Q12 – P-Seminar „Chokoras“ spendet für Straßenkinder in Kitale

Das P-Seminar Chokoras hat nach nunmehr drei Halbjahren sein Projekt abgeschlossen. Ein Ergebnis ihres Engagements, rund 1700 Euro, die kenianischen Straßenkindern zugute kommen, wurden an die E+O Gerlach Stiftung überwiesen. Getragen werden die Ziele der E+O Gerlach Stiftung von Werner Lebert, einem Obernburger Fotografen, der die Lebensverhältnisse von Straßenkindern verbessern möchte.

„Chokora“ ist das suahelische Wort für „im Dreck wühlen“. So nennen die Kenianer die circa 300.000 Kinder, die von ihren Eltern verstoßen wurden oder diese verloren haben und seither auf der Straße leben und sich dort durchkämpfen müssen. Sie leben von Abfällen oder Diebstahl, da sie keine örtliche Unterstützung bekommen oder irgendwelche Aussichten auf einen Job haben. Trost finden sie nur im Schnüffeln von giftigem Industriekleber.

Diesen Kindern ist der Fotograf Werner Lebert auf seiner Reise durch Kenia in Kitale, einer rund 300 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Nairobi gelegenen Stadt, begegnet. Das traurige Schicksal der Jugendlichen hat ihn so sehr berührt, dass er es sich zum Ziel gesetzt hat, ihnen aus ihrer miserablen Lage zu befreien und nachhaltig zu helfen.

Viele Ziele hat er bereits verwirklicht:  Zum Beispiel fünf Straßenkinder auf eine Schule zu schicken. Dies kostet 500 Euro pro Kind im Jahr, bringt sie aber in ein reguliertes Umfeld  und gibt so noch eine Chance auf ein glückliches Leben.

Um Spenden dafür zu sammeln, hat er einen Film gedreht, den er in der Kino-Passage in Erlenbach gezeigt hat. Werner Lebert akquiriert außerdem Spenden von Firmen und organisiert Fotoausstellungen, deren Erlös an die Kinder geht.

Eine große Anzahl von Straßenkindern in Kitale unterstützt er mit Sachspenden. Er steht in Kontakt mit hiesigen Geschäften und Unternehmen, die ihm Ausschussware zukommen lassen, die er nach Kenia zukommen lässt. Die „Chokoras“ von Kitale haben so das erste Mal in ihrem Leben Schuhe getragen oder einen Schlafsack für die Nacht benutzen können.

 

Das P-Seminar „Chokoras“ des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums Aschaffenburg ist auf dieses Projekt aufmerksam geworden und hat sich vorgenommen, die Anliegen Leberts zu unterstützen. Deshalb hat das Seminar Kuchenverkäufe am Gymnasium durchgeführt und Firmen um Spenden gebeten, um so Einnahmen zu generieren. Des Weiteren haben die Schüler des Seminars mit Hilfe sozialer Netzwerke das Projekt überregional bekannt gemacht, einen Flyer entworfen und diesen in regionalen Geschäften ausgelegt. Die Schüler setzen auch nach Beendigung ihres Seminars weiterhin auf diese Multiplikatoreffekte.

Franziska, Luisa, Isabel

 

Grundwissen Ethik

Grundwissen

Jahrgangstufe 5

  • Bedingungen von Wahrnehmungen
  • Grundbedürfnisse
  • Zusammenhang von Erfolg, Freude und Glück
  • Struktur einer Regel, Goldene Regel
  • Bestandteile des Handlungsbegriffs
  • Vorzugsregeln

 

Jahrgangstufe 6

  • Bedeutung der Familie
  • Würde des Menschen, Toleranz, Verantwortung
  • Bedeutung von Vorbildern und Gruppen
  • Jüdische und christliche Glaubensvorstellungen

 

Jahrgangstufe 7

  • Rechte und Pflichten in verschiedenen Lebensaltern
  • Persönliche Identität und Freiheit
  • Gewaltfreie Konfliktlösungsmodelle
  • Islamisches Leben und Brauchtum
  • Bedeutung von Festen
  • Jüdische, christliche, islamische Feste

 

Jahrgangstufe 8

  • Sinnfindung im Alltag
  • Ursachen und Formen verfehlter Sinnorientierung
  • Verantwortung und Freundschaft
  • Formen philosophischen Argumentierens
  • Modell einer ethischen Entscheidungsfindung
  • Praktischer Syllogismus
  • Abhängigkeit des Menschen von der Natur

 

Jahrgangstufe 9

  • Der Begriff des Gewissens
  • Sinndeutung im Buddhismus und Hinduismus
  • Rollenverständnis von Mann und Frau
  • Auffassungen von Arbeit
  • Ansätze der Friedensethik

