Jugend forscht 2019 – Teilnahme der Jufo-Sieger beim EUCYS-Wettbewerb 2019

Mit ihrem Jugend forscht Projekt „Die ASA-Therapie gegen die Ölpest“ haben Paul Kunisch und Thomas Derra (beide Q11) im Bundeswettbewerb in Chemnitz neben dem 1. Platz im Fachbereich Chemie auch eine Einladung zum internationalen europäischen Wissenschaftswettbewerb „European Contest for Young Scientists“, kurz EUCYS, erhalten.Im Folgenden schildert Thomas die Erlebnisse beim EUCYS-Wettbewerb:Vom 13. bis 18. September 2019 war es dann soweit. Wir durften nach Sofia in Bulgarien gefahren. Zusammen mit zwei anderen ausgezeichneten Projekten sind wir dort als deutsche Delegation gegen die besten Wissenschaftsprojekte Europas angetreten. Nach einem kurzen Flug über Wien sind wir in Sofia angekommen und wurden dort von unserem Studenthelper, eine nette bulgarische Studentin mit sehr guten Deutschkenntnissen, empfangen. Zuerst sind wir zwar ins Hotel gefahren, aber es gab wenig Zeit zum Ausruhen. Denn direkt im Anschluss mussten wir im Expo CenterSofia unseren Stand aufbauen. Dabei konnten wir auch schon viele der anderen Teilnehmer kennen lernen. Am Abend bekamen wir bei einer kurzen Stadtführung durch unseren Studenthelper dann einen ersten Eindruck von Bulgariens Hauptstadt.Am zweiten Tag gab es nun endlich die Möglichkeit mehr über die anderen Projekte zu erfahren und Kontakte zu knüpfen. Da insgesamt 100 internationale Wissenschaftsprojekte mit 150 Teilnehmern aus allen möglichen Themenbereichen vor Ort waren, gab es viel Neues zu lernen. An diesem Tag haben auch die Jurymitglieder angefangen, ihre „Runden zu drehen“. Im Gegensatz zum deutschen Jugend forscht Wettbewerb wurden hier Projekte verschiedenster Wissenschaften gleichzeitig miteinander verglichen. Da waren also auch historische oder medizinische Arbeiten im Rennen. So fiel es uns nicht leicht, einen Sozialkundelehrer als Jurymitglied vom Sinn eines Chemieprojektes im Allgemeinen und genau von unserem Projekt im Besonderen zu überzeugen.Ein nettes Highlight war die parallel stattfindende Aniventure Comic Con Sofia, die wir nachmittags besichtigen konnten. Der dritte Tag stand wieder vollständig im Zeichen der Jurybefragungen. Da wir nie wussten, wann die Jury an unserem Stand auftauchen würde, mussten wir ständig vor Ort sein und verbrachten die Zeit, wie den Tag zuvor, zum Großen Teil mit Warten. So hatten wir die Gelegenheit mit den anderen Teilnehmern über unsere Forschungsarbeiten diskutieren zu können.

Am vierten Tag gingen die Jurybefragungen in die Endrunde. Die Anspannung stieg, denn bis zur letzten Stunde hatte sich noch eine Jury bei uns angemeldet.Schließlich konnten wir unseren Stand abbauen und wurden im Anschluss mit dem Bus zu unserem nächsten Programmpunkt gebracht. Das sogenannte „Café Scientifique“ gab uns die Möglichkeit einer Podiumsdiskussion bekannter internationaler Wissenschaftler beizuwohnen. Zu dem Oberthema „Wissenschaft undTechnik der Zukunft“ diskutierten die Teilnehmer unter anderem auch über Fragen aus dem Publikum.Bevor wir wieder ins Hotel zurückkehrten, besuchten wir mit unserem Studenthelper und den Jugend forscht-Betreuern ein Straßencafé in der Innenstadt. So hatten wir erneut die Möglichkeit, ein bisschen mehr von Sofia zu sehen.Am fünften und letzten Tag fand in der „Bulgarian Hall“, im Zentrum von Sofia, am Morgen die Preisverleihung statt. Insgesamt wurden jeweils vier erste, zweite und dritte Preise, sowie einzelne Sonderpreise verliehen. Die deutsche Delegation war hierbei sehr erfolgreich. Neben einem Sonderpreis an Konstantin Schott ging auch eine 1. Platzierung an das Projekt „Schwebendes Skateboard“ von Felix Sewing und Alex Korocencev aus Baden-Württemberg. Paul und ich erhielten leider keinen Preis.Am Abend fand zum krönenden Abschluss dann die Farewell-Party im Grand Hotel Sofia statt. Hier konnten wir mit allen Teilnehmern nochmal unsere erfolgreiche Teilnahme gemeinsam feiern und uns voneinander verabschieden.Insgesamt war der ganze Wettbewerb eine tolle Erfahrung. Dank Jugend forscht hatten wir die Möglichkeit an so einem grandiosen Event teilnehmen zu können. Unser Dank gilt natürlich auch dem FDG und besonders unserem Betreuungslehrer Herrn Fries, ohne dessen ständige Unterstützung wir nicht so weit gekommen wären.Und was kommt im nächsten Jahr?Zwar hat es in Sofia nicht für eine Platzierung unseres Projektes gereicht, aber Paul und ich sind über Jugend forscht zur Intel ISEF, der Wissenschafts-WM, in Anaheim, Kalifornien für Mai 2020 eingeladen worden. Mit sieben anderen Projekten werden wir wieder eine deutsche Delegation bilden und Deutschland dort vertreten dürfen.

Mensa Vertretungsplan Impressum