Das Fach Geographie

„Es ist nichts, was den geschulten Verstand mehr kultiviert und bildet, als Geographie.“
(Immanuel Kant)

Schon dieses Zitat drückt eigentlich das Wesentliche dieses interessanten Faches aus: Es ist ein sehr vielseitiges Unterrichtsfach, das sowohl naturwissenschaftlich als auch kulturwissenschaftlich orientiert ist und beide Bereiche miteinander verzahnt. Dabei werden neben den fachspezifischen Inhalten immer wieder Inhalte anderer Fächer/ Nachbarwissenschaften wie Physik, Mathematik, Natur und Technik, Biologie Geschichte, Wirtschaft und Recht, Deutsch und der modernen Fremdsprachen aufgegriffen und komplexe Zusammenhänge hergestellt.
Das Besondere dieses Faches ist aber vor allem die Aktualität der behandelten Themen wie z.B. Klimawandel und Energie (Jgst. 7, 11, 12), Nationalparks (z.B. Spessart und Bayer. Wald in Jgst. 5), Entwicklungs- und Schwellenländer (Jgst. 8, 12), u.v.m.

So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Geographen in zahlreichen Berufsfeldern vertreten sind oder eingesetzt werden können, sei es nun in der Tourismusbranche, der Stadtplanung, dem Journalismus, der Entwicklungshilfe oder anderen interessanten Bereichen.

Lehrplan
Der bayerische Lehrplan sieht im G8 folgende große Themenkreise für die jeweiligen Jahrgangsstufen vor.

Geographie wird im G9 in den Jahrgangsstufen 5,7,10,11,12 und 13 unterrichtet werden. Die Themenkreise für die 5. und 7. Jahrgangsstufe bleiben gleich, zu den weiteren Jahrgangsstufen kann momentan noch keine Aussage gemacht werden.

Lehrplanalternative Geologie
Seit dem Schuljahr 2012/13 besteht am Friedrich-Dessauer-Gymnasium für die Schüler die Möglichkeit in der 12. Jahrgangsstufe statt Geographie Geologie zu wählen und auch im Abitur dort die Kolloquiums- Prüfung abzulegen.
Dabei „begegnen [die Schüler] ausgewählten Themenstellungen vor Ort auf verbindlich durchzuführenden mehrtägigen Exkursionen und Unterrichtsgängen, auf denen sie gleichzeitig auch die Schönheit der Erde entdecken.“ (Lehrplan). Hierbei wird nicht nur in der Schule unterrichtet. Es finden auch verpflichtende ein- und mehrtägige Exkursionen, sowie ein Gesteinsbestimmungspraktikum an der Universität Würzburg statt.

W-und P-Seminare
Die Schüler der 11. Und 12. Jahrgangsstufe müssen jeweils ein W- und ein P-Seminar belegen. Diese dienen der „Vermittlung einer vertieften Allgemeinbildung, einer allgemeinen Studierfähigkeit, einer wissenschaftspropädeutischen Bildung sowie der Ausbildung einer Berufswahl- und Berufsweltkompetenz“ (ISB).

W-Seminare:
• USA
• Inseln der Welt
• Der Main
• Alpenexkursion
• Wetterstation
• Stadtplanung: z.B. Beplanung einer Bahnbrachfläche, Stadteingänge
• Stadtplanung: Neuplanung von repräsentativen Stadteingängen
• Erneuerbare Energien
• Geologischer Lehrpfad I / II
• Fremdsprachlicher Reiseführer Aschaffenburg
• Trickfilm Geographie

P-Seminare Geographie:

Aktivitäten
Wettbewerbe

Die Schülerinnen und Schüler nehmen rege am renommierten Wettbewerb DIERCKE-Wissen teil, bei dem Grundwissen, topographisches, sowie natur- und kulturgeographisches Wissen gefragt ist.

Projekttag
Am Ende des Schuljahres finden unsere zweittägigen Projekttage am FDG statt. Hierbei sind den unterschiedlichen Jahrgangsstufen verschiedene Leitfächer zugeordnet. So ist das Fach Geographie in der 6. Jahrgangsstufe neben den Fächern Geschichte und Biologie für die Gestaltung der Tage zuständig. Neben einem Waldtag (Biologie) steht eine geographisch-geschichtliche Stadtrallye am anderen Tag auf dem Programm.

Exkursionen
Am Friedrich-Dessauer-Gymnasium werden zahlreiche Exkursionen im Rahmen des Geographie- oder Geologie-Unterrichts durchgeführt. Hier einige Beispiele:




Geologie – Exkursion zu Eisenbahntunneln am Schwarzkopf (Spessart)

Am FDG besteht für Oberstufenschüler erstmalig die Möglichkeit bei Frau Koller Geologie statt regulär das Fach Geographie zu belegen. Der Kurs, in dessen Rahmen auch weitere Exkursionen vorgeschrieben sind, warf seine Schatten schon voraus. So traf sich die mutige Truppe am Freitag, dem 04.07.1014, um bewaffnet mit Warnweste und Bauhelm mit dem Bus nach Hain aufzubrechen. Dort führte uns der Geologe Herr Lorenz, der auch das Buch “Spessartsteine” verfasst hat, eine Stunde über die Baustelle,  erläuterte uns diese und die dort ablaufenden Prozesse. Spannend waren vor allem die hier zum Einsatz kommenden Werkzeuge wie Bohrer, Spritzbetonwagen und Co., sowie der Ablauf von Sprengungen. Leider fand zu dem Zeitpunkt unserer Besichtigung gerade keine davon statt. Dafür stand uns Herr Lorenz ausführlich Rede und Antwort. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zurück nach Hain zum Forsthaus, wo uns die Experten der Deutschen Bahn im dortigen Info-Zentrum mit weiterem Wissen versorgten und uns Bohrkerne von der Baustelle zugänglich machten, die bis zu 300 Millionen Jahre alt sind.

