TEA TIME, FISH´N’CHIPS & SONNENBRAND – STUDIENFAHRT NACH ENGLAND

Zusammen mit Frau Jäger und Herrn Zahn machten wir uns mit dem Reisebus auf den Weg nach England.1_AbiUK_Jaeger_00001_iP6

Die ersten Tage verbrachten wir in einem kleinen, netten Hostel in der Stadt „Canterbury“.

Zunächst hatte jeder die Befürchtung, dass es sich hierbei um einen kleinen verlassenen Ort handle, aber bereits am ersten Tag entdeckten wir das Stadtzentrum, keine 15 Minuten von unserem Hostel entfernt. Egal ob Feinschmecker oder Modeliebhaber, jeder konnte hier seinen Lieblingsaktivitäten nachgehen.

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Außerdem wird Geschichte hier in Canterbury zum Leben erweckt:

Die Canterbury Cathedral ermöglichte es uns, mehr über die Bedeutung der Stadt zu erfahren, verbunden mit den Ereignissen um Thomas Becket, einem Erzbischof, der im Auftrag von König Heinrich II. ermordet wurde.

Wer sich gleichzeitig auch für die damalige Literatur begeistert, hatte viel Spaß in den „Canterbury Tales“ und fühlte sich zugleich ins 14. Jahrhundert zurückversetzt.

Frau Jäger zeigte uns zudem einen schönen Park entlang des Flusses, nur ein paar Minuten vom Zentrum entfernt – optimal um sich auszuruhen!

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(Vorausgesetzt man kennt den Weg und läuft keinen Umweg 😉 )

 

Eine weitere Attraktion war das Dover Castle.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten (wie dem Überwinden extrem enger Feldwege) aufgrund des großen Staus vor Dover schaffte es unser genialer Busfahrer Michi dennoch ans Ziel.

Nicht nur die unglaubliche Aussicht auf das Meer, sondern auch die interessanten Führungen machten Dover Castle zu einer unverzichtbaren Sehenswürdigkeit.

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Mit professionellen Multimedia Animationen wurden wir durch das Underground Hospital und die Secret Wartime Tunnels geführt, die die Geschehnisse der Operation Dynamo im II. Weltkrieg wieder aufleben ließen,- ein wirklich spannendes Erlebnis!

 

Wer sich lieber nach Entspannung sehnt, dem können wir alle einen Ausflug nach Ramsgate ans Meer empfehlen. Aber Achtung, der Weg entlang des Meeres endet ab der Hälfte, sodass auch wir (und unsere langen Hosen) dran glauben mussten: Ein kurzer Marsch durch das (noch) flache Wasser.

Aber bei Sonnenschein und einem wunderschönen Ausblick auf‘s Meer konnten wir alle gut damit leben.

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Wegen eines Buchungsfehlers verbrachten wir am Sonntag eine weitere Nacht im (ohnehin ansprechenderen) Canterbury YHA Hostel, was uns aber nicht davon abhielt, den geplanten Tag in London zu verbringen. Auf einer kleinen Stadttour zu Fuß konnten wir die meisten Wahrzeichen der Stadt bewundern, wie z.B. den Big Ben, Trafalgar Square und vieles mehr.

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Am nächsten Tag ging es dann endlich nach London. Unsere erste Station des Tages war die sehr nahe gelegene St Paul‘s Cathedral. Hunderte Treppenstufen und ein paar Gruppenfotos später kamen wir oben auf der Kuppel der Kathedrale an. Der Aufstieg war es aber wert, denn der Ausblick auf London ist einfach atemberaubend!

Am Abend stand Shakespeare auf dem Plan.

Als ‘groundlings’ auf den doch eher unbequemen Stehplätzen des Shakespeare’s Globe Theatre konnte man sich hervorragend in die armen Menschen zu Shakespeares Zeiten hineinversetzen. Doch letztendlich war ‘The Taming Of The Shrew’ doch für alle sehr unterhaltsam.

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Nach zwei ereignisreichen Tagen war es dann leider schon soweit:

Es ging wieder in den Reisebus auf den Weg nach Hause. Auch wenn es zu schnell vorbeiging, eins brachte sicherlich jeder nach Hause:

Tolle Erfahrungen und Erinnerungen an eine unvergessliche Woche!

