Schüleraustausch mit Triest – Ein Bericht

Am Sonntag, 09.03.2014, war es endlich soweit. Wir standen alle voller Erwartung am Parkplatz der Schule und hielten Ausschau nach dem italienischen Bus. Als unsere Gäste aus Triest endlich angekommen waren, sind wir sofort aufeinander zugegangen und es war von Anfang an ein sehr freundlicher und herzlicher Umgang. Da unsere Gäste eine sehr lange Reise hinter sich hatten, haben wir schnell unsere Partner bzw. Partnerin geschnappt und sind nach Hause gefahren.

Am nächsten Tag mussten wir alle gleich wieder früh raus, da wir, zusammen mit den italienischen Schülern, in die Schule mussten. Sie waren erstaunt über so manches Fach, da dort zum Beispiel Erdkunde oder Geschichte gar unterrichtet wird. Nachmittags waren wir in Aschaffenburg. Unsere Gäste hatten eine Führung, bei der sie das Schloss und die Innenstadt besichtigt haben. Danach wurden sie von uns wieder abgeholt und wir konnten den Rest des Tages selbst gestalten.

Am Dienstag war unser großer gemeinsamer Ausflug. Wir sind mit dem Zug nach Würzburg gefahren. Während die Italiener eine Führung in der Residenz hatten, wurden wir von Herrn Krenz und Herrn Schwaderer durch Würzburg begleitet. Dort haben wir die verschieden Gebäude, wie zum Beispiel den Dom, besichtigt, die in verschieden Epochen gebaut wurden. Da beide Lehrkräfte lange Zeit in Würzburg gewohnt haben, konnten sie uns viel erzählen. Danach sind wir zum Käppele gelaufen. Dort hatten wir einen atemberaubenden Ausblick auf ganz Würzburg. Während ein Teil anschließend nach Hause gefahren ist, blieb der andere Teil noch in Würzburg, um ein bisschen zu bummeln, ein Eis zu essen oder das zu tun, worauf man Lust hatte.

Am Mittwoch wurden unsere Gäste dann im Rathaus von Bürgermeister Werner Elsässer begrüßt und anschließend ging es mit Herrn Schwaderer nach Frankfurt. Leider konnten wir nicht mitfahren, da wir Unterricht hatten. Am Abend hatten wir wieder Zeit, um selbst etwas zu unternehmen. Die wurde auch von jedem genutzt, da die Italiener sehr daran interessiert waren, was wir abends unternehmen.

Für den Donnerstag hatte Frau Kuhn für unsere Gäste eine Exkursion nach Bamberg organisiert. Dort haben sie sehr viele Kirchen und Gebäude aus der Barockzeit besichtigt – was für die italienischen Schüler bereichernd gewesen ist, da sie sich im Unterricht auf diese Zeit spezialisiert haben. Wir Gastgeber gingen in die Schule.

Am Freitag haben die Italiener unseren Unterricht ein zweites Mal besucht. Besonders die Pausen und die Stunde Musik, in der viel gesungen wurde, waren sehr lustig. Wir erfuhren, dass man in Italien auch das Fach Musik nicht hat.  Nach der sechsten Stunde hatten wir dann Zeit zur freien Verfügung bis zum Abschiedsfest am Abend. Dort gab es selbst zubereitete Speisen und von Herrn Krenz und Herrn Schwaderer organisierte Spiele. Da es der letzte Abend war, sind wir danach alle zusammen nach Nilkheim und haben so den Tag ausklingen lassen.

Am Samstag hieß es dann früh aufstehen und ab zum Bus. Sehr traurig war keiner, da wir uns ja schon nach den Osterferien wiedersehen.  Nachdem sich unsere Gäste verabschiedet hatten, ist jeder nach Hause gefahren und hat geschlafen, da die Woche doch ganz schön anstrengend war. Es war eine wunderschöne Zeit, eine schöne Gelegenheit Kontakte zu knüpfen und wir bedanken uns recht herzlich bei Frau Kuhn, Herrn Krenz und Herrn Schwaderer für die Organisation und vor allem dafür, dass der Austausch überhaupt zustande gekommen ist.

(Katrin Büttner, 10a)

Triest1

 

 

 

Italien

Partnerschule des FDG:

Liceo Petrarca, Trieste (www.liceopetrarcats.it)

Schon seit ein paar Jahren besteht ein Schüleraustausch mit dem Petrarca-Gymnasium in Triest.
Triest, im Nordosten Italiens und ganz nahe an der Grenze zu Slowenien gelegen, ist eine faszinierende Stadt, in der sich die Kulturen vermischen: Neben dem kulturellen Erbe aus der Zeit des österreichisch-ungarischen Kaiserreiches und den venezianischen Einflüssen spielen und spielten auch die slawischen Kulturen eine wichtige Rolle.
Schon seit jeher ist Triest eine Stadt der Schriftsteller – in der Vergangenheit sind James Joyce, Italo Svevo und Umberto Saba zu nennen. Ein bekannter zeitgenössischer Schriftsteller, den man öfters in den schönen alten Kaffeehäusern im Zentrum antreffen kann, ist der Nobelpreisträger des Jahres 2012, Claudio Magris. Mancher kennt sicher auch den deutschen Autor Veit Heinichen, dessen Krimis in Triest, seiner Wahlheimat, spielen.
Sehr reizvoll und abwechslungsreich ist die Karstlandschaft um Triest.
Unser Schüleraustausch sieht meistens, neben einem Bummel durch Triest, dem Besuch des Schlosses Miramare aus der Habsburger Zeit einen Ausflug ins nahe gelegene Venedig vor. Wir arbeiten an verschiedenen Projekten, gerne auch mit der Plattform e-Twinning. In diesem Rahmen haben wir uns bereits mit dem Thema Grenzen und Nähe über diese Grenzen hinweg befasst und auch schon einmal eine Auszeichnung gewonnen.
Wenn die Triestiner Schüler bei uns in Aschaffenburg sind, zeigen wir ihnen gerne die Städte der näheren Umgebung wie Würzburg und Frankfurt.
Inzwischen kann man sagen, dass unsere beiden Schulen durch eine echte Freundschaft verbunden sind.

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