die jungen Frauen beschließen, etwas dagegen zu tun, kontaktieren sie gemeinsam mit einem Team aus Lehrer*innen die Organisation SEFRA. SEFRA ist ein Selbsthilfe- und Beratungszentrum für Frauen in Aschaffenburg, das jegliche Form von Hilfe für Frauen anbietet, die häusliche Gewalt, sexuelle Belästigung oder Stalking erfahren haben. Auch SEFRA war sofort bereit an dem Projekt mitzuwirken. 

    Gemeinsam mit SEFRA entstand nun die Idee der Aktion Rote Bank. Ursprünglich kommt diese Idee aus Italien, wo 2014 in Turin die erste rote Bank stand. Die rote Farbe soll ins Auge stechen und steht sinnbildlich für das vergossene Blut bei sexueller und häuslicher Gewalt. 

    Nur ein paar Slogans aufzuschreiben und sich anschließend fotografieren zu lassen, war der Gruppe von Schülerinnen und Lehrkräften jedoch nicht genug. Zusätzlich gab es am Morgen des 24. Mai für einen Teil der Oberstufe einen Vortrag von Gaby Salner (SEFRA) zum Thema sexuelle Übergriffe und sexuelle Gewalt unter Jugendlichen. Salner sprach über Grenzüberschreitung, erste sexuelle Erfahrungen, sexistische Vorurteile und warum bzw. wie es diese aufzulösen gilt. Außerdem veranstalteten Frau Kapraun und Herr Müller-Gebauer anschließend einen Workshop mit Schülerinnen und Schülern der 10. und 11. Klasse. Hier haben die Schüler*innen in mehreren Kleingruppen das Phänomen diskutiert, sich ausgetauscht und erste Ideen herausgearbeitet, wie auch die eigene Schule ein Ort mit weniger Sexismus und sexueller Belästigung werden könnte. 

    Dabei stellte sich schnell heraus, dass das Thema nicht nur komplex, sondern auch weitreichend ist. Was genau ist Gewalt, wo fängt sie an? Wie kommt ein solcher Umgang miteinander zustande? Und was kann man tun für mehr gegenseitiges Verständnis? Alles Fragen, die nicht nur die Frage der geschlechtsspezifischen Übergriffigkeit tangieren, sondern den zwischenmenschlichen Umgang miteinander generell in den Blick nehmen lassen.  

    Maßgeblich unterstützt wurde die Aktion außerdem von der Schulsozialpädagogin Sara Albert, den Ethiklehrerinnen Julia Grundner und Angela Pechtl und der Referendarin Patricia Diel, die sich tatkräftig und mit ganzem Herzen in die Aktion einbrachten.  

    Alles in allem ein erfolgreicher Tag für den Humanismus am Friedrich-Dessauer-Gymnasium. Trotzdem sollte erwähnt werden, dass solche Aktionstage nur dann nachhaltig sind, wenn die geäußerte Kritik auch im Herzen ankommt, wenn gegenseitiges Verständnis, ein Zugehen aufeinander und letztlich eine Veränderung folgen. Auch an Schulen existieren noch veraltete Rollenbilder, die Platz für Sexismus und sexuelle Belästigung schaffen. Diese Rollenbilder aufzulösen und somit dem Sexismus und der sexuellen Belästigungen den Platz zu nehmen, war allen Beteiligten ein großes Anliegen. Schule bietet hierfür, als Brennglas auf die Gesellschaft, einen guten Raum – und den Anfangspunkt für eine nachhaltige Veränderung. 

    Carlotta Hein, Q11

  • „Du sprichst aber gut deutsch!“
    Workshop des P-Seminars gegen Rassismus und Antisemitismus

    Wann beginnt Alltags-Rassismus? Was kann ich tun, wenn ich einen rassistischen Vorfall mitbekomme? Wie führe ich selbst durch einen Workshop?

    Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigte sich eine Gruppe interessierter SchülerInnen der Jahrgangsstufen 10 bis 12 bei einem Workshop der Anne-Frank-Stiftung. Der Politologe Daniel Heinz von der Universität Potsdam war hierfür extra aus Berlin angereist, um mit uns diese Fragen zu diskutieren. Nebenbei lernten die SchülerInnen viele praktische Tipps und Methoden für eigene Workshops kennen, die sie demnächst selber mit jüngeren Jahrgängen durchführen werden. 

    Workshop des P-Seminars gegen Rassismus und Antisemitismus mit Daniel Heinz

    Begeistert war die Gruppe von den zahlreichen interaktiven Zugangsmöglichkeiten, die ihnen Heinz aufzeigte. So erfolgte eine Diskussion beispielsweise über die „Barometer- Linie“: Die SchülerInnen positionierten sich im Pausenhof auf einer gedachten Linie mit dem Polen JA und NEIN zu bestimmten Aussagen. „Findest du es diskriminierend, wenn der Abiball an einem wichtigen muslimischen oder jüdischen Feiertag stattfindet?“ – Viele SchülerInnen positionierten sich bei dieser Frage in der Mitte, weil sie unentschieden waren. Einiger zeigte sich die Gruppe bei dem Fallbeispiel, wenn ein Mädchen mit Kopftuch an der Supermarktkasse für ihre guten Deutschkenntnisse gelobt wird: Viele sahen dies überwiegend als Diskriminierung an. Im anschließenden Gespräch stellte sich heraus: Zwar sind solche Äußerungen gut gemeint, kommen beim Gegenüber aber nicht wirklich positiv an. Heinz verwendet hier das Bild, dass dir ständig jemand „auf die Füße tritt“: Es mag ohne Absicht sein, tut aber trotzdem weh. Vor allem, wenn es immer wieder vorkommt. 

    Genauso verhält es sich mit der oft gestellten Frage „Wo kommst du eigentlich her?“: Der Fragende will damit vielleicht echtes Interesse bekunden, der Befragte wiederum fühlt sich ausgegrenzt, weil er sich aufgrund eines ausländischen Namens oder einer „anderen“ Hautfarbe nicht als „Deutscher“ wahrgenommen fühlt. Man sollte also immer vorher überlegen, wie das Gesagte beim Gegenüber ankommen könnte. 
    Jeder gute Workshop hat ein „gutes Ende“:  Heinz schloss mit einer Courage-Übung ab, bei der es darum geht, eigene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln: Die Schüler*innen sollten einem schwarzen Klassenkameraden helfen, der im Bus stets als einziger aus seiner Gruppe vom Kontrolleur nach dem Ticket gefragt wird. Hier einigten sich die SchülerInnen: Es ist vor allem wichtig, NICHT zu schweigen oder wegzusehen. Dies wird als stummes Einverständnis mit dem „Täter“ aufgefasst. Vielmehr sollte man Solidarität mit dem Betroffenen zeigen. Beispielsweise indem man den Kontrolleur fragt, warum er immer nur den schwarzen Jungen kontrolliert. Oder notfalls gemeinsam als Gruppe aus Protest den Bus verlässt. 

    Haltung zeigen kann man aber auch beim Abiball: Den einfach so terminieren, dass er eben NICHT auf das Zucker- oder Chanukkafest fällt. Christen wollen sich ja schließlich auch nicht am Heiligabend entscheiden müssen zwischen der jährlichen großen Familienfeier oder der letzten Schulparty ihres Lebens.  

    Workshop-TeilnehmerInnen des P-Seminars „Aktiv gegen Rassismus“

    OStRin Schütze

  • Übergabe von Willkommensrucksäcken – gespendet vom Rotary Club Aschaffenburg

    v.l.n.r.:Hr. Richter (Schulleiter Friedrich-Dessauer-Gymnasium); Hr. Schemann (Rotary Club Aschaffenburg); die ukrainischen jungen Gäste des FDG, Fr. Bürgermeisterin Euler, Hr. Diwischek (Rotary Club Aschaffenburg), zwei Schülerinnen als Begleiterinnen unserer Gäste, Fr. Rank (Lehrerin Deutsch als Zweitsprache).

