Erinnerungen sind für die Ewigkeit. Um viele positive Erinnerungen an die Schulzeit zu sammeln, ist das Friedrich-Dessauer-Gymnasium bestrebt, vielfältige Angebote anzubieten, sei es durch Museumsbesuche, mehrfache Schüleraustauschprogramme, Studienfahrten, Besuche zur Oper oder zu anderen außerschulischen Lernorten und externen Partnern.


  • Zwischen alten Mauern und spannender Geschichte – Exkursion der 7e ins Museum Judengasse

    Es war ein kalter Freitagmorgen, der 6. Februar, als wir uns um 8.15 Uhr mit Frau Julia Grundner am Aschaffenburger Hauptbahnhof trafen. Die Stimmung in unserer Klasse 7e war gemischt – einige freuten sich auf den Ausflug nach Frankfurt, andere hätten lieber im warmen Klassenzimmer gesessen. Doch nach einer Stunde Zugfahrt und einem kurzen U-Bahn-Trip standen wir plötzlich vor dem Museum Judengasse. Einige fanden es auch gar nicht so langweilig, wie sie vorher gedacht hatten, besonders diejenigen, die sich einfach auf den Tag eingelassen haben.

    Von der Synagoge bis zu den alten Mauern im Inneren

    Gleich zu Beginn unseres Besuchs haben wir den Platz betreten, an dem einst die Synagoge der Judengasse stand. Heute erinnert nur noch eine schlichte Gedenktafel an das Gotteshaus, das im 19. Jahrhundert abgerissen wurde. Trotzdem war es ein seltsames Gefühl, an diesem Ort zu stehen und zu wissen, dass hier jahrhundertelang Menschen gebetet und gefeiert haben.

    Drinnen im Museum erwartete uns dann Lily, unsere Führerin. Sie nahm uns mit auf eine Reise durch die engen Gassen und unter die Erde, wo noch originale Mauern und Fundamente aus dem 15. Jahrhundert zu sehen sind.

    Besonders cool fand ich den alten Brunnen, der mitten im Museum zu finden ist. Selbst heute werfen Besucher noch Münzen hinein – genau wie die Menschen damals. Der Glaube, dass dies Glück bringt, ist also bis heute lebendig.

    Häuser mit Namen und das Leben unter der Erde

    Die Judengasse war früher eine der ersten geschlossenen jüdischen Siedlungen (kleine Stadt oder Dorf, in denen häufig Handel betrieben wurde) in Europa. Die Häuser hier hatten nicht nur Nummern, sondern eigene Namen wie „Zum Goldenen Schild“ oder „Zur Blauen Traube“. Besonders faszinierend war es, die engen Wohnverhältnisse zu sehen – manchmal lebten ganze Familien in winzigen Räumen.

    Unter der Erde sind noch Reste der alten Waschküche und sogar eine Mikwe, ein rituelles Bad, erhalten. An verschiedenen Stationen durften wir selbst auf Entdeckungstour gehen und Aufgaben lösen. Wer sich die Mühe gemacht hat, wurde mit spannenden Geschichten belohnt.

    Ein Ausflug, der sich wirklich gelohnt hat

    Um 12.15 Uhr ging es dann wieder zurück nach Aschaffenburg. Viele aus unserer Klasse – ich eingeschlossen – waren überrascht, wie interessant der Ausflug tatsächlich war. Klar, Geschichte ist nicht immer das Aufregendste, aber wer sich darauf eingelassen hat, konnte die Vergangenheit fast greifen. Vielleicht war es nicht der actionreichste Tag aller Zeiten, aber auf jeden Fall ein spannender Einblick in die Geschichte der Judengasse. Und wer weiß – vielleicht bringen uns die Münzen im Brunnen ja wirklich Glück.

    Tim Riedel,7e

  • Varese ama Aschaffenburg – Italienaustausch

    Das Friedrich-Dessauer-Gymnasium bietet im sprachlichen Zweig Italienisch als dritte Fremdsprache an. Am Ende der Schulzeit können die Schülerinnen und Schüler dabei das Sprachniveau B2 erreichen. Schüleraustausche sehen wir daher als einen wichtigen Bestandteil, um die eigenen Sprachkenntnisse anzuwenden und Sicherheit im Umgang mit der Sprache zu gewinnen.

    Seit vier Jahren besteht bereits die Schulpartnerschaft zwischen dem FDG Aschaffenburg und dem ITET in Varese (Italien). Nach der Pandemie fanden die beiden Schulen über eine Ausschreibung zusammen – und von Anfang an war klar: Wir haben viel gemeinsam!

    Varese liegt im Norden Italiens in der Lombardei, zwischen dem Lago Maggiore und dem Comer See, unweit der Schweizer Grenze. Die Stadt hat ähnlich viele Einwohnerinnen und Einwohner wie Aschaffenburg und liegt – ähnlich wie unsere Stadt zu Frankfurt – nicht weit vom wirtschaftlichen Zentrum Mailand entfernt.

