Von Omas, Mathematikern und David Hasselhoff: Erster Dessauer Dichterwettstreit

Das FDG hat in diesem Schuljahr ein neues Projekt ins Leben gerufen. Jedes Jahr haben unsere kreativen Köpfe der Jahrgangsstufen 8 bis 12 nun die Möglichkeit, ihre literarischen Potentiale zu zeigen und mit anderen in einem geistreichen Wettbewerb zu messen.

Das neue Angebot startete dieses Jahr in Erinnerung an Robert Gernhardt und Klaus Zehrer unter dem Motto „Bilde mal einen Satz mit…“, mit dem unsere AutorInnen sich an der seit Jahrtausenden beliebten Tradition der Wortspielerei beteiligten. Dafür brauchten sie eine gehörige Portion witziger Sprachgewandtheit, denn Aufgabe war es, in einem gereimten Gedicht ein Wort so zu verwenden, dass es seine ursprüngliche Bedeutung verliert. Doch damit nicht genug. Eine weitere Herausforderung bestand darin, komische Verse zu verfassen, also ein Gedicht zu schreiben, das seine LeserInnen erheitern soll, mindestens zum Schmunzeln, vielleicht sogar zum Lachen bringt.

Dass solche Sprachspielereien nicht nur bei den VerfasserInnen, sondern auch beim Publikum eine gewisse Denkflexibilität voraussetzen, spürt man schnell, sobald man die Gedichte liest, und auch darin liegt der besondere Reiz dieser Texte. Das kann auch die zehnköpfige Lehrerjury bestätigen, die die schwierige und natürlich dankbare Aufgabe hatte, aus den Einsendungen die am meisten gelungenen Gedichte auszuwählen. Besonders überzeugt haben dabei die Texte von Simon Prahl und Anna Rosin (beide Q12), Cara Damnitz (9f) und Michael Hein (Q12), die mit Buchgutscheinen prämiert werden.

Ich wünsche viel Freude beim Lesen der Gedichte, die wieder einmal auf beeindruckende Weise von den vielfältigen Talenten unserer Schülerschaft zeugen, und die Vorfreude machen auf die Beiträge im kommenden Jahr, die unter dem Thema Tierisch Menschlich stehen werden.

StR Dr. Dominik Banhold

Gedanke

Ich möchte‘ nicht schütteln deine Pranke

Ich brauch deine Nummer nicht

Ich mag nicht mal dein Gesicht

Ich denke nur: Bitte, gehdanke!

von Cara Damnitz (9f)

 

Über die Leichtigkeit der Mathematik: Logarithmus, Potenz

John Napier – genialer Mann mit Doktorhut,

war musisch völlig ahnungslos.

Doch log’a: „Rithmus, den hab ich im Blut!“

und stellt sich als Po-Tenzer bloß.

von Michael Hein (Q12)

 

Meerrettich

Bei Baywatch ich mich beworben,

Denn ich habe schonmal einen Mann im Meer geborgen.

David Hasselhoff uns alle verglich,

Und sagte: „Merkt euch eins: Merr rett ich!“

von Paulina Gaffal (Q11)

 

Irgendwo in Sachsen: griechisch

Freche Bengel lachen heimlich

Über Otto mit dem Fetisch.

Doch der alte Sack kräht kläglich

„Ihr kleinen Ratten, ihr! Euch griech‘ isch!“

von Mathias Gläser (Q12)

 

Unergründlich

Mein Bruder und ich:

Ich räume nie auf mein Zimmer

unergründlich wie immer.

Mein Bruder und ich:

Ich räume nie auf mein Zimmer

un’ er gründlich wie immer.

von Jakob Stanik (Q11)

 

Brief an die Omi in Zeiten von Corona: Alles Käse!

Halloumi,

Ist Obatzda? Und ist es Cheddar? Camenbert und Hilda?

Und Tilsiter immer noch so viel Sport und schickt er deinen Rockfort?

Habt ihr überhaupt die Adresse?

Bleu de Bresse: Immer nur Corona!

