Kunst verbindet- Kunstaktion mit Dachlatten in der Aschaffenburger Fußgängerzone

Am Samstag, dem 29. April 2017 startete um 10°°Uhr eine Kunstaktion mit Dachlatten in der Aschaffenburger Fußgängerzone.
Unter der Leitung der Kunsterzieher Sabina Grzywacz vom Friedrich-Dessauer Gymnasium und Bernd Dörig vom Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach sollten Schülerinnen und Schüler beider Schulen zusammen mit Passanten Skulpturen bauen.
Die Überraschung war bei den Kunstpädagogen, bei Frau Hench-Haupt (der Mitinitiatorin vom IG Rossmarkt) und bei der Bürgermeisterin Frau Euler sehr groß, als sich bereits zum Start der Aktion am Herstallturm sehr viele Schüler einfanden. Ausgerüstet mit Neon gelben Warnwesten mit dem Aufdruck „Vorsicht Kunst“, 300 Dachlatten und tausenden von Kabelbindern begannen Schüler aller Jahrgangsstufen von Klasse 5 bis Q12 am Bau einer gemeinsamen Skulptur.
Sehr schnell wurde allen Beteiligten klar, dass es Absprachen, Arbeitsteilung und Teamwork bedarf, um den kreativen Prozess erfolgreich in eine plastische Form zu überführen. Es wurde an vielen unterschiedlichen Stellen gebaut, ergänzt und erweitert. Bereits nach 20 Minuten schälte sich aus der verworrenen Lattenkonstruktion, die den gesamten Fußgängerüberweg zwischen Friedrichstraße und Weißenburger Straße ausfüllte, eine zimmerähnliche Architektur heraus. Zwei torförmige Öffnungen lenkten den Fußgängerstrom durch das Kunstobjekt. Die Aschaffenburger Passanten, egal ob mit Einkäufen bepackt, mit Kinderwagen, Fahrrad oder Rollator ausgestattet, erwiesen sich dabei einmal mehr als überaus entspannt, freundlich und hilfsbereit. Die Schülerinnen und Schüler waren nicht nur kreativ und interaktiv gefordert, interessierte Passanten forderten Erklärungen oder körperlich eingeschränkte Personen mussten sicher durch das Kunstwerk geleitet werden.
Als Kunstpädagogen durften wir den dynamischen Prozess beobachten, bei dem sich unbekannte Schülerinnen und Schüler jedes Alters zusammen mit Eltern und Passanten zu einem kreativen Team verbanden, sich ihre Aufgabe selbst stellten und gemeinsam meisterten. Nach nicht einmal 45 Minuten sah man nur noch stolze Gesichter bei den Zuschauern und allen Beteiligten. Alle dreihundert Dachlatten waren verbaut und ein Gruppenfoto rundete die erste Aktion ab. Die Demontage dauerte nur 10 Minuten, danach waren alle Latten transportbereit verstaut, der Platz gefegt und die Karawane setzte sich in Richtung Herstallstraße in Bewegung.
An insgesamt 5 Stationen in der Fußgängerzone wurden Plastiken in immer neuen Formen aufgebaut. Die Begeisterung aller Beteiligten war ansteckend und der stetige Wechsel von Schülern und Passanten brachte immer neue Impulse.
Wir möchten uns bei Frau Hench-Haupt, Mitinitiatorin der IG Rossmarkt, und dem Stadtmarketing für die großzügige finanzielle Unterstützung bedanken und bei Frau Bürgermeisterin Jessica Euler für ihre Anwesenheit bei der Aktion.
Unser besonderer Dank gilt jedoch allen Schülerinnen und Schülern des FDG und HSG, die ihre Freizeit geopfert und mit ihrer engagierten Teilnahme den Erfolg dieser Kunstaktion erst möglich gemacht haben.
StRin Grzywacz FDG und StR Dörig HSG

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