    Mit dem Zug kamen unsere Gäste am Samstag, den 07.03., in Aschaffenburg an – diesmal mit 27 italienischen Schülerinnen und Schülern. Ein neuer Rekord! Sage und schreibe 44 Anfragen erhielt unsere italienische Kollegin Alessandra Atzori diesmal für den Austausch mit Aschaffenburg. Damit ist er der beliebteste Austausch an unserer Partnerschule.

    Zusammenhalt in den Italienischklassen

    Neben den Klassen 11a und 10a boten auch einige Schülerinnen und Schüler der K12 an, erneut italienische Gäste aufzunehmen. Die Oberstufe hatte bereits im vergangenen Schuljahr am Austausch teilgenommen und wollte unseren Gästen eine genauso tolle Zeit ermöglichen, wie sie sie selbst erlebt hat.

    Grazie di cuore für euer Engagement – und natürlich auch ein herzliches Dankeschön an alle anderen beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie an deren Eltern!

    Tränenreicher Abschied

    Nach einer intensiven Woche in Aschaffenburg, in der neben Exkursionen nach Würzburg, Frankfurt und Miltenberg vor allem die neu geschlossenen Freundschaften zwischen den Jugendlichen im Mittelpunkt standen, ging es am 14.03. wieder mit dem Zug über die Schweiz zurück nach Italien.

    In vier Wochen steht dann der Gegenbesuch der FDG-Schülerinnen und -Schüler an. Eine Woche lang werden sie bei ihren Gastfamilien wohnen, am Unterricht teilnehmen und Ausflüge nach Mailand sowie zum Lago Maggiore unternehmen. Nicht zuletzt werden sie dabei ihre Italienischkenntnisse in einer authentischen Umgebung anwenden und weiter ausbauen.

    Wir freuen uns auf eine tolle parte seconda dello scambio.

    Varese, arriviamo!

    Cornelia Favaro und Richard Schwaderer
    im Namen der Fachschaft Italienisch

  • 10. Jahrgangsstufe auf Entdeckertour in Berlin

    Vom 02. bis 06. Februar 2026 ging es für die 10. Jahrgangsstufe auf eine spannende Fahrt nach Berlin. Wir hatten ein großartiges Programm, das uns die Stadt und ihre Geschichte aus verschiedenen Perspektiven näherbrachte.

    Tag 1: Montag

    Nach der achtstündigen Busfahrt wartete auf uns die erste Überraschung: Es hatte -10 Grad und die Gehwege waren von einer dicken Eisschicht bedeckt. Der Berliner Senat hatte beschlossen, diesen Winter weitgehend auf das umweltschädliche Streusalz zu verzichten. Auf spiegelglatten Wegen und bei eisiger Kälte wagten sich einige von uns bis zur East-Side-Gallery, während andere Klassen es vorzogen, es sich schon mal auf den Zimmern gemütlich zu machen.

    Tag 2: Dienstag

    Am nächsten Tag besuchten wir die Gedenkstätte Hohenschönhausen und machten mit Zeitzeugen, die selbst Insassen des Stasi-Gefängnisses gewesen sind, einen Rundgang durch das ehemalige Gefängnis. Es war sehr interessant, die verschiedenen Geschichten der Betroffenen zu hören. Einer der Zeitzeugen war sogar als Jugendlicher von seinem Vater, einem DDR-Spion, aus Westdeutschland in die DDR entführt worden, da seine Tarnung aufzufliegen drohte.

    Außerdem nahmen wir an einem sehr spannenden Planspiel der Stiftung Berliner Mauer teil, bei dem wir uns in die Situation von Geflüchteten versetzten und erleben mussten, wie es sich anfühlt, einen Weg durch den Ämterdschungel in Deutschland finden zu müssen.

    Das Highlight des Tages war der gemeinsame Theaterbesuch des Brecht-Stücks „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ im Berliner Ensemble am Abend.

    Tag 3: Mittwoch

    Bereits ganz in der Früh machten wir uns auf den Weg ins ZDF-Studio zum „Morgenmagazin“. Es war sehr spannend, bei dieser Sendung einmal hinter die Kulissen blicken zu können. Danach stand für alle fünf Klassen der Besuch im Bundestag mit einem Vortrag im Plenarsaal an. Beim anschließenden Treffen mit dem Aschaffenburger Abgeordneten Niklas Wagener wurden die zahlreichen Fragen der Schüler*innen sehr gut beantwortet. Andere Klassen bekamen in der ehemaligen Stasi-Zentrale in der Normannenstraße Einblicke in Akten und die perfiden Methoden des Geheimdienstes.

    Tag 4: Donnerstag

    Vormittags konnten wir zwischen verschiedenen Museen auswählen: Futurium, DDR-Museum, Illuseum oder Humboldt-Forum.

    Anschließend ging es zu einem weiteren Höhepunkt der Fahrt: Bei der Unterweltenführung „Fichtebunker Kreuzberg“ erhielten wir einen sehr interessanten Einblick in die Bunkeranlagen in Berlin und die verschiedenen Nutzungen im und nach dem Krieg. Eine andere Klasse wiederum besichtigte das Olympiastadion.