Viele Grüße Fontina und bis bald Oma!

von Anna Stock (9a)

Brüder Grimm – Altes neu entdeckt

bekannt. Jedes Kind kennt die Grimm`schen Märchen. Einige Informationen haben wir , der Q 11/ d6 – Kurs , aber noch zu erzählen. Wusstet Ihr, dass Jakob und Wilhelm in unserer Region, in Hanau und Steinau an der Straße, aufgewachsen sind und gelebt haben? Interessiert Ihr Euch dafür, dass diese Märchen z.T. französische Vorläufer hatten, wie das “Rotkäppchen”, z.T. aber auch in der Region gesammelt worden sind? Das “Schneewittchen-Märchen” geht auf reale Tatsachen im Spessart zurück, die Zwerge sind in Wirklichkeit Kinder gewesen, die aufgrund ihrer geringen Größe zur Arbeit in den niedrigen Stollen der örtlichen Bergwerke eingesetzt wurden.
Wir haben herausgefunden, dass die alliierten Siegermächte nach dem Zweiten Weltkrieg das Märchen “Hänsel und Gretel” verbieten wollte, weil der dort vorkommende Ofen der Hexe an den Holocaust erinnere.
Wusstet ihr, dass die Gebrüder Grimm politisch engagiert waren und gegen den Verfassungsbruch des Königs von Hannover protestiert haben? Da sie daraufhin ihre Stelle an der Universität Göttingen verloren und sie in Geldnöten waren widmeten sie sich dem Projekt der Herstellung eines “Deutschen Wörterbuchs” und legten damit den Grundstein für die Germanistik.
Weitere Informationen findet Ihr hier:

Brüder Grimm Privat

Grimm Märchen

Plakat Brüder Grimm

Autorenlesung mit Heiko Wolz für Spitzenreiter bei Antolin

Schon zum zweiten Mal wurden die eifrigsten Leser unter den Fünftklässlern – ermittelt über die Leseförderungs-Plattform Antolin –  mit einer Autorenlesung von Heiko Wolz belohnt. So durften sich die 5a und 5d in einer Doppelstunde auf ganz besondere Weise unterhalten lassen.

Dieses Mal las der junge vierfache Vater aus dem Buch „Albert Zweistein“, in dem der gleichnamige Held per Zeitkapsel im alten Rom landet und dort mit Cäsar und Konsorten Bekanntschaft macht. Die Mischung aus Geschichtswissen und Klamauk („Alea iacta est“ – Die Würfel sind gefallen, nämlich aus Alberts glitschigen Händen ins Wasser der Therme) sorgte für aufmerksame und amüsierte Gesichter.

Doch das Vorlesen dauerte gar nicht so lang, denn der Autor stellte auch seine vielen weiteren Kinderbücher vor und erzählte dabei aus seinem Schriftstellerleben, wozu ihn die Schüler mit sehr zahlreichen und richtig guten Fragen animierten. Sie erfuhren, wie ein Buch entsteht, wie wenig vom Ladenpreis für den Autor abfällt, wer die Zeichnungen anfertigt und wie lange Wolz an einem Werk schreibt. Sehr kurzweilig waren die animierten Bilder und Filme, die das Ganze noch veranschaulichten.

Dass der Schriftsteller auch Pädagoge ist, bewiesen ein paar turbulente Auflockerungsübungen mit den Kindern, bevor es in die nächste Runde ging: Das gemeinsame Erfinden einer ulkigen Geschichte, diesmal über den hosenträgertragenden und pupsenden Horst (alles Schülerideen!), dessen Leben natürlich vom Schriftsteller gleich in Szene gesetzt wurde.

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Das war nicht nur äußerst witzig, sondern vermittelte auch gleichzeitig, mit welchen Tricks ein Autor an eine Story herangeht.

Zum Abschluss der gelungenen Vorführung konnte sich jeder Schüler ein Autogramm abholen.

Keine Frage, dass wir Herrn Wolz nächstes Jahr auch wieder einladen werden, und wir sind gespannt, wie viele neue Bücher er bis dahin im Gepäck hat.

Ballade “Der Zauberlehrling”

Die Klasse 7a hat zu der Ballade “Der Zauberlehrling” von Johann Wolfgang von Goethe die Inhalte im Rahmen einer produktionsorientierten Beschäftigung mit der Thematik bildlich umgesetzt. Ausgewählte Bilder können Sie HIER einsehen.

