
Vielfalt am FDG heißt auch sprachliche Vielfalt. Das Beherrschen der deutschen Muttersprache ist Voraussetzung für das gelingende Erlernen einer Fremdsprache. Bei uns können SchülerInnen die wichtigsten europäischen Sprachen lernen – Englisch, Latein, Französisch, Spanisch und Italienisch. Unser Ziel ist es, den SchülerInnen durch motivierenden Unterricht zum erfolgreichen Lernen und damit zur Freude an Fremdsprachen zu verhelfen. Mit einer qualitativ hochwertigen und breit gefächerten Fremdsprachenausbildung können sie erfolgreich in das spätere Studien- und Berufsleben wechseln.
- Römisches Erbe vor der Haustür – Die 9. Klassen auf den Spuren der Römer am Main
Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler der Lateinklassen 9ac und 9b in diesem Schuljahr erstmals intensiv mit lateinischer Originallektüre beschäftigt hatten, machten sie sich gemeinsam mit ihren Lehrkräften Tatjana Wissel und Dominik Müller auf den Weg ins Römermuseum Obernburg. Mit ihren Eindrücken aus der Lektüre im Gepäck entdeckten sie dort das römische Alltagsleben aus einer neuen Perspektive.

Foto: Dominik Müller 
Foto: Dominik Müller 
Foto: Elif Demirci Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler der Lateinklassen 9ac und 9b in diesem Schuljahr erstmals intensiv mit lateinischer Originallektüre beschäftigt hatten, machten sie sich gemeinsam mit ihren Lehrkräften Tatjana Wissel und Dominik Müller auf den Weg ins Römermuseum Obernburg. Mit ihren Eindrücken aus der Lektüre im Gepäck entdeckten sie dort das römische Alltagsleben aus einer neuen Perspektive.
Das Römermuseum in Obernburg, auch als „Pompeji am Main“ bezeichnet, bewahrt zahlreiche eindrucksvolle Zeugnisse römischen Lebens und macht den Alltag in den römischen Provinzen anschaulich erfahrbar. Bei einer fachkundigen Führung durch Margit Kuhn, eine ehemalige Lehrerin am FDG, gewannen die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in die Lebenswelt am römischen Main. Besonders beeindruckend waren die zahlreichen Grab- und Weihesteine, die von den Lebensgeschichten konkreter Menschen erzählen. Die darauf angebrachten lateinischen Inschriften geben Auskunft über Herkunft, Familienverhältnisse, Berufe und militärische Laufbahnen der Verstorbenen beziehungsweise Stifter. Auch manche römischen Alltagsgewohnheiten sorgten für Staunen und Schmunzeln. So erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass die Römer zur Körperpflege Öl auf die Haut auftrugen und dieses anschließend mit einem Schabeisen zusammen mit Schmutz und Schweiß entfernten.
Nicht unerwähnt blieb das Nachleben vieler antiker Zeugnisse. Manche Funde gelangten in private Sammlungen oder größere Museen, während andere Grab- oder Weihesteine später als Baumaterial wiederverwendet wurden. An einem Exponat konnten die Schülerinnen und Schüler zudem die Spuren einer damnatio memoriae nachvollziehen – der gezielten Auslöschung der Erinnerung an eine Person durch das Entfernen ihres Namens. Auf diese Weise lernten sie eine Facette des römischen Umgangs mit der eigenen Vergangenheit kennen.
Bei einer Stadtrallye schlüpften die Schülerinnen und Schüler anschließend selbst in die Rolle von Ermittlerinnen und Ermittlern. In kleinen Gruppen gingen sie auf Spurensuche: Sie entschlüsselten Inschriften, untersuchten Grab- und Weihesteine und rekonstruierten das Leben des römischen Offiziers Lucius Petronius Florentinus.
Die Exkursion bildete einen gelungenen Abschluss des Schuljahres und ließ die Antike anhand originaler Fundstücke lebendig werden. Für die Lateinerinnen und Lateiner am FDG liegt das römische Erbe direkt vor der Haustür.
Dominik Müller
- Salvete aus Mogontiacum! – Der Latein-Grundkurs auf den Spuren der Römer
Latein einmal nicht zwischen Vokabelheft und Grammatikbuch, sondern dort, wo römische Geschichte tatsächlich geschrieben wurde: Begleitet von Studienrätin Tatjana Wissel und Studienreferendar Dominik Müller machte sich der Grundkurs Latein der K12 auf den Weg nach Mainz – oder besser gesagt: Mogontiacum.

