Aktuelle Informationen aus der Junior Ingenieur Akademie

Lest hier, was es Neues zu berichten gibt. Es ist wieder spannend…

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„Ich bin Malala“ – Lektüreprojekt in der Klasse 7af (Religionslehre)

„Warum machen die Taliban das?“ – Fragen über Fragen gab es von den Siebtklässlern der Klasse 7af zu den Themen Taliban und extremistische Strömungen im Islam. Vorangegangen waren im Religionsunterricht Lerneinheiten über die Grundlagen des Islams, z. B. dessen geschichtliche Entwicklung oder die fünf Säulen dieser Weltreligion. Als aber die Sprache auf die gegenwärtige politische Situation im Mittleren Osten kam, war es schwierig für die westeuropäischen Siebtklässler, sich die Situation der Iraker, Afghanen oder Pakistani vorzustellen.

Kurzerhand beschlossen die Schüler zur Vertiefung der Thematik eine Lektüre zu lesen – und weil die Auswahl schwer fiel, einigte man sich gleich auf zwei Bücher: „Ich bin Malala“, geschrieben von der pakistanischen Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai, und „Im Meer schwimmen Krokodile“, das die Geschichte des jungen Afghanen Enaiatollah Akbari beschreibt, der sich  völlig mittellos auf der Flucht von seiner Heimat bis nach Italien durchschlagen musste.

Die Beschäftigung mit der Lektüre und dem doch eigenen Sprachduktus der Autoren vermittelte die beschriebenen Regionen als atemberaubend schöne Landschaften, als eine fremdartige und doch schätzenswerte Kultur und als Orte, an denen die Menschen unter den politischen Gegebenheiten leiden. Immer wieder wird deutlich, dass es dort um den Kampf um Macht und politisch-weltliche Vorherrschaft geht und dass der Islam als solcher nie in Frage gestellt wird. Vielmehr schöpft die Bevölkerung Kraft aus ihrem Glauben an Gott.

Beide noch jugendlichen Protagonisten haben Schlimmes durchgestanden – ein Kopfschuss als Antwort auf die Forderung nach Bildung für Mädchen und die Vertreibung von der Familie als Folge gesellschaftlicher Ausgrenzung – und doch ein Happy-End erlebt. Somit war die Lektüre nicht nur Wissensvermittlung und Leseförderung zugleich, sondern mehr noch: Es geht um die Erkenntnis, dass man immer für das Gute kämpfen muss.

Zum Schluss des Projektes präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7af die Inhalte der Lektüren sowie politische, wirtschaftliche, geografische und gesellschaftliche Fakten ihren evangelischen Mitschülern. Diese  waren eigens mit deren Lehrer, Herrn Pürckhauer, zum Zuhören und Fragenstellen gekommen. Die referierenden Schüler nutzten voller Engagement die Möglichkeit, ihre erworbenen Kenntnisse anderen zu vermitteln. Somit sind die Geschichten von Malala und Enaiatollah bei uns wieder ein Stückchen bekannter geworden.

Mathe mit allen Sinnen

Beim Projekttag für die 10. Jahrgangsstufe, der von der Fachschaft Mathematik organisiert wurde, hatten die Schüler die Aufgabe, verschiedene Stationen im mehr oder weniger verwaisten Schulhaus zu bearbeiten. Dabei stellen sich ihnen abwechslungsreiche mathematische Herausforderungen, die sie unkonventionell und mit allen Sinnen lösten.

Projekttage am FDG (2014)

Wie jedes Jahr fand auch dieses Schuljahr (2013/14) sein (Beinahe-)Ende mit den Projekttagen am 24. und 25. Juli.

Viele schöne Projekte wurden von den Fachschaften auf die Beine gestellt; so setzten die 5. Klassen eine englische Erzählung unter Anleitung der Fachschaft Kunst in ein Schattenspieltheater um, die 6. Klassen waren mit Biologie beim schon traditionellen Waldtag, Geschichte und Erdkunde organisierten eine Stadtrallye.  Die Fachschaft Deutsch und die 2. Fremdsprache übernahmen die Projekte für die 7. Jahrgangstufe.