 

Jahrgangstufe 10

  • Ethische Grundpositionen der Antike (Sophisten, Sokrates)
  • Platons Höhlengleichnis, Gesellschaftsvertragstheorie (Hobbes, Rousseau, Kant)
  • Vergleich der Abrahamsreligionen zu zentralen Fragen
  • Problematik der Theodizee
  • Positionen der Religionskritik
  • Medizinethische Problemstellungen und Fallanalyse
  • Personbegriff
  • Wirtschaftsethische Grundbegriffe

 

Jahrgangstufe 11/1: Theorie und Praxis des Handelns

  • Grundbegriffe der Ethik (Handlung, Moral, Werte, Normen, naturalistischer Fehlschluss, Formen der Ethik
  • Grundpositionen philosophischer Ethik (Platon, Aristoteles, Kant, Utilitarismus, Diskursethik)
  •  Angewandte Ethik, Verantwortungsethik

 

Jahrgangstufe 11/2: Freiheit und Determination

  • Psychologie (Freud) und Soziologie (Konformität, Autorität, Sozialisation, Status, Rolle, Schicht, Gruppe)
  • Biologie (Libet, Roth, Geist-Hirn-Problematik )und Physik (Planck, Heisenberg, Chaostheorie)
  • Philosophie (Aristoteles, Hume, Kant, Sartre, epistemischer Indeterminismus, Bieri)

 

Jahrgangstufe 12/1: Recht und Gerechtigkeit

  • Grundpositionen (Naturrecht, Rechtspositivismus, kommutative und distributive Gerechtigkeit, Rawls, Kommunitarismus)
  •  Schuldbegriffe, Strafzwecke, Strafrechtstheorien
  • Politische Ethik, Menschenrechte

 

Jahrgangstufe 12/2: Sinnorientierung und Lebensgestaltung

  • Glücksvorstellungen (Aristoteles, Epikur, Stoa, empirische Glücksforschung)
  • Sinnfindungskonzepte (Frankl, gelingende Kommunikation, Levinas, Philosophie der Freundschaft)

 

Grundwissen Mathematik

Die Fachschaft Mathematik empfiehlt zum Wiederholen und Üben von Grundwissen die vier Bücher „Grundwissen Mathematik“ zum Preis von 8,95 Euro pro Buch, passend zu der von unserer Schule in den Jahrgangsstufen 5-12 eingeführten Unterrichtsreihe „Lambacher Schweizer“:

Lambacher Schweizer 5/6
Grundwissen Mathematik
Ernst Klett Verlag
ISBN 978-3-12-731165-5

Lambacher Schweizer 7/8
Grundwissen Mathematik
Ernst Klett Verlag
ISBN 978-3-12-731565-3

Lambacher Schweizer 9/10
Grundwissen Mathematik
Ernst Klett Verlag
ISBN 978-3-12-731765-7

Lambacher Schweizer 11/12
Grundwissen Mathematik
Ernst Klett Verlag
ISBN 978-3-12-732765-6

Grundwissen Englisch

Das Grundwissen Englisch für alle Jahrgangsstufen finden Sie hier.

Champagner am FDG

Um Missverständnissen vorzubeugen: ich spreche hier vom Austausch unserer Schüler mit Kindern aus der Champagne, und eigentlich heißen die Einwohner der Region Champagne-Ardenne nicht „Champagner“, sondern Champardennais. Nach der neuen Gebietsreform wird diese Region dann wahrscheinlich zur Region Champagne-Alsace-Lorraine. Aber egal, auf jeden Fall verbringen 39 junge Franzosen eine Woche in ihren Gastfamilien und genießen die deutsche Vorweihnachtszeit bei teilweise frühlingshaften Temperaturen.  Außerdem machen sie Ausflüge in die nähere Umgebung bis hin nach Würzburg, besichtigen Aschaffenburg, nehmen am Unterricht und an verschiedenen anderen Aktivitäten teil. Wie seit Jahren ist alles bestens organisiert von unserer Kollegin Birgit Frank, die auch den Kontakt zum Collège in Bouilly hergestellt hat. Unsere Schülerinnen und Schüler werden dann im (richtigen) Frühling den Gegenbesuch antreten.

Korkmodellsammlung

(Im Schloss Johannisburg befindet sich die größte Korkmodellsammlung der Welt. Dort kann man die sehr detailreichen Modelle der größten Sehenswürdigkeiten des antiken Rom bewundern, hergestellt von Carl May, dem Hofkonditor des Erzbischofs von Mainz.)

