Schach

Das alte Spiel der Könige wird auch bei uns am FDG mit Leidenschaft und kühler Analyse gespielt. Mehrmals wöchentlich treffen sich mehrere Schach-AGs und brüten über raffinierten Züge, geben Tipps für Anfänger sowie Fortgeschrittene und bereiten sich auf Wettkämpfe vor. Dabei werden die Matches oft über mehrere Wochen gespielt. Mitglieder der Schach-AG haben es bei den Landesfinalen auf den ersten Platz auf dem Siegertreppchen geschafft. Betreut werden die Schachspieler von OStR Dr. Michael Schäfer. Auch externe Trainer wie Herr Fuks übernehmen Kurse. Im Rahmen der Offenen Ganztagssschule betreuen in der Mittagspause auch ältere Schüler als Mentoren schachinteressierte jüngere Schüler und leiten Sie beim Spielen an. Auch Neueinsteiger sind jederzeit herzlich willkommen!

Das Friedrich-Dessauer-Gymnasium war und ist Ausrichter der Unterfränkischen sowie der Bayerischen Schulschachmeisterschaften.

 

Hier sind täglich neue Schachaufgaben zu lösen:

Noch mehr Taktikaufgaben gibt es hier:

Und hier gibt es eine Live-Show von aktuell gespielten Blitzpartien auf dem Playchess/Chessbase-Server:

Ausstattung:
20 Bretter mit Figuren
15 Schachuhren
Demobrett
Schachsoftware und Schachliteratur
Eigener Raum für die Schach AG

Erfolge:
(Die Berichte über die jüngsten Erfolge sind auch nachzulesen in der Homepage des FDG unter Wettbewerbe oder im Archiv (zu finden über die Suchmaschine):

2016

WK IV
Unterfränkische Meisterschaft 1. Platz, Bayerische Meisterschaft 1. Platz (FDG 1)
Unterfränkische Meisterschaft 2. Platz, Bayerische Meisterschaft 5. Platz (FDG 5)
WK III:
Unterfränkische Meisterschaft 2. Platz
WK II:
Unterfränkische Meisterschaft 4. Platz
2016 – Yes2Chess
Vorrundenturniere 1. Platz
Halbfinale 1. Platz
Deutschlandfinale (Hamburg) 3. Platz
2015
WKM:
Unterfränkische Meisterschaft 1. Platz, Bayerische Meisterschaft 1. Platz
WK1:
Unterfränkische Meisterschaft 1. Platz, Bayerische Meisterschaft 8. Platz
WK3:
Unterfränkische Meisterschaft 7. Platz
WK4:
Unterfränkische Meisterschaft 1. Platz (FDG1), Unterfränkische Meisterschaft 4. Platz (FDG2), Bayerische Meisterschaft 3. Platz (FDG1)

2014
WK M:
Unterfränkische Meisterschaft 1. Platz, Bayerische Meisterschaft 1. Platz, Deutsche Meisterschaft 1. Platz
WK 2:
Unterfränkische Meisterschaft 1. Platz (FDG 1), Unterfränkische Meisterschaft 2. Platz (FDG 2), Bayerische Meisterschaft 3. Platz
WK 4:
Unterfränkische Meisterschaft 2. Platz (FDG 1), Unterfränkische Meisterschaft 5. Platz (FDG 2)

2013
WK M:
Unterfränkische Meisterschaft 1. Platz, Bayerische Meisterschaft 1. Platz, Deutsche Meisterschaft 1. Platz
WK 3:
Unterfränkische Meisterschaft 2. Platz, Bayerische Meisterschaft 1. Platz, Deutsche Meisterschaft 3. Platz
WK 4:
Unterfränkische Meisterschaft 4. Platz (FDG 1), Unterfränkische Meisterschaft 8. Platz (FDG 2), Unterfränkische Meisterschat 15. Platz (FDG 3)

2012
WK M:
Unterfränkische Meisterschaft 1. Platz, Bayerische Meisterschaft 2. Platz, Deutsche Meisterschaft 2. Platz
WK 1:
Unterfränkische Meisterschaft 2. Platz
WK 3:
Unterfränkische Meisterschaft 1. Platz (FDG 1), Unterfränkische Meisterschaft 4. Platz (FDG 2), Bayerische Meisterschaft 2. Platz, Deutsche Meisterschaft 3. Platz
WK 4:
Unterfränkische Meisterschaft 5. Platz (FDG 1), Unterfränkische Meisterschaft 14. Platz (FDG 2)