Geld für soziale Projekte sammelten und erarbeiteten die 8. Klassen (Fachschaft Religion), indem sie z. B. ihre Hilfe an Tankstellen anboten, am nächsten Tag stellten ihnen Chemie, Physik und Informatik interessante Herausforderungen: „Wie kommt das gekochte Ei in die Flasche und wieder raus?“,  „Wie bleibt das rohe Ei beim Sturz heil?“, „Wie erzeuge ich mit Zitronen Strom?“, und vieles mehr.

Unsere 9. Klassen befanden sich die ganze Woche beim Betriebspraktikum, für das sie sich selbst eine Firma ausgesucht hatten (Betreuung  Fachschaft Wirtschaft).

Die 10. Klassen knobelten mit der Fachschaft Mathematik und bewiesen sich am zweiten Tag als zuverlässige Helfer als Begleiter der Projekte für die jüngeren Jahrgangstufe.

Herzlichen Dank für den Einsatz von allen an diesen Tagen Beteiligten!

Nadina Laucks

Spenden für die Partnerschulen in Tansania

Während der Projekttage Ende Juli sammelten Schüler der 8. Jahrgangsstufe des FDG Spenden für Partnerschulen in der Dritten Welt. Die Achtklässler putzten an Tankstellen Autoscheiben oder verpackten an Supermärkten Einkäufe. Dabei kam die stolze Summe von 4490,09 Euro zusammen.

Seit neun Jahren unterstützt das Friedrich-Dessauer-Gymnasium zwei Schulen in Tansania, eine Elementarschule in Kishuro im Nordwesten und die Makita Sec. School, ein Gymnasium in Mbinga im Süden von Tansania. Dort werden weiterhin dringend Schulausstattung sowie Lehr- und Lernmaterial benötigt, ganz besonders für den naturwissenschaftlichen Unterricht. Dank unserer Unterstützung konnten schon einige wichtige Gegenstände wie Mobiliar oder Unterrichtsutensilien angeschafft werden. Des Weiteren ermöglichen wir einigen Kindern in Kolumbien über die Stiftung „Weg der Hoffnung“ den Schulbesuch für ein Jahr.

Ein großes Dankeschön geht an unsere Partner (Edeka Märkte Stenger Würzburger Straße in Aschaffenburg und Großostheim, Tankstellen Real Horchstraße, Freie Tankstelle Schweinheim (calpam), Aral Würzburger Sraße, Hanauerstraße, Großostheim, Kleinostheim, Stockstadt, Hessol Schönbornstraße, Roth Station Stockstadter Weg) und den zahlreichen Spendern für die Hilfsbereitschaft.

 

P-Seminar Nationalitätenvielfalt am FDG 2012-2014

Schaut man sich die heutige deutsche Gesellschaft an, so kann man feststellen, dass sie aus vielen verschiedenen Nationalitäten besteht. Der „Focus“ berichtet, dass im Jahr 2012 mehr als 16,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland lebten. Dieses Phänomen kann man auch in den deutschen Schulen erkennen. Gerade das Friedrich-Dessauer-Gymnasium mit rund 1600 Schülern lässt eine große Anzahl verschiedenster Nationalitäten vermuten. Doch wo liegen die Wurzeln der FDG-Schüler? Genau dieser Frage ist das P-Seminar von Frau Sauer mit dem Titel „Nationalitätenvielfalt am FDG“ auf den Grund gegangen.

