Erinnerungen sind für die Ewigkeit. Um viele positive Erinnerungen an die Schulzeit zu sammeln, ist das Friedrich-Dessauer-Gymnasium bestrebt, vielfältige Angebote anzubieten, sei es durch Museumsbesuche, mehrfache Schüleraustauschprogramme, Studienfahrten, Besuche zur Oper oder zu anderen außerschulischen Lernorten und externen Partnern.


  • FDG besucht das Stiftsarchiv

    In der Vorweihnachtswoche haben Dr. Kemper vom Stiftsarchiv mit seinen Mitarbeitern Herr Luther und David Reis, einem ehemaligen Dessauer-Schüler, drei siebten Klassen im Rahmen des Geschichtsunterricht eine Führung im Archiv gegeben.
    Das Stiftsarchiv beherbergt Dokumente, die die Machtentfaltung der Stiftskirche dokumentieren.  Mit der ihrer Gründung unter Otto von Schwaben ist im 10. Jahrhundert die Gründung von Aschaffenburg verbunden. Berühmt ist zum Beispiel ein Nekrolog aus dem 14. Jahrhundert, der Menschen auflistet, die Messen für Verstorbene haben lesen lassen, um deren Seelenheil zu sichern. Diese wurden Stifter genannt. 
    Im Zentrum stand die älteste Urkunde der Stadt, die 100 Jahre verschollen war und erst vor wenigen Jahren wiedergefunden wurde. Es handelt sich um die Schenkung eines thüringischen Dorfs an das Stift Aschaffenburg.  Kaiser Otto II. hat sie persönlich mit einem „Vollzugsstrich“ unterschrieben. 

    Julia Grundner

    Der Ausflug ins Stadtarchiv aus Schülersicht

    Am 18.12.24 gingen meine Klasse, die 7a und meine Lehrerin Frau Grundner in das Stadtarchiv Aschaffenburg im Schönborner Hof, eines der ältesten Archive Unterfrankens. Um 8:15 Uhr trafen wir uns am Haupteingang des Friedrich-Dessauer Gymnasiums, stellten unsere Schulranzen im Lehrerzimmer ab und machten uns auf den Weg. Einen Zwischenstopp haben wir am Hotel goldener Karpfen eingelegt und das Schild an der Außenwand betrachtet. Die Gründerin des Hotels solle im Mittelalter als Hexe verbrannt worden sein und dieses Hotel hinterlassen haben.

    Nachdem wir die Straße überquert hatten, machten wir noch einen kurzen Halt und gingen dann in das Archiv. Drinnen angekommen wurden wir von einer riesigen Karte von Aschaffenburg und drei netten Herren begrüßt. Wir hingen unsere Jacken auf und begaben uns in den 1. Stock. Viele Bilder waren im Gang zu sehen und zahlreiche Bücher wurden dort auch ausgestellt. Die Männer stellten uns ein paar Fragen z.B. wie alt das älteste Buch wäre, das wir kennen, oder auch, ob wir selbst ein altes Buch besitzen.

    Spannend wurde es aber erst, als wir in das 2. Stockwerk gingen. Meine Klasse ging durch eine unauffällig erscheinende Tür in einen leicht gekühlten Raum. Einer der Männer, die uns herum führten, öffnete einen flachen Karton, ungefähr 40cmx40cm lang und hob ein Schutzpapier von einem Pergament. Er erzählte uns etwas über dieses. Dies sei eine Urkunde von  Otto (König und Kaiser) und wäre das älteste Stück, das im Stadtarchiv aufbewahrt würde. Auf dieser Urkunde hat Otto gerade mal einen dünnen Strich gezogen. Und der Rest der Urkunde wurde unleserlich auf Latein geschrieben. Außerdem entdeckten wir einen Kühlapparat in der Ecke des Raumes. Unser Guide erklärte uns, dass das Pergament bei zu schneller Temperaturschwankung und bei zu hoher Luftfeuchtigkeit schimmeln würde.

    Wir verabschiedeten uns und gingen zurück zur Schule, holten unsere Sachen wieder aus dem Lehrerzimmer und gingen in die Pause. Ich bin der Meinung, dass dieser Ausflug zwar sehr kurz, aber dennoch informativ und spannend war.

  • FDG goes Berlin

    Vom 24. bis 28. Februar 2025 ging es für die 10. Jahrgangsstufe auf eine spannende Fahrt nach Berlin. Wir hatten ein cooles Programm, das uns die Stadt und ihre Geschichte näherbrachte.

    Tag 1: Montag, 24. Februar 2025

    Nach der achtstündigen Busfahrt bezogen wir unser Quartier in der Jugendherberge am Ostkreuz. Abends ging es dann für vier Klassen auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Karsten Klein zum Reichstag, wo wir einen interessanten Vortrag im Plenarsaal hörten und in die Kuppel gehen konnten. Der Blick über das abendliche Berlin war beeindruckend.

