Lernen lernen

Alle Schüler der 5. Jahrgangsstufen nehmen im Oktober/November eines jeden Schuljahres teil an einem von Fachlehrkräften sowie der Beratungslehrerin und dem Schulpsychologen geleiteten Seminar über wirkungsvolle Arbeitstechniken; die frischgebackenen Gymnasiasten lernen also das Lernen.

 

Einen Ausschnitt aus dem Programm bieten folgende Lerntipps, die unser Schulpsychologe Herr Schmitt zusammengestellt hat:

1.  Darauf solltest du bei deiner Schultasche achten:

  • Nimm nur das in die Schule mit, was du wirklich benötigst – sonst schleppst du dich unnötig ab.
  • Stelle aber sicher, dass du wirklich alles dabei hast, was du brauchst: die Dinge, die du immer benötigst (z. B. dein Mäppchen) und das Material (vor allem Bücher und Hefte), das du laut Stundenplan am jeweiligen Tag benötigst.
  • Achte darauf, dass sich dein Schreibgerät und sonstiges schulisches Werkzeug in einem guten, gebrauchsfertigen Zustand befindet.

 

2.   Das leistet ein sorgfältig, übersichtlich und leserlich geführtes Hausaufgabenheft für dich:

  • Du kannst nichts vergessen, denn es ist ja alles notiert.
  • Du weißt genau, was du für welches Fach bis wann  schriftlich und mündlich zu erledigen hast.
  •  Durch die Pläne in deinem Hausaufgabenheft bist du sofort im Bilde über deinen morgigen Stundenplan und in nächster Zeit anstehende Arbeiten (Tests,  Schulaufgaben usw.).
  •  So kannst du Arbeiten gleichmäßig auf die Wochentage verteilen und Wiederholungsportionen (z. B. bei der Vorbereitung von Schulaufgaben) gleich mit einplanen.

 

3.   Lernumfeld und Arbeitsplatz:

Damit du zu Hause konzentriert lernen und arbeiten kannst, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Du brauchst einen klaren, ausgeruhten Kopf: Mache ruhig erst mal Pause, wenn du müde von der Schule nach Hause kommst! Wenn du aufgedreht bist oder dich etwas sehr beschäftigt, versuche es mit frischer Luft oder Entspannung!
  • Du brauchst Ruhe und Ungestörtheit: Lerne nach Möglichkeit allein im eigenen Zimmer! Lasse dich von nichts und niemandem bei der Arbeit stören! Vermeide Ablenkungen durch Musik, Fernsehen, Spielekonsole und Computer!
  • Du benötigst einen sinnvoll gestalteten, ordentlichen Arbeitsplatz: Richte dir einen festen Arbeitsplatz ein, wo du immer Hausaufgaben erledigst und lernst! Achte auf gute äußere Bedingungen wie gute Beleuchtung, passende Raumtemperatur und entspannte, aufrechte Sitzhaltung an einem optimal eingestellten Schreibtisch! Räume grundsätzlich alles vom Schreibtisch weg, was mit dem Lernen nichts zu tun hat! Lege nur das auf den Schreibtisch, was du gerade brauchst! Halte aber oft benötigte Hilfsmittel wie Stifte, Lineal, Zirkel usw. griffbereit! Halte weitere Hilfsmittel wie Lexika und Wörterbücher auf einem Regal in der Nähe deines Schreibtisches bereit! Setze eine Pinnwand über oder neben dem Schreibtisch als zusätzliche Organisations- und Gedächtnishilfe ein!