Um erste Erfahrungen und Informationen zu bekommen, haben die Schüler des P-Seminars verschiedene Besuche absolviert. Zum Beispiel haben wir Frau Anna Ehrlich im Rathaus Aschaffenburg besucht. Sie ist zuständig für die Integration von Migranten in unserer Stadt. Dort haben wir auch Fluchtgründe und Lebensumstände von Asylbewerbern und Einwanderern in Aschaffenburg kennengelernt, indem uns ein junger Mann von seinem Weg aus dem Iran nach Europa berichtet hat. Um unserer Frage nach der Herkunft möglichst genau nachzugehen, entwickelten wir einen Fragenbogen, der in jeder Klasse in unserer Schule verteilt worden ist. In diesem waren Fragen zu beantworten, wie z. B.: Besitzt du ausländische Wurzeln? Wenn ja, stammen diese von deinen Eltern oder von den Großeltern? Auch die Frage nach dem eigenen Geburtsort musste in unserem Fragebogen beantwortet werden. Zudem auch, ob man aufgrund seiner ausländischen Wurzeln Probleme in der Schule hat.

Nachdem jeder Schüler in unserer Schule befragt worden ist, ging es an die Auswertung. Mit verschiedenen bildlichen Darstellungen haben wir die einzelnen Klassen ausgewertet und im Kurs präsentiert. Die Ergebnisse waren sehr interessant. Wir konnten feststellen, dass viele Schüler ausländische Wurzeln haben. (Die meisten kamen aus Russland, Polen und der Türkei). Weiterhin ist aufgefallen, dass trotz ausländischer Wurzeln die Schüler selbst meistens in Deutschland geboren sind. Laut unserer Auswertung haben 36% der Schüler des Friedrich-Dessauer Gymnasiums einen Migrationshintergrund. Überraschenderweise besuchen immer mehr ausländische Schüler unser Gymnasium. In der Unterstufe sind 16% der Schülerinnen und Schüler mit ausländischen Wurzeln, wohingegen der prozentuale Anteil der ausländischen Schülern in der Oberstufe nur 6% beträgt.
Zu den Problemen aufgrund des Migrationshintergrundes haben wir herausgefunden, dass meist Sprach- und Verständnisschwierigkeiten den Schülern Probleme verursachen. Mit unserem Seminar „Nationalitätenvielfalt am FDG“ wurde zum ersten Mal eine solche Auswertung durchgeführt. Am Ende haben wir unsere Ergebnisse auf einer großen Tafel dokumentiert.

Christina Fecher

 

Aktion „Jung schreibt Alt“

Die Aktion „Jung schreibt „Alt“ findet immer kurz vor Weihnachten im Religionsunterricht bei den Schülerinnen und Schülern der 5. sowie 6. Klassen statt und erfährt jährlich großen Zuspruch.

Viele ältere Menschen feiern das Weihnachstfest in Seniorenheimen, manche fern von ihren Angehörigen. Da dieses Fest eines ist, bei dem man sich bewusst den Mitmenschen zuwendet, bietet es sich an, den Senioren Aufmerksamkeit zu schenken.

Den Schülern bzw. Kindern bereitet es große Freude, älteren Menschen, die sie gar nicht kennen, eine Weihnachtskarte zu schreiben, sie kunstvoll zu gestalten und etwas zu basteln, um ihnen eine kleine Freude zu bereiten. Manche Schüler erhielten sogar eine Antwort, ein Dankeschön oder eine Einladung in eines der Seniorenheime, denen wir die Weihnachtsgrüße senden dürfen.

R. Pürckhauer

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Projekttag Wald

Alle Schüler der 6. Jahrgangsstufen nehmen am Ende des Schuljahres am Projekttag Wald teil. Die Fachschaft Biologie zaubert dazu einen Erlebnisparcours in die Haibacher Schweiz, wo die Schüler den Lebensraum Wald an verschiedenen Stationen eigenständig erkunden können. Ziel ist es, den Wald mit allen Sinnen zu erleben und somit neue Zugänge zur Natur zu eröffnen.

Spenden für Partnerschulen in Tansania

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Spenden für die Partnerschulen in Tansania

Seit über zehn Jahren unterhält das Friedrich-Dessauer-Gymnasium Kontakt zur Makita Sec. School, einem großen Gymnasium in Mbinga im Süden von Tansania. Dort werden dringend Lehr- und Lernmaterialien benötigt.