    Tag 2: Dienstag, 25. Februar 2025

    Am Dienstag stand ein Stadtrundgang auf dem Plan. Wir erkundeten unter Leitung unserer Lehrkräfte die Stadt und sahen viele Sehenswürdigkeiten. Es war sehr spannend, die verschiedenen Ecken Berlins zu entdecken und mehr über die Geschichte zu erfahren. Abends waren einige von uns das erste Mal in der Oper, um den „Fliegenden Holländer“ anzuschauen. Andere trafen sich zum Pizzaessen oder besuchten die Theateraufführung „Dinner for one“.

    Tag 3: Mittwoch, 26. Februar 2025

    Am Mittwoch fand ein Gespräch mit Andrea Lindholz, der CSU-Abgeordneten aus Goldbach, im Bundestag statt. Diese beantwortete geduldig unsere Fragen zu den Themen Digitalisierung, Wirtschaft und Migration. Danach besichtigten wir die Kuppel des Reichstagsgebäudes.

    Ein echtes Highlight war die Unterweltenführung zum Thema „Flucht und Freiheit“. Wir begaben uns in den Berliner Untergrund und lernten verschiedene Wege kennen, die DDR-Bürger nutzten, um in die BRD zu flüchten. Manche mussten buchstäblich „durch die Scheiße in die Freiheit“, andere gruben Tunnel, die besonders hoch waren, weil sie wollten, dass ihre Ehefrauen „aufrecht in die BRD“ gehen konnten. Außerdem besuchten wir die Gedenkstätte Hohenschönhausen und machten mit einem Zeitzeugen, der selbst Insasse des Stasi-Gefängnisses gewesen ist, einen spannenden Rundgang durch das ehemalige Gefängnis. Am Abend waren  wir in der Oper „Madame Butterfly“ – das war ein ganz neues Erlebnis!

    Tag 4: Donnerstag, 27. Februar 2025

    Der Donnerstag war vollgepackt mit historischen Highlights: In der ehemaligen Stasi-Zentrale in der Normannenstraße bekamen wir Einblicke in die perfiden Methoden des Geheimdienstes.

    Nach einem Rundgang an einem erhaltenen Stück der Berliner Mauer konnten wir Fragen an Zeitzeugen stellen, die selbst in der DDR aufgewachsen und ausgewiesen worden waren. Ein weiterer Höhepunkt war die Unterweltenführung „Dunkle Welten“, die uns die geheimen Seiten der Berliner Geschichte näherbrachte. Außerdem waren wir in der Gedenkstätte Marienfelde, dem Auffanglager für DDR-Flüchtlinge, von dem aus die Aufenthaltsgenehmigungen erteilt und die neuen BRD-Bürger auf die Bundesrepublik verteilt wurden. Auch heute wird es noch als Asylbewerberheim genutzt. Dort schlüpften Schüler im Rahmen eines Planspiels der Stiftung Berliner Mauer selber in die Rollen von Geflüchteten, die in einem anderen Land ankommen und sich um Asylantrag, Wohnung und Arbeit kümmern müssen.

    Tag 5: Freitag, 28. Februar 2025

     Am letzten Tag hieß es: Checkout und Gepäck im Bus verstauen. Vormittags besuchten wir verschiedene Museen, wie das Olympiastadion, das Spionagemuseum, das Futurium oder das Humboldt-Forum. Gegen 21 Uhr erreichten wir wieder Aschaffenburg und freuten uns auf die Ferien und das Ausschlafen nach den ereignisreichen Tagen in der Hauptstadt.

    Ein Dankeschön an die 10 Lehrkräfte und besonders an Emma und  Tristan, die diese schöne Fahrt begleitet haben.

    Stephanie Schütze, Andrea Hoffmann

  • Opernbesuch in Wiesbaden

    Etwa 20 Schülerinnen und Schüler aus den zehnten bis zwölften Klassen haben sich am Sonntag, den 2. Februar zusammen mit vier Lehrkräften zu einem Besuch von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ im Hessischen Staatstheater Wiesbaden auf den Weg gemacht.

    Für die Mehrzahl von ihnen war es der allererste Opernbesuch und deswegen eine besondere Erfahrung. Bereits das prunkvolle Gebäude beeindruckte, wobei man sich allerdings gewünscht hätte, dass ein wenig von der Pracht des Baus auch auf der Bühne zu finden gewesen wäre, denn die Ausstattung wurde von den meisten von uns schon als arg spärlich empfunden. Ein bisschen mehr als viele weiße Wände mit ein paar Vorhängen hätte es schon sein dürfen.