Das Römische Theater in Mainz (alle Fotos zu diesem Artikel: Dominik Müller) Latein einmal nicht zwischen Vokabelheft und Grammatikbuch, sondern dort, wo römische Geschichte tatsächlich geschrieben wurde: Begleitet von Studienrätin Tatjana Wissel und Studienreferendar Dominik Müller machte sich der Grundkurs Latein der Q12 auf den Weg nach Mainz – oder besser gesagt: Mogontiacum.
Latein einmal nicht zwischen Vokabelheft und Grammatikbuch, sondern dort, wo römische Geschichte tatsächlich geschrieben wurde: Begleitet von Studienrätin Tatjana Wissel und Studienreferendar Dominik Müller machte sich der Grundkurs Latein der K12 auf den Weg nach Mainz – oder besser gesagt: Mogontiacum.
Ganz ohne kleine Abenteuer verlief schon die Anreise nicht. Die Bahn erinnerte uns daran, dass Geduld eine Tugend ist – eine Eigenschaft, die vermutlich auch die römischen Legionäre gelegentlich brauchten. Nach der Ankunft begann unsere Führung am Rheinufer, genau dort, wo deutlich wird, warum die Römer diesen Ort auswählten. An der Mündung des Mains in den Rhein ließ sich nicht nur der Schiffsverkehr kontrollieren; von hier aus hatten die Legionen auch das rechtsrheinische Germanien im Blick. Unsere Stadtführerin erklärte anschaulich, welche strategische Bedeutung dieser Standort für Rom hatte und warum Mogontiacum zu einem der wichtigsten Militärstützpunkte nördlich der Alpen wurde.


Von dort führte unser Weg zum Römischen Theater. Mit Platz für rund 10.000 Zuschauer gehört es zu den größten römischen Theateranlagen nördlich der Alpen – einer von vielen Superlativen, denen wir an diesem Tag begegneten. Kaum vorstellbar, dass hier schon vor fast 2.000 Jahren Tausende Menschen zusammenkamen – ganz ohne Mikrofone, Lautsprecher oder Stadionbildschirme.
Nur wenige Schritte entfernt wartete bereits der Drususstein auf uns – das älteste erhaltene Römerdenkmal auf deutschem Boden. Beeindruckend war nicht nur sein Alter, sondern auch die Geschichte dahinter: Das Denkmal erinnert an den Feldherrn Drusus und verdeutlicht, welche enorme Bedeutung Mainz als Militärstandort im Römischen Reich besaß.


Unsere Stadtführerin verstand es dabei hervorragend, aus alten Steinen spannende Geschichten zu machen. Mauern wurden zu Zeitzeugen, Ruinen zu Schauplätzen römischer Geschichte, und plötzlich konnte man sich gut vorstellen, wie Legionäre, Händler und Reisende einst durch Mogontiacum zogen. Ganz nebenbei sammelten wir jede Menge erstaunlicher Fakten über das römische Mainz – und stellten fest, dass diese Stadt in Sachen Geschichte gerne in Superlativen denkt.
Nach zwei Stunden Antike hatten sich schließlich alle eine kleine Mittagspause verdient. In kleinen Gruppen zog es uns durch die Mainzer Altstadt – schließlich brauchen nicht nur Legionäre, sondern auch Lateinschüler ausreichend Proviant.
Mit vielen neuen Eindrücken und einer gehörigen Portion römischer Geschichte im Gepäck ging es am Nachmittag zurück nach Aschaffenburg. Unser Fazit: Veni, vidi, didici – Wir kamen, wir sahen und wir lernten. Oder, frei nach Caesar: Manchmal muss man den Unterricht einfach dorthin verlegen, wo Geschichte vor über 2.000 Jahren tatsächlich stattgefunden hat.
Tatjana Wissel
- Von der Subura ins Radiostudio – Die Schatten der Ewigen Stadt
Das antike Rom gilt bis heute als Sinnbild einer großen Hochkultur: monumentale Bauwerke, berühmte Feldherren, politische Macht und kulturelle Errungenschaften prägen unser Bild der „ewigen Stadt“. Doch hinter den prächtigen Fassaden verbarg sich auch eine andere Welt – eine Welt voller Verbrechen, Gewalt, Aberglauben und düsterer Geschichten.