Deshalb organisieren die Lehrkräfte der Fachschaft Religion immer wieder Benefizaktionen.

An einem der Projekttage im Juli haben alle Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe, die Afrika im Geographieunterricht kennengelernt haben, für eine kleine Spende an zehn Tankstellen Autoscheiben geputzt oder an einem von dreizehn beteiligten Supermärkten Einkäufe verpackt. Denn das sind Tätigkeiten, mit denen viele Jugendliche in den Entwicklungsländern ihren Lebensunterhalt und oft auch den ihrer Familien sichern müssen. Wir zeigen mit diesen Dienstleistungen unsere Solidarität mit den Armen.

Insgesamt konnten wir eine Summe von über Zehntausend Euro an die Partnerschaftsbeauftragten der Schule überweisen. In Mbinga wurden von unserer Spende Tische und Stühle für mehrere Klassen angeschafft werden. Die Freude darüber war riesengroß, was viele Emails und Photos bewiesen.

 

JIA@FDG

Das Friedrich-Dessauer-Gymnasium ist nun Junior-Ingenieur-Akademie.

Lies mich! – Ein Projekt des P-Seminars „Journalistisches Arbeiten“

Das P-Seminar „Journalistisches Arbeiten“ hat vom Februar 2014 bis Januar 2015 zum zweiten Mal am Projekt „Jugend schreibt“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung teilgenommen. Die Schülerinnen und Schüler des Seminars haben unter anderem  Reportagen zu selbstgewählten Themen verfasst. Hier eine Auswahl der Beiträge. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Anke Jäger, Leitung des P-Seminars „Journalistisches Arbeiten“

1 „Man ist immer ein Idiot.“ Über die Arbeit eines Schiedsrichters. Von Marc Garbella

2 Schock bei den chinesischen Gärtnern – Weihnachten in China. Von Sophia Reidl

3 Stress im G8? – „Davon habe ich noch nicht viel gemerkt!“ Von Franz-Josef Jaklin

4 Cosplay – in einem Wort Freiheit. Von Eileen Kammer

5 „Ich lebe meinen Traum. Aus dem Leben eines Profihandballers. Von Andreas Keck

6 Winfield High School – Ausnahme oder Zukunftsvision? Ein Auslandsjahr in West Virginia. Von Samantha Shaffer

7  Für Großdeutschlands Reichshauptstadt. Über einen Neonazi-Aussteiger. Von David Sommer

8 Ehrenamt in der Feuerwehr – Unvorstellbar für junge Leute? Von Andreas Schmid

9 Süßes Blut bringt Probleme mit sich – Diabetes bei Jugendlichen. Von Beyza Bayraktar

10 Schlaganfall, was dann? Aus Sicht eines Angehörigen. Von Florian Flügel

11 Der Mann mit dem Schnapsflaschen im Rücken. Barkeeper im Locanda. Von Stefan Müller

12 Den Traum zum Beruf machen – Der Weg eines Musikers zur Berühmtheit. Von Leon Hirsch

 

Stadtrallye: Die 6. Klassen des FDGs erkunden Aschaffenburg

Am 24. und 25.7 erkundeten die 6. Klassen des FDGs, ausgestattet mit einem Kompass, einem Stadtplan und spannenden Fragen rund um Aschaffenburgs Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten, ihre Heimatstadt. Die Schülerinnen und Schüler trafen sich bereits um 8.15 Uhr und lösten anschließend in Kleingruppen knifflige Aufgaben aus den Bereichen Geschichte und Geographie.

Sie erledigten eifrig vielfältige Aufträge, z.B. das Bestimmen von Himmelsrichtungen mithilfe des Kompasses, das Kartieren der City Galerie in einer Grundrissskizze, einzelne Maßstabsrechnungen sowie das Entnehmen von Informationen historischer Denkmäler.