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Bericht: Kim Annowski und Emilia Salg

Bilder: Anke Jäger, Amelie Lotz und Alexander Staudinger

 

Üdvözöljük! – Ungarische Gäste am FDG

18 Schülerinnen und Schüler aus Aschaffenburgs ungarischer Parnterstadt Miskolc waren Ende Juni für eine Woche bei ihren deutschen Austauschpartnern aus verschiedenen neunten Klassen zu Gast. Unsere Schulpartnerschaft mit dem dortigen Herman-Ottó-Gimnázium besteht schon seit beinahe einem Vierteljahrhundert und lebt vor allem durch den alle zwei Jahre stattfindenden Schüleraustausch.

Die ungarischen und deutschen Schüler haben in dieser Woche einige gemeinsame Ausflüge unternommen, so etwa nach Würzburg und Frankfurt, aber – auf Wunsch der Ungarn – auch zum Kreisrecyclinghof nach Stockstadt, da wir Deutschen ja international als Recyclingsweltmeister gelten. Auch die Gastfamilien haben sich sehr bemüht, den Austauschpartnern Einblicke in deutsches Familienleben und Kultur zu geben – besonders das Aschaffenburger Volksfest war für viele Ungarn ein besonderes Erlebnis.

Innerhalb nur einer Woche sind die beiden Schülergruppen zu einer schönen Gemeinschaft zusammengewachsen und haben viele Erfahrungen im Kontakt mit Gleichaltrigen aus dem jeweils anderen Land gemacht – ein einziger Wehmutstropfen war das frühe Aussscheiden der ungarischen Fußballnationalmannschaft bei der EM. Dennoch war die Stimmung so gut, dass die acht gemeinsamen Tage wie im Flug vergangen sind und der Abschied für viele Beteiligte viel zu früh kam.

Aber Schüler und Lehrer freuen sich schon sehr auf unseren Gegenbesuch im Oktober!

Sina Reusing & Christian Hoffmann

Ungarn

Chemie-Exkursion – Verzuckerungen und Gärungen bei Eder´s

Nachdem wir bei Herrn Höfler im Chemieunterricht das Thema Alkohole besprochen hatten, unternahmen wir eine Exkursion zur Eder’s Brauerei in Großostheim. Hierbei erhielten wir einen vertieften Einblick in die Produktion inklusive Abfüllen von verschiedenen Getränken.
Wir erfuhren nicht nur, dass der enzymatische Verzuckerungsprozess aus der Getreidestärke unter einer deutlich höheren Temperatur abläuft als in den Schulbüchern beschrieben, sondern auch, dass bei der alkoholischen Gärung neben Alkohol und Kohlenstoffdioxid über 500 Gärungsnebenprodukte entstehen, die über die Farbe, Bekömmlichkeit und Geschmack des Bieres entscheiden. Beeindruckt waren wir auch von der vollautomatisierten Flaschenabfüllanlage.
Zufrieden nahmen wir – mit einem Präsent (3 Eisteeflaschen) bewaffnet – den Bus zurück zur Schule.
Die Klasse bedankt sich bei Herrn Höfler für die Organisation der Exkursion und bei Herrn Junicke für die Bilder.
Klasse 10e
Auch wer bei der Exkursion nicht dabei sein konnte, kann beim Betrachten der Bilder einen guten Eindruck vom Unterrichtsgang gewinnen:

Informatik-Fahrt an das Hasso Plattner Institut

Vom 25. bis zum 27.01.2016 besuchten elf Schüler aus den Informatikkursen der Q11 und Q12 das nach einem der SAP-Gründer benannte Institut in Potsdam.

Trotz der sechs Stunden, die die Zug- und anschließende S-Bahnfahrt am Montag auf der Hinfahrt dauerte, wurde kaum einem langweilig, da bei guter Laune UNO und Schafkopf gespielt wurde. Als wir dann gegen fünf Uhr abends an der Jugendherberge eintrafen, fanden wir eine schöne und saubere Einrichtung vor, in der wir sogleich die Zimmer bezogen. Im weiteren Verlauf des Abends besichtigten wir schon weite Teile der nachtaktiven Stadt Potsdam und fanden uns in einem italienischen Restaurant zum gemeinsamen Abendessen zusammen.

