Frankreich-Austausch 2013 – Kein Urlaub, besser!

Ein Austausch ist ein Abenteuer. Man weiß nicht, was bzw. wer kommt bzw. zu wem man kommt. Planbar ist wenig, vielleicht die Daten, in unserem Fall: Aufenthalt der Franzosen in Aschaffenburg vom 12. bis 19. April, Gegenbesuch in der Bretagne (Perros-Guirec) vom 9. bis 17. Mai. Doch auch schon die Termine sind auf das französische Schuljahr mit den langen Sommerferien, die schon Ende Juni beginnen, abgestimmt. Wettermäßig hätten die Franzosen im April das schlechtere Ende erwischen müssen, wir mit dem Wonnemonat Mai den Glücksgriff getan. Doch es kam anders. Es kommt immer anders. Doch davon später. Worauf ich hinaus will, ist, dass es eben genau diese Erfahrung ist, nämlich dass nicht alles voraussehbar ist, die einen weiterbringt, auch wenn es im ersten Moment nicht so aussieht. Es kann schon mal passieren, dass man tagelang Hummer vorgesetzt bekommt, wovon andere träumen, was einem aber nichts hilft, wenn man selber gerne Pizza essen würde. Oder dass die ganze Familie einer Zockerbude gleicht, wo Vater und Söhne ihre ganze Freizeit vor dem Computer verbringen. Oder man in einer Familie mit geschiedenen Eltern landet und ein paar Tage bei der Mutter verbringt, dann zum Vater zieht. So ist das Leben eben. Andererseits kann es auch passieren, dass es einen in ein großes Haus direkt am Meer verschlägt, die Geschwister oder die Oma des Austauschpartners sich als der Sechser im Lotto entpuppen. Das Zauberwort heißt „Anpassung“. Wer sich nicht auf die verschiedenen Situationen einstellt bzw. seine Wünsche äußert oder klipp und klar sagt, was er will, für den kann so ein Austausch schon auch zu einer Härteprobe werden. Aber für viele ist auch das eine wertvolle Erfahrung, die einen in jedem Fall weiterbringt, mehr als alle Hochglanz-Urlaube zusammen. Wie bei einer normalen Reise üblich haben auch wir Programm gemacht. Wir waren auf dem Mont Saint-Michel, in Saint-Malo, haben einen schöne Wanderung an der Côte du Granit Rose gemacht, sind mit dem Schiff zu den Sieben Inseln gefahren – so heißt übrigens auch unsere Partnerschule: Collège Les Sept- Iles, „Schule der Sieben Inseln“ schön, nicht? – einige Hartgesottene haben sogar im Meer „gebadet“, wenn man ein einmaliges Eintauchen bei 14 Grad Luft- und Wassertemperatur als Baden bezeichnen kann, aber na gut. Doch über all´ diese bekannten touristischen Aktivitäten hinaus, haben wir eben auch das Leben in einer französischen Familie kennen gelernt und konnten einen Einblick in das französische Schulleben gewinnen, wenn wir nicht wegen Störung des Unterrichts vorzeitig rausgeschmissen worden wären, gell?? Wo kann man das sonst, wenn nicht anlässlich eines Austausches. Und das Wetter? Die Franzosen hatten bei ihrem Besuch das große Los gezogen, es war der Frühling wie er im Buche steht, wir in der Bretagne sind wenigstens fast nicht nass geworden und können bestätigen, was die Redensart meint:
„Auch in der Bretagne gibt es schönes Wetter, sogar drei Mal am Tag!“

Frankreich – Perros-Guirec und Bouilly

Geschichte

In den letzten 25 Jahren hatte das FDG wechselnde Partnerschaften mit verschiedenen Schulen. Nach einer ersten stabilen und erfolgreichen Phase des Austausches mit der Schule Saint-Erembert in der Partnerstadt Aschaffenburgs Saint-Germain-en-Laye bei Paris (über zehn Jahre hinweg jedes Jahr) brach der Kontakt aufgrund der Pensionierung der verantwortlichen Kolleginnen leider ab. Eine Schule in Metz war nur für ein paar Jahre Ersatz. Ein einmaliges, aber sehr interessantes Erlebnis war der Austausch mit dem Collège in Carbon-Blanc, der Partnergemeinde Großostheims, der in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Freundeskreis organisiert wurde.

Aktuell

Seit mehreren Jahren finden im zweijährigen Wechsel Austausche mit Perros-Guirec in der  Bretagne und Bouilly in der Champagne statt. Mehrere hundert Schülerinnen und Schüler der 7. und 8.Klassen haben seitdem daran teilgenommen

Mensa Vertretungsplan Impressum