Nach einer kleinen Mittagspause zeichneten sie zum Abschluss den Verlauf des Mains nach und kamen schließlich, nachdem sie alle 13 Stationen absolviert hatten, wieder an ihrem Zielpunkt, dem FDG, an.

Projekttage – Geschichte trifft Geographie

An zwei Tagen im Jahr findet am FDG kein regulärer Unterricht statt, sondern in den sogenannten Projekttagen können die Schüler Wissen auf eine ganz andere Art erwerben: sei es auf Exkursionen, sei es bei Experimenten in der Schule,… Die 6. Klassen waren aufgeteilt: ein Tag Walderkundung, ein Tag Stadterkundung. In Zusammenarbeit der beiden Fächer Geographie und Geschichte wurde eine Stadtrallye durchgeführt, wobei die Schüler selbstständig mit Kompass und Karte eine festgelegte Route finden und ablaufen mussten und zahlreiche Aufgaben zu erledigen hatten. Dabei wurden fast alle historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt abgelaufen, die wirtschaftliche und geographische Situation der Stadt erforscht und – natürlich – auch ein Eis geschleckt. Nach etlichen Stunden dann lösten die Lehrer die Ergebnisse auf. Auf die Fähigkeiten unserer Schüler können wir wirklich stolz sein!

Du bestimmst dein Schicksal

Eine Geschichte, deren Fortgang du selbst bestimmst, findest du hier.

P-Seminar-Projekt – Menschen sind mehr als „Winner oder Loser“

Im Rahmen dieses P- Seminares unternahmen die SchülerInnen verschiedene Exkursionen zu Menschen, die oft am Rande unserer Gesellschaft leben, um einen Einblick in deren Lebenssituation zu gewinnen. Unter anderem nahmen die Schüler an einer Führung „Orte der Armut“ in Aschaffenburg teil. Frau Will von der Diakonie führte die Gruppe zwei Stunden lang durch Aschaffenburg zu Orten, wo Armut im Alltag anzutreffen ist. So wurde jedem bewusst, dass Armut mitten unter uns wahrzunehmen ist, wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht.

Auch besuchten die Schüler/innen die Dorfgemeinschaft Hohenroth bei Rieneck, wo Menschen mit Behinderung in Wohngruppen zusammenleben und betreut werden. Sie gehen regelmäßig einer Arbeit nach und bringen sich je nach ihren Fähigkeit und Möglichkeiten z.B. in der Landwirtschaft, Weberei, oder Schreinerei ein und können so ein erfülltes und sinnvolles Leben in Gemeinschaft führen.

Momentan führen die SchülerInnen verschiedene Projekte durch, unter anderem bei der Lebenshilfe in Stockstadt und mit Kindern im Asylantenwohnheim in Aschaffenburg.

Aus der Werkstatt für behinderte Menschen in Stockstadt kamen Sabrina und Anastasia mit folgenden Eindrücken zurück: „Die Menschen mit Behinderung sind sehr aufgeschlossen und freundlich. In der Werkstatt herrscht eine tolle Atmosphäre und Gruppendynamik, denn alle verstehen sich dort sehr gut, egal ob jung oder alt, ob Mann oder Frau. Wir wurden äußerst herzlich aufgenommen und von verschiedenen Menschen in unterschiedliche Gespräche zu allen erdenklichen Themen verwickelt.