Im Namen der Fachschaft Französisch

Peter Gerl

Aschaffenburg bunt durchleuchtet – Die Familiendynastie Dessauer – Wiesner

„Aschaffenburg bunt durchleuchtet“ unter diesem Titel wurde die Dynastie der Familie Dessauer im Schönborner Hof im Zeitraum vom 5. Dezember 2014 bis zum 23. Januar 2015 dargestellt. Die Überschrift leitet sich von den Hauptmerkmalen der Familie, nämlich dem Leben in Aschaffenburg und Umgebung, „durchleuchtet“ als Symbol der Röntgenpioniere Friedrich Dessauer und Bernhard Wiesner und „bunt“ von der durch Aaron Baruch Dessauer gegründeten und zu weltweiter Bedeutung gebrachten Buntpapierfabrik, ab.
Aaron Baruch Dessauer wurde am 21. Februar 1763 in Gochsheim als Sohn eines jüdischen Gemeindevorstehers geboren. Mit 25 Jahren kam er nach Aschaffenburg, konvertierte zum katholischen Glauben und ließ sich auf den Namen Alois taufen. Anschließend wurde er Bürger und gründete 1811 sein Lebenswerk: Die Buntpapierfabrik. Zusätzlich erwarb er einige weitere Landbesitze. Besonders beeindruckend ist die Tatsache, dass er, bereits Jahrzehnte vor Bismarcks Einführung der Sozialversicherungen, in seiner Firma eine Betriebskrankenkasse eingeführt hatte. Seine Fabrik vererbte er weiter an seine vier Söhne, die diese von nun an betrieben mit Ausnahme von Franz Dessauer, der seine eigene Buntpapierfabrik 1808 in der Goldbacher Straße erbaute.
Im Stammbaum der Familie Dessauer finden sich noch viele andere für Aschaffenburg wichtige Verwandte Alois Dessauers, wie zum Beispiel die älteste Tochter Franz Dessauers, Maria, die sich mit dem Grafen von Deym verheiratete und sich engagiert für die Suppenschule einsetzte. Sie rief auch den Suppenschulball ins Leben.
Sein Sohn Philipp Dessauer übernahm die Buntpapierfabrik und wurde zweiter Ehrenbürger von Aschaffenburg. Er war der Vater des Namensgebers unserer Schule, Friedrich Dessauer. Dessen Schwester Elisabeth Dessauer heiratete den Hausarzt der Familie Bernhard Wiesner, deren gemeinsame Tochter Marilies Schleicher, die ebenfalls Ehrenbürgerin von Aschaffenburg wurde, war sehr gebildet und konnte sich aufgrund ihrer späteren Position als Landtagsabgeordnete effektiv für die von ihr eingerichtete „Lebenshilfe“ in Schmerlenbach für körperlich und geistig Behinderte einsetzen.
Ihr Vater hingegen beschäftigte sich neben seiner Tätigkeit als Arzt auch mit der Forschung im Röntgenbereich, was damals eine sehr revolutionäre Erfindung war. Er arbeitete zusammen mit seinem Schwager Friedrich Dessauer und gründete das erste Röntgeninstitut in Aschaffenburg. Dessauer war ihm dabei eine große Hilfe. Er brach sogar sein Studium ab, um am Röntgenapparat weiter zu forschen. Er gab zusammen mit Wiesner Röntgenkurse für andere, weitaus ältere, Mediziner. Im Laufe seines Lebens beschäftigte er sich mit vielen verschiedenen Themenbereichen unter anderem der Philosophie, auch war er als Politiker aktiv. Er zog später nach Frankfurt, um dort die Pfeifferwerke zu gründen. Dort beschäftigte er 1914 über 450 Mitarbeiter. Im Dritten Reich musste er aus Deutschland fliehen und gründete ein Institut in Istanbul. Doch aufgrund von Fachkräftemangel ging er in die Schweiz, um dort ebenfalls ein Institut zu gründen. 1953 kehrte er nach Deutschland zurück und erhielt einige Auszeichnungen für seine Leistungen, er wurde ebenfalls Ehrenbürger von Aschaffenburg.
Außerdem war er der Großonkel von Dr. Monika Ebert, die die Ausstellung im Schönborner Hof organisiert und selbst zusammengestellt hat. Sie reiste am 14. Januar 2015 eigens aus München an, um unserem Geschichtskurs eine einmalige Führung zu geben. Dafür sind wir ihr sehr dankbar, da wir so die Möglichkeit hatten, den Namensgeber unserer Schule – auch mit einigen persönlichen Anekdoten seines Lebens – besser kennenzulernen.

Franziska Kolb und Niklas Pothorn

Grundwissen Spanisch

Das Grundwissen für die spätbeginnende Fremdsprache Spanisch finden Sie hier: Grundwissen Spanisch

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