Dienstags ging es schon früh los an das besagte Institut, welches nur eine kurze S-Bahnfahrt von der Herberge entfernt lag. Die Philosophie des Instituts lernten wir sehr schnell kennen: Dort wurden wir von Studenten durch die Gebäude am Campus und in das, den Algorithmen-Workshop durchziehende Spiel „Zug um Zug“, eingeführt. Daraufhin wurden uns – in zwei Teams eingeteilt – diverse Aufgaben aus der Informatik gestellt, die mit Algorithmen zu lösen waren.

am Computer

Bei richtiger Lösung des Problems wurden, entsprechend der Schwierigkeit der Aufgabe, Punkte verteilt, die zum Kaufen der Strecken nötig waren. Als die Veranstaltung um 18 Uhr beendet war, wurde der Abend zur freien Verfügung gestellt, woraufhin sich die meisten Schüler entschlossen Potsdam ein zweites Mal zu entdecken.

Am Mittwoch stand die Abfahrt an, doch zuvor musste natürlich noch Berlin besichtigt werden, was sich durch die Abfahrtszeit um 18.31 Uhr auch ergab. Also wurden die wichtigsten Plätze in Berlin besichtigt, darunter zunächst das Kanzleramt und der Reichstag.

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Anschließend bewegten wir uns in Richtung Brandenburger Tor und Holocaust-Mahnmal. Nach einer kurzen Rast im Starbucks besuchten wir den Fernsehturm und gingen nach einem längeren Marsch durch Berlin in einem Burgerladen essen. Zuletzt teilte sich die Gruppe am Kaufhaus des Westen auf. Die Rückfahrt wurde zwar durch verspätete oder gar nicht kommende Züge durch die Deutsche Bahn behindert, aber durch UNO mit Sonderregeln wieder sehr lustig.

Organisatoren: Anja Hepp, Florian Rüth

 

Autor: Julian Staab

Bilder: Alexander Staudinger

 

Skikurs – ein sehr schöner Skiurlaub

In unserem Skikurs wurde uns stets ein abwechslungsreiches Programm geboten. Gleich am ersten Abend, nachdem wir unsere Zimmer bezogen, gegessen und einen spektakulären Film zum Thema „Pistenregeln“ angeguckt hatten, testeten wir die hauseigene Rodelbahn, die uns erfolgreich auf die kommenden Schneetage einstimmen konnte.
Am nächsten Tag begann unser viertägiger Skikurs, wofür wir in verschiedene Gruppen eingeteilt wurden, Anfänger und Fortgeschrittene. Ein Großteil der Einsteiger bekam den Lift zunächst nur von weitem zu sehen. Übungen in der Ebene und „Aufsteigen“ waren angesagt, wodurch wir uns das bequeme Liftfahren erst verdienen mussten. Erschöpft, aber zufrieden wurde dann abends u. a. gemeinsam gespielt (Karten, Würfeln), gegeneinander „gematcht“ (Tischtennisturnier), in Gruppen getüftelt (Eierfall) und frische Luft geschnappt (Nachtwanderung).
Das Wochenziel, mit zahlreichen Anfängern die schwarzangehauchte Talabfahrt zu meistern, wurde erreicht. Auch alle anderen erzielten bemerkenswerte Erfolge, auf die im Skikurs der 8. Klassen aufgebaut werden können sollte. Denn doppelt hält besser!
Zwar war der Schnee zum Teil sehr schwer zu fahren, doch unsere Schutzengel und Skilehrer sorgten dafür, dass keine schwereren Verletzungen auftraten, sodass wir das wichtigste der Skikursgebote, Regel 12 (Wir verletzen uns nicht!) erfüllen konnten. Die Pisten waren sehr schön und auch sehr abwechslungsreich. Der krönende Abschluss war ein bunter Abend mit Aufführungen der verschiedenen Zimmer sowie der Disco um DJ „Dennis“. Alles in allem war es ein sehr schöner Skiurlaub.

Peter Kutscher (7b) und T. Bauer

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Auslandsfahrten

Auslandsfahrten sind besondere Ereignisse im Schülerleben. Im Rahmen der Schüleraustauschprogramme mit unseren Partnerschulen in China, Frankreich, Ungarn und Italien haben unsere Schüler die Möglichkeit andere Länder und Sitten sowie deren Sprache näher kennenzulernen. Auch die Studienfahrten der Abiturienten führen in verschiedene „Ecken“ Europas: England (sowie Schottland), Italien, Frankreich, Spanien… . Als besonders bereichernd empfanden die Oberstufenschüler ihre Studienfahrt nach Israel (Jahrgang 2012/2014).