Trotz der schweißtreibenden Temperaturen gab uns vor allem der Vortrag von Herrn Lorenz einen spannenden Einblick. Ich freue mich jetzt schon auf den Geologie-Kurs und weitere Exkursionen mit meinen Schülern im nächsten Schuljahr.

Barbara Koller

Projekttage – Geschichte trifft Geographie

An zwei Tagen im Jahr findet am FDG kein regulärer Unterricht statt, sondern in den sogenannten Projekttagen können die Schüler Wissen auf eine ganz andere Art erwerben: sei es auf Exkursionen, sei es bei Experimenten in der Schule,… Die 6. Klassen waren aufgeteilt: ein Tag Walderkundung, ein Tag Stadterkundung. In Zusammenarbeit der beiden Fächer Geographie und Geschichte wurde eine Stadtrallye durchgeführt, wobei die Schüler selbstständig mit Kompass und Karte eine festgelegte Route finden und ablaufen mussten und zahlreiche Aufgaben zu erledigen hatten. Dabei wurden fast alle historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt abgelaufen, die wirtschaftliche und geographische Situation der Stadt erforscht und – natürlich – auch ein Eis geschleckt. Nach etlichen Stunden dann lösten die Lehrer die Ergebnisse auf. Auf die Fähigkeiten unserer Schüler können wir wirklich stolz sein!

Erdkunde – Experten auf dem Bauernhof

Das war knapp!

Am 14. Juli 2016 besuchte das Redaktionsteam der Klasse 5e des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums den Bauernhof der Familie Brunner! Die sechs Expertengruppen hatten den Auftrag die fehlenden Informationen der verschiedenen Resorts zusammenzutragen, um die Zeitschrift Aschaffn´ Bauer termingerecht in den Druck geben zu können.

Nachdem die Wegexperten ihre Kartelesefähigkeit unter Beweis stellte, trafen wir pünktlich um 10:30 Uhr am Hof ein. Frau Brunner führte die Journalisten über den Hof und stellte sich den zahlreichen Fragen der Redaktion. In fünf Stationen erfuhren die Schülerinnen und Schüler allerhand über die Funktionsweise eines konventionellen Bauernhofs. Die Ackerexperten konzentrierten sich auf die bewirtschaftete Fläche und holten sich Informationen zu den Ernteerträgen und den Speichermöglichkeiten des Hofes ein. Die Technik-Experten achteten im Besonderen auf die Funktionsweise der modernen Melkmaschine und skizzierten sie für die Zeitung. Informationen zu den Kühen, ihre Namensgebung, Haltung und Entwicklung hielten die Kuh-Experten fest. Diese Aufgabe forderte besondere Anstrengung, da die jüngsten Kälber zahlreiche Streicheleinheiten einforderten. Der Bauernhof ist breit aufgestellt und besitzt einen kleinen Hofladen auf. Die Hofladen-Experten erkundeten ihn bis in den letzten Winkel und begutachteten die ausgelegten Produkte. Natürlich darf auch die Nutzungskartierung des Hofes nicht fehlen, die das Team der Hof-Experten übernommen hat.

Dank der tatkräftigen Unterstützung der Klasse 5e, die mithilfe ihrer erlernten geographischen Fähigkeiten des letzten Jahres alle notwendigen Informationen zusammengetragen haben, ist die Zeitung schlussendlich doch noch rechtzeitig fertig geworden!

Foto Arbeit in Gruppe

Foto Frau Brunner Foto Kuhstall Foto Stall

Stadtrallye: Die 6. Klassen des FDGs erkunden Aschaffenburg

Am 24. und 25.7 erkundeten die 6. Klassen des FDGs, ausgestattet mit einem Kompass, einem Stadtplan und spannenden Fragen rund um Aschaffenburgs Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten, ihre Heimatstadt. Die Schülerinnen und Schüler trafen sich bereits um 8.15 Uhr und lösten anschließend in Kleingruppen knifflige Aufgaben aus den Bereichen Geschichte und Geographie.

Sie erledigten eifrig vielfältige Aufträge, z.B. das Bestimmen von Himmelsrichtungen mithilfe des Kompasses, das Kartieren der City Galerie in einer Grundrissskizze, einzelne Maßstabsrechnungen sowie das Entnehmen von Informationen historischer Denkmäler.

Nach einer kleinen Mittagspause zeichneten sie zum Abschluss den Verlauf des Mains nach und kamen schließlich, nachdem sie alle 13 Stationen absolviert hatten, wieder an ihrem Zielpunkt, dem FDG, an.

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