    Und abends fand das absolute Highlight vieler Schüler*innen statt: Der Besuch im Club „Matrix“, organisiert von unseren Schülersprechern Johann und Lenny.

    Tag 5: Freitag

    Zum Abschluss der Studienfahrt gab es nochmal politisches Programm: Bei einem Besuch im Bundesrat konnten wir in die Rolle von Ministerpräsidenten und Landesministern schlüpfen und in einem Planspiel unser eigenes Gesetz zum Thema „Social-Media Verbot ab 16 Jahren“ aushandeln. Das Abstimmungsergebnis bleibt hier geheim.

    Alexandra Griebel, Laurina Östreicher, Stephanie Schütze

  • Der Schokolade auf der Spur – Ausflug der 10e in den Palmengarten Frankfurt

    Was haben Schokolade, Zimt und Bananen gemeinsam? Die meisten von uns essen sie fast täglich, doch kaum jemand denkt darüber nach, wie sie eigentlich wachsen. Mit der Frage, wie wichtig tropische Pflanzen für unseren Alltag sind, beschäftigte sich unsere Exkursion.

    Mit dem Zug ging es nach Frankfurt in den Palmengarten. Dort angekommen bekamen wir eine Führung durch das sogenannte Tropicarium. In den unterschiedlich temperierten Bereichen wurden die Ökosysteme von den (Halb-)wüsten über die Monsun- und Nebelwälder bis hin zu den (Berg-)Regenwäldern nachgestellt. Besonders spannend war zu erfahren, wie viele Produkte aus den Tropen stammen: Vanille, Kakao, Kaffee, Banane, Zimt oder Kautschuk.

    An diesem Vormittag durften wir erfahren, wie vielfältig und wichtig die Tropen sind und warum ihr Schutz so bedeutsam ist. Ein Ausflug, der nicht nur Eindrücke verschafft, sondern auch zum Nachdenken angeregt hat.

    Alexandra Griebel, Elena Sedlmayr

  • Diskussionen, Workshops und Sonnenuntergang – Das Klassensprecherseminar 2025 auf der Ronneburg

    Das diesjährige Klassensprecherseminar begann schon auf der Hinfahrt mit bester Stimmung: Im Bus lief Partymusik und die gute Laune setzte sich während der gesamten Fahrt fort. Nach der Ankunft bezogen alle ihre Zimmer und hatten Zeit, sich einzurichten und gemeinsam Mittag zu essen. Beim Mittagessen gab es Spaghetti Bolognese – und zur großen Erleichterung kam dieses Gericht deutlich besser an als im letzten Jahr. 😊

    Im Anschluss starteten wir mit einer kurzen Einführung, bevor die verschiedenen Workshops begannen. In kleinen Gruppen arbeiteten die Teilnehmenden zu Themen wie „Veränderungen am FDG“, „Social Media“ und „Rhetorik“. Dabei entstanden viele hilfreiche Ideen, die später in der Schulentwicklung und im Alltag als Klassensprecherinnen und Klassensprecher wertvoll sein können.

    Am Nachmittag standen verschiedene Freizeitangebote wie Sport, Minigolf oder einfach „Chillen“ auf dem Programm. Die Sporthalle, aber auch die Wanderung zur Ronneburg waren Highlights. Während die Sonne langsam unterging, bot sich eine wunderschöne Aussicht mit einem unvergesslichen Moment.

    Nach dem Essen folgte das gemeinsame Abendprogramm, bei dem Rechte und Pflichten von Klassensprecherinnen und Klassensprechern thematisiert wurden. Auch Fragen an Herrn Richter wurden gesammelt.

    Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler selbst entscheiden, wie sie den Abend verbringen wollten – von Werwolf bis hin zu Sport in der Sporthalle oder der Disco war alles möglich. Besonders viel Begeisterung weckte die Disco, bei der ausgelassen getanzt wurde und eine richtig gute Stimmung herrschte.

    Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück mit den Workshops und einer Reflexionsrunde weiter. Das geplante Zoom-Meeting mit Herrn Richter musste leider ausfallen. Stattdessen nutzte die Gruppe die Zeit für einen weiteren Spaziergang. Die Rückfahrt verlief weitgehend ruhig und wurde nur von kreativen Einfällen unterbrochen. Hier das Schlussgedicht von Nisrin:

    Insgesamt war das Seminar geprägt von guter Stimmung, produktiven Arbeitsphasen, vielen neuen Ideen und besonderen gemeinsamen Erlebnissen, die die Klassensprecherinnen und Klassensprecher noch lange stärken werden. Ein besonderer Dank geht an unsere Schülersprecherin und unsere Schülersprecher, die das Seminar engagiert mitgeplant und mit großem Einsatz durchgeführt haben.

    Danke Adam, Vicky, Lenny und Johann!

    Wir freuen uns sehr auf nächstes Jahr.

    Udo Eckert und Saskja Siebentritt