Fachschaft Deutsch

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Schülermedientag – FDG auf den Spuren des NSU

Über 5 Jahre dauerte der Prozess gegen den sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund, eine Gruppe aus drei rechtsextremen Mördern, die zwischen 2000 und 2007 neun Mitbürger migrantischer Herkunft und eine Polizistin ermordet hatten. Über diesen und weitere Prozesse, so auch über den Mordfall Walter Lübcke, hat Annette Ramelsberger als Journalistin für die Süddeutsche Zeitung berichtet.
Anlässlich der diesjährigen Schülermedienwoche teilte die Gerichtsreporterin in einem Livetalk ihre Erfahrungen mit Schüler:innen aus ganz Bayern, unter anderem der 9pe des Friedrich-Dessauer Gymnasiums Aschaffenburg. Die Medienwoche wird jedes Jahr von der Bayrischen Landeszentrale für politische Bildung, dem bayerischen Rundfunk sowie zahlreichen privaten Medienhäusern ausgerichtet.
Im Verlauf des Gesprächs zum Thema „Rechtsextremer Terror – Demokratie in Gefahr” thematisierte die Korrespondentin die Verbreitung rechtextremen Gedankenguts im Internet und im eigenen Umfeld. Dabei gab sie auch Tipps, wie man sich dagegen wehren kann. Besonders betont Ramelsberger, dass auf fremdenfeindliche, antisemitische oder anders verächtlich machende Kommentare sofort Widerspruch folgen müsse. Sonst fühlten sich die Betreffenden durch fehlenden Widerspruch in ihrer Meinung bestätigt und von der schweigenden Mehrheit anerkannt. Über den Prozess gegen Beate Zschäpe als letztes Mitglied des Nationalsozialistischen Untergrundes, mit 5 Jahren und 2 Monaten der längste Prozess ihrer Laufbahn, hat sie sogar ein Buch geschrieben. Im Gespräch berichtete sie außerdem von persönlichen Erfahrungen, die sie bei ihrer Arbeit als Gerichtskorrespondentin gemacht hat. So bekommen Reporter vor Verhandlungen beispielsweise oft Einschüchterungsschreiben von Anwälten, um die Berichterstattung zu stören. Für große Verlagshäuser sei das kein Problem, aber für kleine Regionalblätter oft genug Grund, aus Angst vor Rechtsstreitigkeiten und hoher Kosten, nicht zu berichten. Eine weitere unangenehme Erfahrung, die Ramelsberger im Gerichtssaal machen musste, seien Rechtsextreme auf den Tribünen des Gerichtssaals gewesen, die Journalisten bei ihrer Berichterstattung beobachteten, bedrängten und bei dem überraschend geringen Strafmaß in Jubelschreie ausbrachen.
Erst vor wenigen Monaten begleitete die Journalistin den Prozess gegen den Mörder an Walter Lübcke. Eine, während Corona, wie die Korrespondentin schilderte, nicht immer einfache Aufgabe. Um einen der wenigen begrenzten Plätze für Journalisten bei der Verhandlung zu ergattern, habe sie vor Beginn des Prozesses bereits mitten in der Nacht, auf einem Campingstuhl vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt in der Warteschlage ausharren müssen. Aktuelle Bedrohungen sieht Ramelsberger vor allem in Demonstrationen und Bewegungen wie den Querdenkern, bei denen sich Rechtsextreme an breitere sogenannte “bürgerliche” Bevölkerungsgruppen anhängen und damit rechtsextremes Gedankengut weiterverbreiten können. Schließend plädierte Ramelsberger für mehr Sensibilität gegenüber Hass und Hetze in den sozialen Netzwerken. Aus Worten könnten leicht Taten folgen. Außerdem forderte sie ihre Zuhörer auf, sich für die gemeinsame Demokratie und Gesellschaft einzusetzen.
Die Veranstaltung hat uns gut gefallen, weil es sehr interessant war zu hören, wie Journalist:innen arbeiten und welche Aufgaben diese zu bewältigen haben. Außerdem konnte man über ein paralleles Programm Fragen an die Korrespondentin stellen. Gerade jetzt im Homeschooling bietet es sich an, im Unterricht an einer dieser Talkshows im Rahmen einer Unterrichtsstunde teilzunehmen.
©Jonas Glaser, Jesaja Bauer 9pe