    Am vergangenen Mittwoch wurden Schulrücksäcke, die vom Rotary Club Aschaffenburg gespendet und von Frau Bürgermeisterin Euler überreicht wurden, den ukrainischen SchülerInnen am FDG übergeben. Die Beteiligten bedanken sich recht herzlich für die großzügige Spende!

  • Vortrag: „Häusliche Gewalt, insbesondere in den ersten Beziehungen“

    „In Deutschland wird jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer und/oder sexualisierter Gewalt; etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexualisierter Gewalt durch ihren aktuellen oder durch ihren früheren Partner.“ (BMFSFJ, 2021).

    Um auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen und die Schülerinnen und Schüler für die Thematik „häusliche Gewalt“ zu sensibilisieren, gab es am Freitag, den 08.04.2022 für die katholischen Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a, b und d einem Vortrag von einer Fachkraft der Beratungsstelle für Frauen in Aschaffenburg „SEFRA e.V.“. Der Vortrag fand auf Einladung der Schulsozialpädagogin am FDG, Sara Albert und den zwei Lehrkräften, Frau Winkler und Frau Mierau statt.

    Im Vortrag konnten die Schülerinnen und Schüler erfahren, was häusliche Gewalt ist, welche Folgen häusliche Gewalt für die Opfer hat und bei welchen Stellen sich Betroffene in Aschaffenburg Hilfe holen können. Auch gab die Fachkraft von SEFRA e.V. den Schülerinnen und Schülern Informationen über das Thema „Gewalt in Teenager-Beziehungen“ und ging gezielt darauf ein, an wen sich Betroffene im Bedarfsfall wenden können.

    Wir danken SEFRA e.V. für die gute Zusammenarbeit und den interessanten Vortrag.

    Sara Albert

  • Mitmachplakataktion zum Weltfrauentag

    Vor dem Lehrerzimmer in der Pausenhalle wurde am 8.3.2022 eine „Mitmachplakataktion“ angeschlagen. Die SchülerInnen wurden aufgefordert, einen „Frauenpower“- oder auch „Männerpower“-Tee abzuholen, über eine geschlechtergerechte Gesellschaft nachzudenken und Gedanken dazu an die Pinnwand zu pinnen. Die Ideen von Jungen und Mädchen wurden so zusammengetragen.

  • „Meet a jew“ am FDG

    Im KZ Auschwitz, das die Sowjets am 27. 1.1945 befreite, sind eine Million Menschen getötet worden.

    Am 20.Januar 2022 ist es 80 Jahre her, dass sich hochrangige Verwaltungsbeamte bei Lachshäppchen und Kognak zu einer Konferenz am Berliner Wannsee unaufgeregt und geschäftsmäßig getroffen haben, um den Massenmord von Menschen jüdischer Herkunft zu planen. Verhüllend sprachen sie von der Deportation der Menschen an dem Platz ihrer Vernichtung in Zügen der Reichsbahn von „Einwaggonierung“.

     Obwohl diese Ereignisse schon ein Menschenleben lang her sind, belastet die Geschichte der Opfer und Täter ihre jeweiligen Nachkommen.

    In der Corona-Zeit glauben Menschen ihre Resignation und Aggression durch schiefe Vergleiche als Opfer stilisieren zu können. Ungeimpfte Menschen gehen mit dem Judenstern zu Demonstrationen oder tragen T-Shirts mit der Aufschrift „wir sind die neuen Juden“. Diese Relativierung des Holocausts verhöhnt die Opfer der Shoah.

    „Meet a jew“ am FDG

    Junge Deutsche jüdischer Herkunft haben sich in der Freiwilligenorganisation „Meet a jew“ zusammengeschlossen und besuchen Schulen. In dieser Woche kommen Alina und Diana zu uns ans Friedrich Dessauer Gymnasium zu den Ethikkindern der 6. Jahrgangsstufe.   In einer ganz besonderen „meet a jew-Stunde“ ist viel Raum um Fragen zu stellen. Durch das wertschätzende Miteinander ist die Basis für ein achtsames Wissen sammeln gelegt. Wir ordnen die Dinge dann richtig ein und haben eine wichtige Schutzschicht gegen Hass. Wir erkennen, dass Menschen, die Judentum abschätzig bewerten, Aggressionen aus anderen Bereichen auf Juden umlenken.  