Der Veranstaltungsflyer zur Ausstrahlung von „Roma fatalis“ am 12. Mai 2026 (Erstellerin: Carolin Stürmer). Das antike Rom gilt bis heute als Sinnbild einer großen Hochkultur: monumentale Bauwerke, berühmte Feldherren, politische Macht und kulturelle Errungenschaften prägen unser Bild der „ewigen Stadt“. Doch hinter den prächtigen Fassaden verbarg sich auch eine andere Welt – eine Welt voller Verbrechen, Gewalt, Aberglauben und düsterer Geschichten.
Genau diesen weniger bekannten Seiten des antiken Rom widmete sich das P-Seminar Latein am Friedrich-Dessauer-Gymnasium unter der Leitung von Frau StR Wissel. Im Mittelpunkt stand die Produktion einer eigenen Radiosendung mit dem Titel „Dark Rome“. Ziel war es, Geschichte nicht nur zu vermitteln, sondern hörbar zu machen und die Zuhörerinnen und Zuhörer auf eine Reise in die dunklen Ecken der antiken Metropole mitzunehmen.
Für die Sendung recherchierten die Schülerinnen und Schüler zu Themen wie Mordfällen, Überfällen in den engen Gassen der Subura, Hexerei, Schadenszaubern und antikem Aberglauben. Historische Quellen, moderne Fachliteratur und digitale Medien dienten dabei als Grundlage. Aus den recherchierten Fakten entstanden Interviews, Reportagen, Nachrichtenbeiträge und szenische Dialoge, die das antike Rom lebendig werden lassen.
Neben der inhaltlichen Arbeit spielte auch die Medienproduktion eine zentrale Rolle. Die Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer entwickelten ihre Themen eigenständig, verfassten Skripte und produzierten die Beiträge in Zusammenarbeit mit Radio Klangbrett sowie dem regionalen Funkhaus von Radio Galaxy bzw. Radio Primavera. Die Aufnahmen fanden unter professionellen Bedingungen im Radiostudio statt – für viele eine völlig neue und spannende Erfahrung.

Latein einmal anders: Radioprojekt des P-Seminars „Roma fatalis“ (Fotos aufgenommen von Tatjana Wissel, Dominik Müller, Julien Morbach und Samuel Kuhlmann; durch KI zusammengefügt). Nach den Studioaufnahmen begann die Feinarbeit: Tonspuren wurden geschnitten, Versprecher entfernt, Übergänge gestaltet und passende Geräusche sowie Musik ausgewählt. So entstanden atmosphärische Klangwelten, die die Schattenseiten des antiken Rom eindrucksvoll hörbar machen.
Der Höhepunkt des Projekts war die Ausstrahlung der fertigen Sendung am 12. Mai 2026 auf der Frequenz von Radio Galaxy. Über zwei Stunden hinweg konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer in die faszinierende und zugleich düstere Welt des antiken Rom eintauchen.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie vielseitig und lebendig das Fach Latein sein kann. Neben fundierten Einblicken in die Antike sammelten die Schülerinnen und Schüler wertvolle Erfahrungen in Recherche, Teamarbeit, Medienproduktion und Audiobearbeitung. „Dark Rome“ verbindet historische Bildung mit moderner Medienarbeit – und eröffnet einen ungewöhnlichen Blick auf die Welt der Römer.
Die Sendung zum Nachhören
🎙️ Erste Stunde: https://t1p.de/5088n
🎙️ Zweite Stunde: https://t1p.de/kdsrl
Tatjana Wissel
- Quelle belle langue! – Französisch-Vorlesewettbewerb der 6. Jahrgangsstufe