Eine harte Entscheidung – Sieger des Vorlesewettbewerbs gekürt

Am 03.12.2020 fand der Vorlesewettbewerb der 6. Klassen statt, bei dem unser Schulsieger gekürt werden sollte. Da wir wegen Corona besonders auf die Einhaltung der AHA-Regeln achten mussten, gab es in diesem Jahr leider keine Zuhörerklasse und auch die zweitplatzierten Klassensieger konnten dieses Mal bei der Endausscheidung nicht als Zuhörer dabei sein.
Trotz dauerhaft zu tragendem Mundschutz waren unsere Klassensieger bei ihrem Vorlesen gut zu verstehen und nahmen die Jury mit auf so manch spannende und lustige Schnupperreise in verschiedene Bücher. Vom Buchklassiker „Das doppelte Lottchen“ von Erich Kästner reichte die Auswahl bis zu einem Ausschnitt aus Jochen Tills „Lucifer Junior“, bei der es ausführlich ums Rülpsen ging.
Aus folgenden Büchern wurde gelesen:
• Erich Kästner: Das Doppelte Lottchen
• Jochen Till: Lucifer Junior – Zu gut für die Hölle
• Katja Brandis: Seawalker – Wilde wellen
• Boris Pfeifer: Die drei ??? – Bundesliga-Alarm
• Tanya Stewner: Alea Aquarius
• Anne Becker: Die beste Bahn meines Lebens
• Isabell Abedi: Unter der Geisterbahn
Lustigerweise fiel die Wahl für den unbekannten Text, aus dem gelesen werden sollte, ebenfalls auf ein Werk Erich Kästners: Pünktchen und Anton. Hier machten es die Vorleser der Jury wieder besonders schwer, denn alle sieben lasen auf einem sehr hohen Niveau in Bezug auf Fehlerfreiheit und Ausgestaltung. Es war eine reine Freude zuzuhören. Am Ende stand Emil Bartosch aus der 6s als Schulsieger fest, der das FDG 2021 auf Stadt- und Kreisebene vertreten wird. Dafür drückt ihm die ganze Schulfamilie natürlich feste die Daumen!
Vielen Dank an die teilnehmenden Schüler, Kollegen und die Jury!
C. Fischer und B. Koller

Lesen macht Spaß – und Vorlesen auch!!

Dies bewiesen am 08.12.2015 die Vortragenden und Zuhörer des diesjährigen Vorlesewettbewerbs. Es ging darum, den Schulsieger zu küren. Jede der 6. Klassen schickte ihren zuvor ermittelten Klassensieger ins Rennen.

Die Vorträge waren allesamt von hoher Qualität und es bereitete den Zuhörern Vergnügen, den spannenden und mitreißenden Darbietungen zu lauschen. Gelesen wurde aus folgenden Lieblingsbüchern:

6a        Laurenz Stegmann: Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen

6b        Leonit Shabani: Die drei ??? Kids – Fußballgötter

6c        Luca Hübner: Die Wanze

6d        Leon Navratil: Harry Potter und der Stein der Weisen

6e        Josephine Hartmann: Die Kinder aus Bullerbü

6f        Kim Hummel: Die drei !!! – Skaterfieber

Doch damit nicht genug. Damit sich ein richtiges Wettbewerbs-Gefühl einstellen konnte, fugierte die Klasse 5d als Publikum, das sehr konzentriert den ausgewählten Lesestellen der Älteren lauschte. Ein großer Dank geht an die Jury, die von Mitgliedern des P-Seminars „Journalistisches Schreiben“ gestellt wurde. Die Zwölftklässler/-innen machten sich fleißig Notizen und berieten im Anschluss engagiert, um einen Sieger zu finden.

Souverän überzeugt hat sowohl mit ihrem selbst gewählten Buch als auch beim Lesen eines unvorbereiteten Textes Josephine Hartmann. Sie darf sich neben den Urkunden, die jeder Klassensieger bekam auch über einen Buchgutschein freuen.

Wir drücken ihr für den Stadtentscheid fest die Daumen!

C. Fischer und B. Koller

VorlesewettbewerbDeutsch2015Einzel

Sommer in der Stadt – Stadtschreiber in Aschaffenburg

Mit dem Titel des Stadtschreibers ehrt man Autoren, die ihre Impressionen des Geschehens in einer Kommune verschriftlichen. Die Schüler der Q 11 haben versucht in Prosa- oder auch Reimform das “Sommergefühl” Aschaffenburgs in Textform einzufangen. Dazu beobachteten sie das vormittägliche Treiben an so verschiedenen Orten wie dem Mainufer oder der City Galerie und hielten auch ihre eigenen Stimmungen fest. Am Stiftsplatz stellten die einzelnen Gruppen ihre Ergebnisse schließlich vor und die Sieger wurden ermittelt.

Leseförderung am FDG

Informationen zur Leseförderung finden Sie hier und zu Antolin auf www.antolin.de.

Lehrplan Deutsch

Den Lehrplan für das Fach Deutsch finden Sie hier. Eine Übersicht zu den Deutsch-Schulaufgaben aller Jahrgangsstufen können Sie im folgenden Dokument ersehen: schulaufgabenplan-mit-mittelstufe

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