 

4.   Organisation der Hausaufgaben

Das sind die 7 Gebote der täglichen Hausaufgabenerledigung:

  • Finde eine für dich günstige Lernzeit am Nachmittag! Die Zeiten unmittelbar nach dem Mittagessen oder gar am späten Abend sind meist wenig geeignet.
  • Gewöhne dir eine feste Uhrzeit für den Hausaufgabenbeginn an – das hilft gegen Herumtrödeln und Aufschieben!
  • Verschaffe dir mit dem Hausaufgabenheft einen Überblick und teile dir dann deine  Hausaufgaben in sinnvolle, überschaubare Portionen (15 bis 30 Minuten) ein!
  • Fange zum Aufwärmen mit einer leichteren Aufgabe oder deinem Lieblingsfach an! Danach bist du fit für die „dicken Brocken“.
  • Schaffe Abwechslung bei der Hausaufgabenerledigung, indem du mündliche und schriftliche Aufgaben abwechselnd bearbeitest (S-M-Regel)!
  • Plane Pausen bewusst mit ein, wenn deine Arbeitszeit mehr als 45 Minuten beträgt, aber lasse dich von deiner Pausenbeschäftigung nicht aus dem Arbeiten heraus bringen!
  • Wenn deine Hausaufgabenzeit sich zu lange ausdehnt, dann kontrolliere doch mal, wie viel Zeit du für die einzelnen Aufgaben benötigst. Wenn alles sehr flott geht, kannst du noch Wiederholungsportionen unterbringen.

 

5.   Die Vorbereitung auf Schulaufgaben

  • Erfolg in Schulaufgaben setzt langfristiges und gezieltes Lernen voraus. Deshalb: Lass nicht locker, wenn du etwas nicht verstanden hast. Frage nach oder hole dir Unterstützung! Erledige zuverlässig deine Hausaufgaben und vor allem: verbessere sie auch! Finde heraus, was genau du nicht so gut beherrscht (z.B. mit Hilfe einer Fehlerstatistik zu deiner letzten Schulaufgabe) und übe gezielt in diesen Problembereichen!Wenn du (z.B. wegen Krankheit) Stunden versäumst, informiere dich genau und besorge dir gleich fehlende Arbeitsblätter und Hefteinträge!
  •  Für die einzelne Schulaufgabe kommt es auf eine rechtzeitige und planvolle Vorbereitung an. Deshalb:Beginne rechtzeitig vor der Schulaufgabe mit der Wiederholung des Stoffes! Stelle dazu mit Hilfe aller Bücher und Hefte einen Vorbereitungsplan auf, in dem du den Lernstoff gleichmäßig auf die Tage vor der Schulaufgabe verteilst! Lerne nicht zuviel auf einmal, vor allem nicht am letzten Tag!
  • Kurz vor der Schulaufgabe gilt es gelassen zu bleiben, auch wenn man natürlich  etwas aufgeregt ist, und sich selbst Mut zu machen. Dies solltest du beachten, damit du in der Schulaufgabe möglichst konzentriert arbeiten kannst: Verdirb dir nicht den notwendigen Schlaf vor der Schulaufgabe durch abendliches Lernen!Schaue am Tag der Schulaufgabe auf keinen Fall mehr in die Bücher und Hefte! Gehe Mitschülern, die Aufregung und Hektik verbreiten, aus dem Weg und versuche stattdessen, dich und andere zu beruhigen! Schreibe ruhig Spickzettel – aber lasse sie zu Hause!

 

6.   Selbststeuerung

Wenn ein Fach Spaß macht und man richtig Lust darauf hat, mehr zu erfahren oder Dinge noch besser zu können, dann läuft das Lernen wie von selbst. Was aber kannst du tun, wenn dich bestimmte schulische Inhalte nicht so begeistern? Wie kannst du sicherstellen, dass trotzdem alles Wichtige für die Schule erledigt wird? Wie behältst du selbst die Kontrolle über dein Lernen?

Hier sind 3 Rezepte:

  • Lege dir feste Angewohnheiten und gleich bleibende Routinen zu, denn diese sorgen dafür, dass du Dinge automatisch tust – auch wenn sie nicht so prickelnd sind.
  • Mach dir selbst Vorgaben in Form von Plänen, „TO-DO-Listen“ und Ähnlichem – dann kommt niemand auf die Idee, dir Vorgaben zu machen.
  • Beobachte dich selbst beim Lernen: Was klappt gut? Was lässt sich noch verbessern? Wo brauchst du vielleicht Ideen und Anstöße von außen (durch Eltern  oder Lehrkräfte)? Wenn du etwas Wichtiges erkannt hast, dann handle entsprechend!
 
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