Gemeinhin wird die französische Sprache als besonders wohlklingend wahrgenommen. Dass diese positive Zuschreibung durchaus ihre Berechtigung hat, war am 15.05.2026 in der Schulbibliothek des FDG hautnah erlebbar. Dort nämlich zeigten beim Schulentscheid des Französisch-Vorlesewettbewerbs der 6. Jahrgangsstufe die fünf Klassensiegerinnen und -sieger in stimmungsvoller Atmosphäre ihr ganzes Können in den Bereichen Aussprache, Intonation und Lebendigkeit im Vortrag. Als Jury fungierten Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe.
Für den Wettbewerb spielte gute Vorbereitung ebenso eine Rolle wie Improvisationstalent, denn der Wettkampf gliederte sich in zwei Teile: im ersten Durchlauf trugen die Schülerinnen und Schüler einen ihnen aus dem Unterricht bekannten Text vor und zogen dabei alle ihnen zur Verfügung stehenden sprachlichen und stimmlichen Register. Danach folgte die Königsdisziplin: das Vorlesen eines unbekannten Texts. Auch diese Herausforderung meisterten die Teilnehmenden souverän, sodass das Ergebnis schließlich denkbar knapp ausfiel: mit einem hauchdünnen Vorsprung konnte sich schließlich Marie Penner (6e) zur Schulsiegerin krönen. Knapp dahinter folgte Ela Vural (6c).
Außerdem nahmen am Vorlesewettbewerb die Klassensieger Roman Metlin (6s), Ragnar Schumacher (6f) und Ole Berleth (6d) teil und trugen mit ihren tollen Leistungen maßgeblich zum hohen Wettkampfniveau bei. Folgerichtig gratulierte Schulleiter Kai Arne Richter allen Leserinnen und Lesern zu ihren sprachlichen Fertigkeiten und honorierte ihre Darbietungen mit einer Urkunde und Sachpreisen. Für die Platzierungen Eins bis Drei wurde als besondere Auszeichnung jeweils ein Eiffelturm-Schlüsselanhänger in Gold, Silber oder Bronze überreicht.
Die Fachschaft Französisch beglückwünscht alle Vorleserinnen und Vorleser zu ihrem Erfolg und zu ihrer beeindruckenden Leistung.
Ein besonderer Dank für Organisation und Unterstützung geht an Frau Leboulanger, die Jury sowie das Bibliotheksteam, die allesamt den Wettbewerb in dieser Form erst möglich gemacht haben.
Für die Fachschaft Französisch
Andreas Müller - Mission DELF am FDG: Erfolgreich bestanden
Am Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg haben in diesem Schuljahr drei engagierte Schüler erfolgreich die DELF-Prüfung auf dem Niveau B2 abgelegt. Die international anerkannte Sprachprüfung fand Ende März statt und stellte die Teilnehmer vor anspruchsvolle Aufgaben in den Bereichen Hörverstehen, Leseverstehen, Schreiben und Sprechen.

Bei der Verleihung der DELF-Urkunden (v. l. n. r.): OStRin Leboulanger, Lars Birk, Jonas Zimlich, Yanis Benghebrid, OStD Richter (Foto: Simon Bürger). Am Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg haben in diesem Schuljahr drei engagierte Schüler erfolgreich die DELF-Prüfung auf dem Niveau B2 abgelegt. Die international anerkannte Sprachprüfung fand Ende März statt und stellte die Teilnehmer vor anspruchsvolle Aufgaben in den Bereichen Hörverstehen, Leseverstehen, Schreiben und Sprechen.
In den Wochen zuvor hatten sich die Schüler intensiv auf die Prüfung vorbereitet und gezielt ihre Französischkenntnisse vertieft. Entsprechend groß war die Anspannung im Vorfeld – und umso größer die Erleichterung und Freude, als feststand: Alle drei haben die Prüfung mit Bravour bestanden.
Das DELF-Diplom ist nicht nur ein wertvoller Nachweis für die eigenen Sprachkenntnisse, sondern kann auch bei Bewerbungen und an Universitäten von Vorteil sein, da es häufig als offizieller Sprachnachweis anerkannt wird und unter Umständen von weiteren Sprachprüfungen befreit.
Die Fachschaft Französisch sowie die gesamte Schulfamilie des FDG gratulieren Yanis Benghebrid (10a), Lars Birk (11c) und Jonas Zimlich (11c) herzlich zu dieser großartigen Leistung und freuen sich über dieses besondere Engagement im Fach Französisch.
OstRin Fabienne Leboulanger
Fachschaftsleitung Französisch
DELF-Beauftragte