    Durch diese Schutzschicht erfahren wir die Wärme einer Gemeinschaft, die respektvoll miteinander umgeht.

    StRin Grundner

  • Das neue Schülertutorenprogramm am FDG: Schüler helfen Schülern

    Seit dem Januar diesen Jahres ermöglicht das Förderprogramm gemeinsam.Brücken.bauen des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus die Umsetzung eines Tutorensystems, also eine Form der schulinternen Nachhilfe an unserer Schule. Insgesamt 25 TutorInnen aus den Jahrgangsstufen p9 bis Q12 bieten dabei in kleinen Kursen Unterstützung für einige unserer Unter- und Mittelstufenschüler in den Kernfächern an. Diese ehrenamtliche zusätzliche Arbeit wird vom Kultusministerium bezuschusst und stellt für SchülerInnen mit Bedarf und deren Familien ein kostenloses erweitertes Förderangebot dar. Dabei steht den TutorInnen jederzeit eine Fachlehrkraft als fester Ansprechpartner zur Seite, die die Ehrenamtlichen mit Rat und Tat unterstützen kann.

    In den insgesamt 30 meist wöchentlich stattfindenden Einheiten treffen sich die SchülerInnen der unteren Jahrgangsstufen mit ihrem Tutor/ihrer Tutorin nach der Schule in einem unserer Klassenzimmer. Organisiert und unterstützt wird das Programm von Frau Harnischfeger (vgl. Bild ganz rechts) und Frau Bayer (vgl. Bild ganz links).

    VertreterInnen des Schülertutorenprogramms freuen sich auf ihre Arbeit mit den SchülerInnen.

    Das Programm wird bis Ende Juli fortgesetzt, sodass eine kontinuierliche Begleitung durch das Schuljahr gegeben ist und ein vertrauensvolles Miteinander entsteht. Neben der Vertiefung der fachlichen Inhalte, haben die SchülerInnen die Gelegenheit, sich mit den älteren TutorInnen über (schulische) Probleme und Sorgen auszutauschen. Im Gegenzug erhalten die TutorInnen die Möglichkeit, das Grundwissen in ihren Fächern zu vertiefen und Einsicht in das Unterrichten zu bekommen. Dabei ist hier auch Organisationsgeschick gefragt: Termine, Zu- und Absagen werden von den TutorInnen mit den SchülerInnen und Eltern selbstständig organisiert, sodass hier ebenso wichtige Methodenkompetenzen für den Alltag ganz nebenbei ebenfalls ausgebaut werden. Unsere TutorInnen helfen mit viel Freude und Engagement den insgesamt über 80 angemeldeten TeilnehmerInnen dabei, Defizite in den Fächern zu schließen sowie das Erlernte zu festigen und damit auch das eigene Selbstbewusstsein zu stärken.

    StRin Harnischfeger

  • Cybermobbing-Workshops für alle Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe

    Unter Cyberbullying oder Cybermobbing versteht man die Beleidigung, Bedrohung, Bloßstellung oder Belästigung von Personen mithilfe von Kommunikationsmedien, beispielsweise über Smartphones, E-Mails, Websites, Foren, Chats und Communities.

    Cybermobbing –
    Workshop in Zusammenarbeit mit dem Café ABdate

    Cybermobbing hat verheerende Folgen für betroffene Kinder und Jugendliche. Denn im Gegensatz zu Mobbing an der Schule besteht das Problem: Was einmal im Internet steht, lässt sich nicht mehr so leicht entfernen. Selbst wenn es gelingt, Fotos und Beleidigungen entfernen zu lassen, sind Opfer nicht davor geschützt, dass Andere die Inhalte gespeichert haben (z.B. via Screenshot) und diese wieder einstellen. Veröffentlicht ein Täter Kontaktdaten des Opfers wie z.B. Handynummer oder E-Mail-Adresse, kann das Opfer noch lange nach der Löschung der Daten unerwünschte Anrufe, SMS oder Mails bekommen.