Im Asylantenheim in Aschaffenburg hatten Erika, Jessica und Justin einen Bastelnachmittag mit Kindern geplant.
„Dort angekommen wurden wir erst einmal recht herzlich begrüßt. Der Raum füllte sich schnell mit Kindern und Jugendlichen, die gerne basteln wollten. Wir hatten für Essen und Trinken gesorgt, worüber sich die Kinder gefreut haben. Jedoch haben wir schnell gemerkt, dass der Umgangston unter ihnen recht harsch ist und auch Kraftausdrücke keine Seltenheit sind. Der Umgang mit uns war sehr herzlich und die Kinder haben viel von sich und ihrer Geschichte erzählt. Zusammenfassend kann man sagen, dass das Projekt auf jeden Fall eine Erfahrung wert war.“

R. Pürckhauer

 

Beim Leben meiner Schwester

Die 10b hat im Deutschunterricht den 470 Seiten langen Roman „Beim Leben meiner Schwester“ von Jodi Picoult als Lektüre gewählt. Er erzählt die Geschichte einer Familie, in der ein totkrankes Mädchen durch die Geburt seiner im Reagenzglas gezeugten Schwester von seiner Krankheit geheilt werden soll. Den besonderen Reiz des Buches, das man in der Schulbibliothek ausleihen kann und das auch verfilmt wurde, macht die zwischen verschiedenen Personen wechselnde Erzählperspektive aus.
Schüler/innen der 10b haben sich kreativ mit dem Roman befasst und unter anderem eine letzte Wortmeldung der Protagonistin Anna verfasst. Hier ein toll gelungenes Beispiel:

ANNA

Ich sehe Kate. Ich sehe Jesse. Ich sehe Mom und Dad. Ich sehe sie alle. Ich höre, wenn sie an mich denken. Und ich weiß: Eines Tages werde ich nichts mehr hören. Aber ich werde nicht traurig sein. Niemand hier ist traurig. Ich glaube, dass wir hier alles erst durch den Tod verstehen. Wir verstehen, warum es geschehen ist, und wir akzeptieren es. Dennoch leben wir weiter. Wir leben in den Erinnerungen derjenigen, die uns liebten, und sie bewahren sie in ihren Herzen wie kostbare Schätze. Und jeder hat einen anderen Schatz. Mom kommt noch jeden Tag zu meinem Grab. Am Anfang ist die Kerze, die sie entzündet hat, sofort wieder von ihren Tränen gelöscht worden. Jetzt bleibt sie an. Dad sieht mich dagegen in den Sternen. Ich sehe ihn, wenn er abends nach Andromeda sucht. Er hört erst auf zu schluchzen, wenn er mich gefunden hat. Ich glaube, er ist der einzige, der weiß, dass ich ihn sehen kann. Und dann Jesse. Alle denken, er hat sich verändert, und sind stolz auf ihn. Ich bin es auch, aber ich wusste schon immer, dass er es kann. Ich war überrascht, dass er es ist, der am meisten an mich denkt. Jede Nacht, bevor er einschläft, denkt er an denselben Satz: Danke für alles, Anna. Kate hast du am Leben erhalten, aber mich hast du wiederbelebt. Es ist merkwürdig, von allem werde ich wohl diesen Satz am meisten vermissen, wenn er eines Tages verstummen wird. Bleibt noch Kate. Ich sehe mich oft selbst in ihr. Die Selbstverachtung, weil man die Schwester nicht retten konnte, aber auch den Wunsch weiterzuleben, obwohl ich tot bin. Ich wünsche mir, dass sie irgendwann nur noch an den Spaß, den wir hatten, und an nichts anderen denken wird, wenn sie meinen Namen sagt. Ich wünsche mir, dass sie glücklich ist. Ich wünsche mir, dass sie weiß, dass Taylor bei mir ist und wir zusammen zu ihr hinunter schauen und dass wir nichts bereuen. Niemals.

Hannah Patalong 10b

Les(e)bar!

Alle Schüler und Lehrer aufgepasst: Habt ihr ein Buch gelesen, das euch gefällt, und wollt den (Geheim-)Tipp weitergeben?  Habt ihr einen Text kreiert, der sich zu lesen lohnt? – In der Les(e)bar habt ihr die Möglichkeit, eine Rezension mit Zitaten aus der Lektüre oder eigene Texte einzustellen. Schickt einfach an die Homepage-AG euren Text oder gebt ihn eurem Lehrer zur Weiterleitung an uns.

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