Skikurse (Wagrain und Saalbach)

Das FDG bietet seinen Schülern jeweils in der 7. und 8. Jahrgangsstufe Skikurse an. Seit Jahren werden die Wintersportorte Wagrain und Saalbach angesteuert. In der Vergangenheit hat es sich bewährt, die Sportkenntnisse auf den Skiern, die die Siebtklässler erworben haben, im Folgejahr darauf zu vertiefen. Nicht nur der Skisport, mit dem viele Schüler erstmalig in Kontakt kommen, ist für die Schüler ein Highlight. Auch wird der Zusammenhalt der Schüler untereinander durch Aktionen der Betreuer gestärkt, sodass die Fahrten für die Schüler ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

Poole (GB)

Die Fachschaft Englisch bietet für Unterstufenschüler des FDG am Ende eines jeden Schuljahres die Möglichkeit, eine knapp zweiwöchige Sprachreise nach Poole zu unternehmen. Die dortige Sprachschule ist spezialisiert auf Sprachschüler aus verschiedenen Ländern Europas. Vormittags findet Englisch-Unterricht statt, nachmittags werden Ausflüge in die Umgebung, z. B. zu Herrenhäusern, an den Strand, nach London, unternommen. Die Teilnehmer an den Sprachkursen wohnen während ihres Aufenthaltes in der südenglischen Stadt bei Gasteltern. Dies hat den Effekt, dass unsere Schüler die Sprachkompetenz anwenden und verbessern können. Ansprechpartner sind StRin Anita Schieck und StRin Claudia Holtermann.

 

P-Seminar Fahrt zur IBM Frankfurt

Am 14.07.2016 besuchten 10 Schüler aus dem P-Seminar „Dynamische Webseitengestaltung“ die Außenstelle der IBM in Kelsterbach bei Frankfurt.

Sowohl die Organisation als auch die tatsächliche Durchführung der Anreise stellte sich letztendlich als schwieriger heraus als zunächst gedacht. Eine Gruppe reiste mit dem Zug, eine mit dem Auto an. Alle konnten aber trotzdem vollzählig und relativ pünktlich an dem in Kelsterbach gelegenen Gebäude eintreffen. Nach der Anmeldung gab uns Käthe Englert, die den Besuch erst ermöglichte, eine kurze Führung im Haus, wonach wir uns in einem Besprechungsraum wiederfanden, der extra für uns hergerichtet wurde und in dem wir auch den Großteil des Besuchs verbrachten. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erzählte uns zunächst Dirk Weigel, Geschäftsführer in Kelsterbach, vor allem über den Wandel, den die IBM vollzogen hat und immer noch vollzieht. Nämlich weg von der Hardware, die die IBM jahrelang produzierte und hin zu Softwarelösungen und Unternehmensberatung. Im Anschluss erklärte uns Thomas Brackhahn, Solution Architect, die aktuelle Forschung, die bei der IBM auch noch stark betrieben wird. Dabei dreht es sich vor allem um cognitive computing und IBMs Watson.

Rechtzeitig zum Mittag wurden wir in die hauseigene Kantine eingeladen, wo wir aus einer großen Auswahl an Gerichten wählen und beim Essen im direkten Gespräch mit den eben genannten Informationen austauschen konnten. Gestärkt zurück im Besprechungszimmer wurden uns Ausschnitte aus der Show Jeopardy gezeigt, bei der der Watson-Roboter 2011 eindrucksvoll gewonnen hatte. Abschließende Reden hielten Holger Wittmann, Solution Architect, und zwei duale Studenten von der IBM. Die beiden vermittelten einen Eindruck in das duale Studium bei der IBM und erklärten, für wen dieses geeignet ist. Nachdem uns Frau Englert verabschiedet hatte, machten wir uns mit einer Hand voll Give-aways wieder auf den Heimweg.