    Das Internet macht Beleidigungen und Diffamierungen außerdem einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Während Mobbing in der Schule meist nur Täter und Opfer sowie das nähere Umfeld betrifft und zeitlich auf den Schultag begrenzt ist, sind Beleidigungen im Netz von Fremden einsehbar und können jederzeit abgerufen werden. Noch dazu erfahren Opfer nicht immer davon, dass Fotos oder Unwahrheiten im Internet verbreitet werden (vgl. BMFSFJ, 2022).

    Die Jugendinformations- und Medienfachstelle Café ABdate in Aschaffenburg ist u.a. Anlaufstelle für Betroffene und bietet zudem für Schulklassen Präventionsangebote an. In Kooperation mit der Schulsozialpädagogin am Friedrich-Dessauer-Gymnasium, Sara Albert, wurden die Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe für die Thematik sensibilisiert. Auch für die Eltern der Sechstklässler fand ein digitaler Informationsabend zum Thema Cybermobbing statt. Sowohl der digitale Elternabend als auch die Workshops in den einzelnen Klassen wurden von den Teilnehmenden sehr gelobt. Vielen herzlichen Dank an die Fachkräfte des Café ABdates für die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit.

    Bericht von Sara Albert, Schulsozialpädagogin

  • Freude über Weihnachtspost

    Manchmal sind die kleinen Gesten der Aufmerksamkeit wertvoller als große Geschenke. So war die Freude groß, als die BewohnerInnen des Bernhard Junker-Hauses in Aschaffenburg selbst gebastelte Weihnachtskarten in den Händen hielten. Mit Begeisterung lasen die SeniorInnen die Karten, die die 6. Klassen im Ethikunterricht unter der Leitung von Frau Grundner angefertigt haben.

  • P-Seminar „Aktiv gegen rechts“ 2020/2021

    Unsere Sticker Aktion gegen Rechtsextremismus 

    Im vergangenen Schuljahr riefen wir, das P-Seminar unter der Leitung von Frau Schütze, einige Klassen dazu auf, in einer Kreativarbeit das Thema „Gegen Rassismus und für Toleranz und Vielfalt“ aufzugreifen. Diese Arbeit bestand darin, einen Sticker zu kreieren, der auf Hefter, Mappen etc. geklebt werden kann, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Diese Aktion fand in Zusammenarbeit mit den Kunstlehrerinnen und Kunstlehrern statt. 

    Nach der Ablauffrist erreichten uns die vielfältigen Ergebnisse aus den verschiedensten Jahrgängen. Und wir müssen zugeben, wir waren mehr als positiv überrascht, von dem, was uns an Ergebnissen geliefert wurde. Egal welches Alter, die Thematik wurde immer auf eine andere künstlerische Art und Weiße interpretiert und visualisiert. Daher fiel uns die Auswahl alles andere als leicht. Mit vielen Diskussionen, Abstimmungen und der Qual der Wahl gelang es uns schließlich drei Finalisten herauszusuchen. Dabei ging die Plätze an Laura Bernhard aus der 10c, Ella Thiem aus der 8a und Emilia Schymuca aus der 8f.

    Natürlich bleiben solch hoch qualitative Leistungen nicht ohne Belohnung. Alle drei Plätze dürfen sich nun über ein individuelles Geschenk freuen, zum Beispiel in Form eines Kino Gutscheines. 

    Wir sind sehr dankbar dafür, dass sich so viele Schüler mit diesem Thema auseinandergesetzt haben und ihre Ideen, Gedanken und Gefühle so hervorragend umsetzen konnten. Wir hoffen, dass die Sticker ihre Plätze an den verschiedensten Utensilien finden werden, damit die Aufmerksamkeit verstärkt auf diese wichtige und stets aktuelle Thematik gelenkt wird.

