FDG wird unterfränkischer Meister im Schulschach! 6 Pokale für unsere Teilnehmer!

„Haben Sie das mitgekriegt? Der ist mit dem Läufer dahin, dann bin ich mit dem Turm dahin, und der hat meine Dame geschlagen, aber dann bin ich mit dem Springer dorthin und Gabel und hab‘ mir dann seine wiedergeholt!“ Es ist zwar völlig unklar, was mit „dahin“ und „dorthin“ gemeint war, aber die roten Wangen und die Begeisterung des Sechstklässlers war unübersehbar: So ein Gewinn beflügelt einfach – und macht Lust auf mehr. Kein Wunder, dass er gleich wieder weg war, um bei der nächsten Partie anzutreten.
Am Samstag, 27.1., fanden am Friedrich-Dessauer-Gymnasium die Unterfränkischen Schulschach-Mannschaftsmeisterschaften statt. Auch wenn wir ganz am Rand Unterfrankens liegen, hatten wir 48 angemeldete Mannschaften, die alle in verschiedenen Wettkampfklassen gegeneinander antreten wollten. Vom Grundschulcup bis hin zur Wettkampfklasse I für die 11.- und 12.-Klässler war für jede Altersgruppe ein eigener Wettkampf möglich. In den vier Wettkampfklassen, in denen unsere Schule angetreten ist, haben wir dann erfreulicherweise auch die Hälfte aller verfügbaren Pokale geholt, nämlich gleich sechs Stück. Die Platzierungen im Einzelnen:

WK1:
2. Platz (Sindy Kail, Tim Schustek, Nicolas Fischer, Niclas Fleckenstein)
8. Platz (Karl Steinbeck, Minh Duc Hoang, Leon Orth, Joachim Nebel)

WK2:
2. Platz (Felix Rachor, Tim Ebert, Carsten Rachor, Patrick Deiters)
4. Platz (Oliver Kail, Jan Möllenkamp, Pavel Oleinikov, Alexander Voß, Johannes Voß)

WK3:
1. Platz (Jon Englert, Nina Kunisch, Gabriel Susur, Paul Scheifele)

WK4:
1. Platz (Lennart Althaus, Jan Scheifele, Tizian Schwab, Jan Ebert)
2. Platz (Jonathan Junker, Alessa Hock, Leon Holzfeind, Maksim Oleinikov, Christian Weber)
3. Platz (Christian Howeiler, Bedirhan Altunsoy, Leon Bischur, Talha Demirel)

Herzlichen Glückwunsch an all die guten und sehr guten Spieler unserer Schule, vor allem aber an die Unterfränkischen Meister in der WK3 und der WK4! Die erste Mannschaft in der WK4 hat es sogar geschafft, den ganzen Tag keine einzige Partie zu verlieren und nur eine Partie zu remisieren!

Gerade manche Kämpfe zwischen den einzelnen Mannschaften des FDG sorgten für manchen Nervenkitzel, weil die Schüler einerseits natürlich gewinnen wollten, andererseits aber auch der besseren Mannschaft nicht unbedingt die Punkte zum Sieg wegnehmen wollten. Aber jede Partie war heiß umkämpft und einfache Remis wurden nicht gegeben! Dennoch kam es auch zu einigen skurrilen Ereignissen: Der letzte Zug eines unserer Schüler schien seinen Gegner dermaßen verwirrt zu haben, dass er sein Schachmatt anerkannte, das mit Handschlag besiegelte und selbst die Uhr anhielt. Dann aber fiel es ihm plötzlich doch noch ein, startete die Uhr wieder und spielte weiter… Völlig entgegen jeglicher Regeln, was der Schiedsrichter jedoch nicht mitbekommen hatte. Unserem Schüler waren das Fair Play und die Freude am Schachspielen jedoch wichtiger als so ein einfacher Sieg und er ließ dem Gegner diese erneute Chance. Hauptsache Schach spielen und wenig Pausen – auch wenn es da ein Sportangebot in der Turnhalle gegeben hätte!!
Für die mitgereisten Eltern und Betreuer waren solche beiläufigen Szenen sicherlich genauso spannend und interessant wie die verbissenen Zweikämpfe auf dem Brett. Manche der Gäste meinten zwar, dass Aschaffenburg zu weit abseits liege und sie so eine lange Anreise haben, aber der Unterfränkische Schulschachreferent war der Auffassung, dass der Untermain sowieso schon immer eine sehr starke Schachlandschaft gewesen sei und die Anmeldezahlen und die Erfolge hier einfach wesentlich höher seien – selbst im Vergleich zu den großen Städten in Bayern.
Insgesamt war der Tag ein großer Erfolg – nicht nur, weil das FDG so viele Platzierungen erzielt hat, sondern auch, weil die Organisation, Planung und Durchführung für die ca. 300 Gäste so reibungslos lief. Ein herzliches Dankeschön an die Eltern, ohne deren intensiven und tatkräftigen Einsatz alles gar nicht möglich gewesen wäre – die zahlreichen Ideen, die vielen Kuchen, die Arbeit an den Verkaufsständen, das Einkaufen im Voraus, das Herrichten der knapp 100 Spieltische in den unterschiedlichen Zimmern am Abend vorher und das Wegräumen am Abend nach dem Turnier, und noch vieles mehr! So freuen wir uns auf nächstes Jahr, wenn wir wieder die Unterfränkische Meisterschaft und auch die Bayerische Meisterschaft austragen können.

Dr. Michael Schäfer

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