    Trotzdem hat sich der Besuch allemal gelohnt, weil die Aufführung musikalisch gelungen war, es in der Aufführung auch unterhaltsame Momente gab und man erfahren konnte, wie das Zusammenspiel von Sängern auf der Bühne und Musikern im Orchestergraben funktioniert. Und vielleicht hat diese Erfahrung in der Gruppe bei manchen ja auch das Interesse an anderen Opern- und Theaterbesuchen geweckt.

    Die meisten Opernfahrten am FDG werden von OStR Hoffmann organisiert und sind für die Schüler und Schülerinnen völlig freiwillig. Sie sollen eine unterhaltsame Abwechslung im Schulalltag bieten und einen ersten Kontakt mit dieser Kunstform ermöglichen. Deswegen wird darauf geachtet, dass die ausgesuchten Aufführungen auch für völlige Opernneulinge geeignet sind.

    Solche Fahrten nach Wiesbaden, Mainz, Frankfurt oder Darmstadt haben bereits in vergangenen Schuljahren stattgefunden und sollen auch in Zukunft angeboten werden, falls sich schülerseits dafür ausreichend Teilnehmer finden.

    Christian Hoffmann

  • Griechische Schülerinnen und Schüler besuchen das FDG

    Im Rahmen des Programms „Deutschlandplus“ des PAD (Pädagogischer Austauschdienst) besuchte eine zwölfköpfige Schülergruppe in Begleitung einer Lehrerin aus Griechenland das Friedrich-Dessauer-Gymnasium. Die Jugendlichen waren in Gastfamilien untergebracht und erhielten sowohl eigenen Deutschunterricht als auch die Möglichkeit, bei ihren Gastgeschwistern im Unterricht zu hospitieren. Ergänzt wurden diese schulischen Eindrücke durch Exkursionen nach Frankfurt und Würzburg, an denen die FDG-Schüler ebenfalls teilnahmen. Zudem wurde die Jugendlichen von Bürgermeisterin Jessica Euler (CSU) sehr herzlich im Rathaus empfangen. Frau Euler ermöglichte den griechischen Gästen dankenswerterweise auch noch einen kurzfristigen Besuch der TH Aschaffenburg, da sich herausstellte, dass einige der griechischen Schüler überlegen, nach ihrem Abschluss ein Studium in Deutschland aufzunehmen.

    Bei einem Grillabend in der zweiten Woche blickten alle Beteiligten bereits wehmütig Richtung Abreisetag, da allen (auch den beiden organisierenden Lehrerinnen) bewusst war, dass der Abschied von den lieb gewonnenen neuen Freunden nicht mehr weit entfernt war. Mit Sicherheit werden die vielen neuen Kontakte über die sozialen Medien, aber auch über private Gegenbesuche in Athen weiterhin gepflegt werden.

    Diese positiven Erfahrungen sind für uns das Dessauer-Gymnasium Motivation genug, sich weiterhin als Partnerschule des PAD um internationale Gastschülergruppen zu bemühen. Gleichzeitig gilt den Familien, welche griechische Schüler aufgenommen haben, großer Dank. Ohne deren Gastfreundlichkeit könnte das FDG nicht mehr an dem PAD-Programm teilnehmen.

    In diesem Sinne: Ευχαριστώ

    Constanze Fischer

  • JIA 9 goes Hensel-Recycling

    Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich in der 9. Jahrgangsstufe im Rahmen der Junior-Ingenieur-Akademie mit dem Thema „Ressourceneffizienz“. Ein wichtiger Baustein hierbei ist natürlich auch das Recycling. Tatsächlich befindet sich mit dem Unternehmen Hensel-Recycling ein Global Player ganz in der Nähe in Obernau, womit das nächste Exkursionsziel feststand.

    Nach einem kurzen und sehr anschaulichen Impulsvortrag führten Herr Huth und Herr Kücüközdemir die Besuchergruppe durch die Firma. Dabei konnten spannende Einblicke in das Katalysatoren-, Elektroschrott- und das Brennstoffzellen-Recycling gewonnen werden.

    Im Labor wurde den Schülerinnen und Schülern die Analyse von in Proben enthaltenen Edelmetall-Anteilen gezeigt. Der Aspekt des Rohstoffhandels war natürlich ebenfalls sehr interessant. Ein besonderes Bonbon war der Umstand, dass am Exkursionstag für die Firma ein Imagefilm gedreht wurde und die Gruppe die Filmaufnahmen verfolgen konnte. Die Schülerinnen und Schüler sind sehr gespannt darauf, das Ergebnis bald auf der Firmen-Homepage in Augenschein zu nehmen.

    Vielen Dank für die zahlreichen Eindrücke!

    Barbara Koller