    Unser 2. Projekt: Workshops gegen Rassismus mit den 9. Klassen

    Mit unserem P Seminar wollten wir weiter auf Rassismus aufmerksam machen und vor allem darüber aufklären. Durch den Sticker-Wettbewerb ist uns die Aufmerksamkeit in den verschiedenen Klassenstufen bereits geglückt, aber unser Ziel der Aufklärung und der Beseitigung von Missständen oder Unklarheiten über Rassismus allgemein oder Alltagsrassismus blieb noch offen. In unserer Ideenfindung, die am Anfang des Schuljahres in der 11. Klasse bereits stattgefunden hatte, fiel bereits das Stichwort der Workshops. Was wir uns unter den Workshops vorstellten, an wen sie gerichtet sein sollten und die Inhalte wurden innerhalb der nächsten Monate vereinzelt angesprochen und diskutiert, bis wir uns nach ausgiebiger Recherche festlegen mussten, wie wir den Rahmen der Diskussionsrunde gestalten wollen. Wir bildeten drei Teams, die jeweils ihren eigenen Kurs mithilfe von Unterstützung durch Experten erstellten.

    Gegen Ende des Schuljahres hielten wir also die verschiedenen Workshops mit den 9. Klassen und waren begeistert von den vielseitigen und intensiven Diskussionen, die innerhalb der Runde entstanden. Für unser Seminar können wir das Fazit ziehen, dass sowohl uns als auch den jüngeren Schülern neue Ansichten und Perspektiven über dieses sensible Thema gezeigt wurden. Die verschiedenen Meinungen zu alltagsrassistischen Aussagen beispielsweise oder die Frage, wann und wo Rassismus anfängt, wurden gemeinsam erörtert, was vor allem durch die rege Mitarbeit der SchülerInnen angetrieben wurde. Das positive, aber auch konstruktive Feedback an uns hat uns wiederum gezeigt, dass Rassismus ein in der Schule zu selten angesprochenes Thema ist, bei welchem die Aufklärungsarbeit für einen bewussteren Umgang miteinander dringend notwendig ist. Wünschenswert für uns sind vor allem weitere Angebote zur Wissenserweiterung über Rassismus und andere gesellschaftlichen Themen, denn gerade Jugendliche können so bei ihrer Meinungsbildung positiv beeinflusst werden.

    Ein besonderer Dank gilt dabei auch dem Bildungs- und Förderungswerk der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, welches uns als Sponsor durch finanzielle Mittel maßgeblich unterstützt hat, um den Sticker Wettbewerb zu ermöglichen. Dafür möchten wir uns hier recht herzlich für die Großzügigkeit bedanken.

    Franka Theresa Hopf & Victoria Zieroff

  • Der „Schicksalstag“ der Deutschen – Ergebnisse des Projekttags

    Der 9. November gilt als „Schicksalstag“ der Deutschen, denn viele wichtige historische Ereignisse fielen ausgerechnet auf dieses Datum. Am 9. November 1918 wurde im Zuge der revolutionären Ereignisse am Ende des Ersten Weltkrieges die Republik ausgerufen. Fünf Jahre später versuchte Adolf Hitler am 9. November 1923 diese in einem Putsch wieder zu beseitigen. Eineinhalb Jahrzehnte später hatten die Nationalsozialisten dieses Ziel bereits erreicht und richteten gewaltsame Aktionen gegen die jüdische Bevölkerung Deutschlands, als am 9. November 1938 Synagogen in der Reichspogromnacht in Flammen aufgingen. Aufgrund dieser Ereignisse war das Datum nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges „historisch belastet“, weshalb das Gedenken an den Fall der Mauer am 9. November 1989 am 3. Oktober begangen wird. Der 9. November ist damit einer der zentralen Mahn- und Erinnerungstage innerhalb der deutschen Geschichte, weshalb am FDG in den 9+ und Regel-10. Klassen jährlich ein Projekttag zum „Schicksalstag“ der Deutschen stattfindet. Die SchülerInnen können sich je nach Interessensschwerpunkt ein Ereignis auswählen, das sie in Form eines digitalen Endprodukts aufbereiten. Einige Ergebnisse werden an dieser Stelle vorgestellt.