2011
WK M:
Unterfränkische Meisterschaft 1. Platz, Bayerische Meisterschaft 1. Platz, Deutsche Meisterschaft 1. Platz
WK 1:
Unterfränkische Meisterschaft 2. Platz, Bayerische Meisterschaft 4. Platz,
WK 2:
Unterfränkische Meisterschaft 1. Platz, Bayerische Meisterschaft 2. Platz
WK 4:
Unterfränkische Meisterschaft 1. Platz (FDG 1), Unterfränkische Meisterschaft 6. Platz (FDG 3), Unterfränkische Meisterschaft 9. Platz (FDG 4), Unterfränkische Meisterschaft 11. Platz (FDG 2); Bayerische Meisterschaft 2. Platz

2010
WK M:
Unterfränkische Meisterschaft 1. Platz, Bayerische Meisterschaft 3. Platz
WK 1:
Unterfränkische Meisterschaft 1. Platz, Bayerische Meisterschaft 9. Platz
WK 2:
Unterfränkische Meisterschaft 2. Platz
WK 3:
Unterfränkische Meisterschaft 1. Platz, Bayerische Meisterschaft 4. Platz
WK 4:
Unterfränkische Meisterschaft 2. Platz (FDG 1), Unterfränkische Meisterschaft 10. Platz (FDG 2)

2009
WK M:
Unterfränkische Meisterschaft 1. Platz, Bayerische Meisterschaft 1. Platz, Deutsche Meisterschaft 1. Platz

Berichte über die Erfolge:

Friedrich-Dessauer-Gymnasium – Deutscher Schulschachmeister 2011
(aus: http://www.schulschach-bayern.de/index.php?/archives/418-Friedrich-Dessauer-Gymnasium-Maedchen-sind-Deutscher-Meister.html)

Links:
Deutsche Schachjugend https://www.deutsche-schachjugend.de/schulschach.html
Schulschach in Bayern http://www.schulschach-bayern.de/
Schulschachstiftung Bayern http://schulschachstiftung.schulschach-bayern.de/