Organisator: Martin Kühnert

Teilnehmer: Jonas Eichhorn, Johannes Gorks, Konstantin Herold, Felix Knöpfle, Frederik Richter, Arber Rrapaj, Vlad Ruseteanu, Max Schloter, Julian Staab, Alexander Staudinger

Autor: Julian Staab

Bilder: Alexander Staudinger

 

Erasmus+ Schüleraustausch trotzt Brexit – 15 Schüler des FDG reisen mit EU-Förderung nach Perth / Schottland

Die Schotten sind stolz darauf, mehrheitlich gegen den Brexit gestimmt zu haben. Sozusagen als Zeitzeugen in Perth erlebten 15 Schülerinnen und Schüler des FDG gemeinsam mit Schulleiter Michael Lummel und den Lehrerinnen Anja Hepp und Anke Jäger, wie sich Politik im Kleinen auswirkt – oder eben nicht.  Überaus europafreundlich gestaltete sich das sportliche Programm dieser 7 Tage, denn das Motto für insgesamt drei Jahre heißt „Enhancing European Cooperation on the basis of the Olympic Ideal“. Wenn man gemeinsam Basketball und Minigolf spielt, Bogenschießen übt, mit homemade scones und Himbeermarmelade schottisch frühstückt oder den  841 Meter hohen Ben Vrackie besteigt, dann siegen Toleranz und der Wunsch nach Zusammenarbeit.

Nur durch gutes Teamwork fiel keiner der insgesamt 30 Schüler beim Tyrolean traverse am Loch Tummel bei Pitlochry ins Wasser. Dabei hakt man sich mit einem Karabiner an ein Seil, das über den Fluss gespannt ist, hangelt sich daran auf die andere Seite und wieder zurück. Spaß hatten alle auch beim Kajak- und Kanufahren. Nur ein Boot kippte durch zu viel schottisches Temperament um, was zur Erheiterung aller Beteiligten und der Zuschauenden beitrug.

Begeisterung rief der Besuch des Water Parks Kinlochard hervor, wo man sich auf Wasserrutschen austoben konnte. Auch wenn  die Busse zunächst aus Versehen am Wasserpark vorbeigeprescht waren und man 2,5 Stunden lang über Berg und Tal fuhr und sich „lost in the middle of nowhere“ wähnte. Hier in den Highlands gab es nicht einmal eine Funkverbindung zur Zivilisation. Doch der Water Park und das anschließende Tischtennisspielen sowie die Barbecue entschädigten für alles – sogar für die lästigen midges, winzig kleine Stechfliegen, vor denen sogar die Pferde durch einen pulloverartigen Überwurf geschützt waren.

Ausgebildete Bergführer begleiteten uns auf der hiking tour zum Ben Vrackie. Die angebotenen Wanderschuhe trafen auf wenig Begeisterung, also blieben eben die Sneakers an den Füßen. Durch Sonne, Regen, Sturm und wiederum Sonne kämpften sich alle auf den Gipfel und genossen den Ausblick auf die nahen Highlands.

Die Sneakers bewährten sich ebenso beim schottischen Tanzabend, dem sogenannten Ceilidh (gesprochen: „Kejlie“). Nach anfänglichem Zaudern trauten sich auch die Dessauer-Schüler auf die Tanzfläche, denn die Paartänze wurden zunächst erklärt und eingeübt. Beim Abschlusstanz drehte jeder mit jedem mit eingehakten Armen eine Runde und kam heftig ins Schwitzen.  Dafür gestaltete sich der Ausflug nach Edinburgh sehr entspannt. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto vor dem Castle durfte jeder seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen: shoppen nach der Lieblingsbluse, relaxen oder einfach durch die Gassen bummeln.

Bei der Stadtbesichtigung von Perth hingegen galt es einen Treasure Hunt zu bewältigen, bei dem mittels einer Treasure Map bestimmte Orte aufgespürt wurden. Als Beweis schoss man an jeder Station ein Selfie.

Am letzten Tag blieb Zeit für einen Besuch im Black Watch Museum Perth, wo mit einem Blutstrom aus tausenden von Mohnblumen aus Keramik der Toten des Ersten Weltkrieges gedacht wurde. Das Kunstprojekt war 2014 schon am Tower von London zu bestaunen und es ging in einer verkleinerten Version auf Tour durch das Königreich.