    Projektarbeiten zum 9 .November 1918:

    Projektergebnis Kilian B. und Noah, 10e

  • Erfolgreiche Spendenaktion für Partnerschule

    Stellvertretend für viele fleißige SpendensammlerInnen überreichten drei SchülerInnen des FDGs eine Spende an die Stiftung „Weg der Hoffnung“. Die regional beheimatete Stiftung setzt sich für die Ärmsten in Kolumbien ein. Mit dem FDG verbindet die Stiftung eine langjährige Partnerschaft: Jedes Jahr sammeln SchülerInnen Gelder, um Kindern in Kolumbien den Schulbesuch zu ermöglichen und somit nachhaltig helfen können. In Zeiten der Pandemie mussten die alljährlichen Spendenaktionen abgespeckt werden – statt wie in den Jahren zuvor an Tankstellen und Supermärkten kleine Entgelte zu „verdienen“, sammelten die Sechs- und AchtklässlerInnen kleine Beträge in ihrem privaten Umfeld. Wir freuen uns, dass wir mit 400 Euro wieder SchülerInnen in Kolumbien den Schulbesuch ermöglichen können. Den Betrag teilt sich die Stiftung mit der Partnerschule des FDG in Tansania, der Mbinga Secondary School.
    Wir danken allen Spendern und hoffen, auch weiterhin die Stiftung „Weg der Hoffnung“ und unsere Partnerschule in Afrika unterstützen zu können.

    Erfolgreiche Spendenaktion für die Partnerschule Mbinga trotz coronabedingten Einschränkungen.
  • 50 Jahre später: Back to School

    Es ist viel Wasser den Main hinuntergeflossen seit 1971, als die Klasse 13c durch ein unkonventionelles Abiturfoto für einen Eklat am Friedrich-Dessauer-Gymnasium sorgte. Der darüber erboste Schuldirektor verweigerte den Abdruck im Schuljahresheft und sagte auch die traditionelle Abiturfeier ab. Überlebt haben das beide: Sowohl das FDG als auch die 11 der damals 18 Abiturienten, die sich anlässlich von 50 Jahren Abitur in der ersten Oktoberwoche erneut trafen und zusammen mit ihrem ehemaligen Klassenlehrer Franz Mages auch ihrer früheren „Wirkungsstätte“, die ihre Jugendzeit so entscheidend mitgeprägt hat, einen Besuch abstatteten. 

    Bei dem vom jetzigen Schulleiter, OStD Kai A. Richter, geführten Rundgang (vielen Dank dafür) durch das inzwischen erweiterte Schulgebäude wurden nicht nur Erinnerungen an die von hitzigem Diskussionen und rebellischem Verhalten geprägten „alten Zeiten“ wieder wach, sondern es wurde auch deutlich, dass die Flure und Unterrichtsräume der früher eher nüchternen Lehranstalt inzwischen durch zahlreiche Aquarien, Terrarien, Bilder, Schautafeln etc. ein wesentlich freundlicheres Gesicht bekommen haben.

    Abgerundet wurde das zweitägige Klassentreffen durch Führungen durch den Park Schönbusch und die (Alt-)Stadt  Aschaffenburg sowie zwei fröhliche Abende bei gutem Essen und passenden Getränken im Wenighösbacher Hotel „Zum Ochsen“, bei denen so manche Erlebnisse, Streiche und Anekdoten aus der lange vergangenen Schulzeit die Runde machten. Doch bei aller Freude über das gelungene Wiedersehen: Wahrscheinlich wird wieder eine Menge Wasser den Main hinunterfließen, bis die inzwischen in die Jahre gekommenen früheren Schüler „ihr“ FDG erneut besuchen. Wann immer das auch sein mag, aber bestimmt nicht in 50 Jahren …

    Peter Freund