
Wer mehrere Tage mit einem Jugendoffizier der Bundeswehr unterwegs ist, begegnet früher oder später auch dem passenden Bundeswehrjargon. Mit diesem Kommando, zügig in den Bus einzusteigen, begann für uns nahezu jede Fahrt und so wurde es schnell zum Running Gag unserer Reise.
Vom 19. bis zum 22. Juli 2026 nahm unser Seminar gemeinsam mit dem Würzburger Seminar an einer sicherheitspolitischen Seminarreise nach Berlin teil. Insgesamt waren wir 33 Referendarinnen und Referendare, davon 17 aus unserem Aschaffenburger Seminar und 16 vom Siebold-Gymnasium.
Sonntag, 19.07.
Am Sonntag machten wir uns mit einem Bus der Infanterieschule Hammelburg auf den Weg nach Berlin. Begleitet wurden wir von Jugendoffizier Hauptmann Laurin Sachße, der die Fahrt zusammen mit unserer Seminarlehrerin Frau Schütze organisiert und während der gesamten Reise begleitet hat. Nach unserer Ankunft im a&o Hostel nahe dem Hauptbahnhof bezogen wir unsere Zimmer und ließen den Abend bei einem gemeinsamen Essen im Saigon River ausklingen. Anschließend wurde in der Hotellobby noch Fußball geschaut und vor dem Hotel eine Runde Empire gespielt.
Montag, 20.07.
Der Montag begann mit einer kurzfristigen Programmänderung, da der Besuch des Bundesministeriums der Verteidigung leider abgesagt wurde. Stattdessen besuchten wir das Berliner Abgeordnetenhaus sowie die „Topographie des Terrors“. Ein besonderes Highlight war am Nachmittag die Führung durch den Flakturm Humboldthain mit dem „Berliner Unterwelten e. V.“ Die gewaltigen Betonmauern, die freigelegte Stahlarmierung und die spannenden Erzählungen unseres Guides machten den Besuch besonders eindrucksvoll. Am Abend zog es einige zum berühmten „Mustafa‘s Gemüsekebap“, bevor wir den Abend mit einem Getränk an der Spree ausklingen ließen – dazu kann man eigentlich nur sagen: „Klöööö!“ Wer dabei war, weiß Bescheid. Andere kehrten bei „Hans im Glück“ ein. Später trafen wir uns alle in der Bar „Wilder als gedacht“, wo getanzt, gespielt und vor allem viel gelacht wurde.
Dienstag, 21.07.
Am Dienstag standen (wie im Programm vorgesehen) Gespräche mit Bundestagsabgeordneten im Paul-Löbe-Haus sowie ein Besuch der Bundeszentrale für politische Bildung auf dem Programm. Zwischendurch hieß es immer wieder: „Absitzen bitte!“ Da unser Bus oft nur kurz halten konnte, mussten wir regelmäßig zügig aussteigen und weiterlaufen. Das führte unter anderem dazu, dass sich ein verdutzter Dönerverkäufer plötzlich einer Gruppe von 33 vermeintlichen Infanteriesoldaten gegenübersah, die Verwirrung lief in Hoffnung über potenzielle Kunden über. Aber vergebens! Nach einem interessanten Vortrag der Bundeszentrale für politische Bildung gönnten wir uns gemeinsam ein Eis, entspannten im Park und trafen uns am Abend zum gemeinsamen Essen in der „L’Osteria“. Einige ließen den Tag anschließend noch bei einer Lichtershow ausklingen.
Mittwoch, 22.07.
Am Mittwoch besuchten wir das Operative Führungskommando der Bundeswehr sowie die Gedenkstätte „Wald der Erinnerung“, die einen eindrucksvollen und zugleich nachdenklichen Abschluss der Reise bildete. Anschließend traten wir die Heimreise zunächst nach Würzburg und schließlich zurück nach Aschaffenburg an.
Die vier Tage in Berlin waren eine gelungene Mischung aus spannenden politischen Einblicken, historischen Erfahrungen und vielen schönen gemeinsamen Momenten, die uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Danke dafür!
Veronika Nahm