Aus: Die Welt online, 08.02.2014,
Link: http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article124647189/Schach-macht-Kinder-klug.html
Schach macht Kinder klug
Grundschüler lernen das Spiel – und schreiben nicht nur in Mathe bessere Noten
Von Rainer Grünberg
Für strategische Spiele habe sie sich eigentlich nie interessiert, erzählt Gabriele Rietow, 51. Seit sie aber als Lehrerin an der Barmbeker Grundschule Genslerstraße/Ballerstaedtweg arbeitet, muss sie es. An beiden Standorten steht Schach auf dem Stundenplan, eine Stunde pro Woche; Schach statt Mathematik, Sport, Kunst, Heimatkunde oder Musik.
An ihre erste intensivere Begegnung mit dem königlichen Spiel kann sich Rietow noch genau erinnern. Vor sechs Jahren begleitete sie Schüler der Genslerstraße zum Traditionsturnier „Linkes gegen Rechtes Alsterufer“ ins Congress Centrum am Dammtor-Bahnhof. Als die Partien begannen, sagt Rietow, „herrschte plötzlich eine Ruhe in dem riesigen Saal, wie ich sie bei Kindern in diesem Alter noch nie zuvor erlebt habe. Man hätte das Fallen einer Stecknadel hören können.“ Irgendeine Faszination muss wohl von diesem Spiel ausgehen, schwante ihr damals.
Inzwischen hat sie in Fortbildungen Schach gelernt, weiß das Regelwerk kindgerecht aufzubereiten und zu unterrichten wie Silvia Gerstel, 28, und Sandra Lengwenus, 30, die Fachleiterin für Schach an der Genslerstraße und am Ballerstaedtweg. Insgesamt 15 Kollegen vermitteln den 446 Schülern die Gangarten von König, Dame, Türme, Läufern, Springern und Bauern. Und alle sind heute fest davon überzeugt, das Richtige zu tun.
Rietow, Gerstel und Lengwenus können zahlreiche Beispiele anführen, wie sich Schach positiv auf andere Fächer auswirkt, nicht nur auf Mathematik. „Wenn wir einen Atlas aufschlagen, finden sich die Kinder viel schneller zurecht, weil sie beim Schach – Dame von d1 nach h5 – das Koordinatensystem gelernt haben“, sagt Lengwenus. Auch die sprachliche Entwicklung werde stimuliert, hat Rietow festgestellt: „Sie müssen begrifflich sauber erklären, was ihre Figuren machen. Da hilft es nicht zu sagen, irgendwo in irgendeiner Ecke passiert irgendwas. Das fordert und fördert das Ausdrucksvermögen.“ Gerstel sieht auch Fortschritte im Sozialverhalten: „Gerade Kinder, die aus herausfordernden Verhältnissen kommen, erhalten eine Bindung, sie lernen konstruktiv zu spielen. Und wer gut Schach spielt, erfährt Anerkennung von den anderen Kindern, keinen Neid.“ In beiden Schulen stehen in jedem Klassenraum drei bis vier Schachspiele. Und nicht selten nutzen die Kinder die Pausen, um die Bretter für eine Partie aufzubauen.
Schach als Fach (ohne Noten) wird derzeit an zehn Grundschulen in Deutschland gegeben. Ausgangspunkt war eine Studie des Zentrums für psychologische Diagnostik der Universität Trier. Sie lief von 2003 bis 2007 an der Olewig-Grundschule. Kinder, die in diesen vier Jahren Schach lernten, waren weit leistungsstärker als jene, die im herkömmlichen Fächerkanon unterrichtet wurden. Das Mathematik- und Leseverständnis der Schachspieler war bei einem Vergleichstest in der vierten Klasse doppelt so gut wie der Landesdurchschnitt in Rheinland-Pfalz, das Leseverständnis 2,5-mal besser, das Sprachverständnis dreimal so gut wie jenes der Nichtschachspieler.
Den Autoren der Studie fiel zudem auf, dass sich die Intelligenz der Schachspieler signifikant steigerte und leistungsschwache Schüler auffällige Fortschritte machten. Ähnliche Ergebnisse erbrachten Auswertungen des Schachunterrichts an anderen Grundschulen; zuletzt an drei Münchner Schulen, die seit 2011 von der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg in Kooperation mit dem Modus-Institut für Wirtschafts- und Sozialforschung in Bamberg evaluiert wurden.
Sie alle kommen zu demselben Schluss: Die Leistungsfähigkeit der Kinder wächst wie Aufmerksamkeit und Konzentrationsvermögen. Im Bericht zur Evaluation der Wirkung des Schulversuchs Schach an der Grundschule St. Georgen im Schwarzwald heißt es: „Der Zuwachs liegt weit über dem, was man von altersgemäßen Entwicklungen her erwarten konnte.“ Und: „Die Fehlleistungen wurden bei denen am deutlichsten reduziert, die es am notwendigsten hatten. Die Erhöhung der Konzentration geht auch daraus hervor, dass die Leistungen in den einzelnen Zeitabschnitten des jeweiligen Durchlaufs regelmäßig waren.“
Auch in der Genslerstraße sind ähnliche Phänomene zu beobachten. „Kinder denken tendenziell zu wenig“, sagt Rietow, „beim Schach lernen sie, erst mal zu überlegen und dann etwas zu tun.“ Viele Schüler, hat Lengwenus beobachtet, gingen viel strukturierter an Sachaufgaben in Mathematik und anderen Fächern heran. Dass diese Eindrücke nicht täuschen, darauf lassen Vergleichstests mit anderen Hamburger Grundschulen schließen. Genslerstraße und Ballerstaedtweg schnitten bei diesen Erhebungen weit besser ab, als es der von der Schulbehörde zugewiesene Sozialindex der Schule erwarten ließ.
Schulleiterin Monika Küsel-Pelz, 62, sucht jetzt für ihre Schule eine wissenschaftliche Begleitung, um auch für die Genslerstraße/Ballerstaedtweg das Experiment Schach als Fach auszuwerten. Bislang fehlt jedoch noch ein Sponsor.

 
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