Die Digitalisierung am FDG – ein Kommentar

Wie man sich eine moderne und digitale Schule vorstellt ist Geschmackssache, doch muss man leider sagen: Das FDG hinkt bei der Digitslisierung , auch im Landkreis, hinterher. So gehört zum „deutschen Schulpreis“, einem Titel, für den sich unsere Schule beworben hat auch mehr als nur digitalisiert sein, aber der Stand der Digitalisierung ist grottig. Der Schuldige ist schwer auszumachen, das Wirrwar an Beteiligten ist grenzenlos und die Aussagen teils wirklich intransparent.

Das erste Problem könnte man bei der Ministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek finden. Im ersten Jahr hat sie nur einen Gesetzesentwurf ins Kabinett gebracht, doch noch viel auffälliger sind einige ihrer Aussagen wie „ Da ich in diesem Bereich wenige Kentnisse von Innen habe, kann ich vielleicht die richtigen Fragen stellen“ oder neulich im Bundestag zum Thema künstliche Intelligenz „ Wir sind aber auch nicht in den USA. Wir gehen einen eigenen, einen anderen Weg. Wir lassen uns von unserem christlichen Menschenbild leiten. Jeder technologische Fortschritt hat sich dahinter einzureihen.“  – ist da modernes und auch angemessenes Handeln möglich?

Auch der Digitalpakt Schule schafft es nicht, für eine komplette Digitalisierungswelle an den Schulen zu sorgen. 140.000 €, soviel bekommt im Durchschnitt jede bayerische Schule, reichen nicht. Das Digitalisierungskonzept am Fdg würde 970.000€ kosten, es wird also trotz der Zulage der Stadt nicht umgesetzt werden können. Doch auch hier gibt es Politiker, die rückschrittig denken. So brachten 2 Politker ( ödp und parteilos) des Aschaffenburger Stadtrates eine Antrag vor, in dem sie vorschlugen, die Gelder auf 100.000€ , statt der Million, zu reduzieren.

Ebenfalls der „Sachbearbeiter für Digitalisierung“ , der von der Stadtverwaltung Aschaffenburgs angestellt werden sollte ist maximal halbgar. Diese eine Vollzeitstelle soll sich um den Bedarf, das Ableiten neuer Standards, die Neuanschaffung technischer Geräte und um die Wartung an den 34 Schulen Aschaffenburgs kümmern. Wie soll das bei etwa einer Stunde pro Schule gehen? Auch die Kosten dieser verbeamteten Stelle sind hoch, schließlich wird man bis zum Lebensende unterhalten werden, Lohn und Pension wollen gedeckt werden. Hierbei stehen also die Kosten in keinem Verhältnis zum geringen Nutzen dieser Stelle.

Doch auch an unserer Schule werden die Möglichkeiten nicht ganz ausgekostet. Vergleichsweise günstige Maßnahmen werden nicht wirklich in Betracht gezogen. Powerpoint Referate werden viel zu wenig geübt, die Mehrheit der Schüler kann mit den Präsentationsprogrammen nicht richtig umgehen. Dazu fehlt das „Zehnfingerschreiben“ gänzlich. Diese kleine Abweichung vom Lehrplan wäre aufwandsarm und kostengünstig, aber durchaus sinnvoll. Stattdessen gibt es nur einen kostenpflichtigen Kurs am Nachmittag. Außerdem könnte man sich durchaus die Frage stellen, warum das Zehnfingerschreiben an der benachbarten Realschule als selbstverständlich gilt, man es für den höchsten deutschen Bildungsabschluss aber anscheinend nicht braucht.

Resümierend betrachtet wirkt also die Politik eher als Bremskeil und das bereits Mögliche wird von unserer Schule noch nicht gefördert. Trotzdem ist man bei uns bemüht, Versäumtes auszugleichen. Wir brauchen eine offene und moderne Politik, sowie kreative Ideen, um in der Zukunft nicht abgehängt zu werden.

 

 

 

 

 

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