Der drohende Austritt aus der Europäischen Union gefährdet solche Programme. Möglicherweise rufen die Schotten ein neues Referendum über ihre Zugehörigkeit zu Großbritannien aus, und bleiben als unabhängiger Staat Europa erhalten.

Anke Jäger

 

02_Ben Vrackie

05_Gruppenfoto Perth Grammar School

06_Gruppenfoto Edinburgh

07_Fun at the waterpark



11_Tyrolean Traverse

15_Vor dem Traverse

16_Very flowery!

17_Das Toilettenprojekt

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22_Typisch schottisches Gebräu

03_Hike zum Ben Vrackie

04_Ceilidh event 2

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09_Wanderschuhe und Tanzschuhe

10_Vor den kleinen Stechfliegen schützen sich sogar die Pferde.

12_Our headmaster is too tall for Perth Grammar School

13_Schottische Landschaft und wir

14_Water Park Kinlochard

Experimente im Museum zum Probieren und Studieren

An einem Freitag, den 12.2. in den Ferien reisten 15 Jungforscher des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums mit dem Zug zum Frankfurter Senckenberg-Museum. Dort hatte die Jugend-forscht-Ausstellung mit 37 Ständen und 72 Forscher/innen von 9-20 Jahren stattgefunden. Die Teilnehmer waren zu zweit oder zu dritt angetreten und wurden von den FDG-Jungforschern aus den 5. und 6. Klassen ausgiebig zu ihren Arbeiten befragt.

Zuvor wurde aber der erste und zweite Stock des Museums inspiziert. Waren im ersten Stock bei den Säugetieren vor allem die Beuteltiere, die eierlegenden Säugetiere und größte sowie kleinste Lebewesen unseres Planeten von besonderem Interesse, so waren es im zweiten Stock die Insekten. Diese interessierten alle wegen ihres bizarren Aussehens und vor allem wegen ihrer besonderen Anpassungen an das Leben auf unserem Planeten durch besondere Mundwerkzeuge und Staatenbildung. Leider befand sich das Bienenvolk noch in der winterlichen Ruhephase und konnte nicht besichtigt werden.

am Vulkan

Als um 14 Uhr dann die Jugend-forscht-Ausstellung auch der Öffentlichkeit Eintritt gewährte, probierten wir zunächst die leckeren und vor allem gesunden Gemüsechips. So gab es leckere, bunte, interessante und vor allem verschiedene Experimente. An einem Stand wurde ein Roboterarm vorgestellt, an einem anderen haben wir überlegt, wie man Wasser spart. Ein Forscher stellte vor, wie er Radioaktivität in Düngemitteln gemessen hat, ein anderer hatte Einlagen mit einer Röhre zur Energiegewinnung konzipiert, so dass auch Handys beim Gehen aufgeladen werden können.

Schuhstrom

Beeindruckend war die Darstellung einer Computersimulation zur Planetenreise um die Sonne aus den verschiedensten Blickwinkeln. An einer Röhre mit kleinen Schwebeteilchen eines anderen Standes konnten wir die Lichtreflexion verschiedener Wellenlängen beobachten. So konnte man sich bei allen Ständen vor allem eine Frage stellen: Warum ist das so? Als Besucher konnten wir viele Fragen stellen, doch eine Stunde war für alle Stände einfach zu wenig Zeit!

Das war bei der Jugend-forscht Ausstellung in Hanau wesentlich besucherfreundlicher, denn für 29 Stände hatten wir in dem Heraeus-Werk 90 Minuten Zeit und so konnten wir als kleineres Team mit 5 Jungforschern auch wirklich alle Stände hinterfragen und die FDG-Forscher-Reise am Samstag, den 27.2. hatte sich als neuer Wissenspool sehr gelohnt!

Wir trafen uns am 27.02. um 12:30 Uhr am Bahnhof. Dort wartete schon unsere Lehrerin Frau Kähler. Gemeinsam stiegen wir in den Zug und fuhren nach Hanau. Es war gar nicht so leicht, den Fahrplan zu lesen, aber am Schluss haben wir es doch geschafft. Nicht begeistert waren wir darüber, dass wir eine halbe Stunde zu den Hereaus-Werken laufen mussten. Als wir dann endlich ankamen, erwartete uns eine nette Frau und gab uns ein Heft, in dem noch einmal alle Experimente zusammengefasst waren. Die Forschungsprojekte waren sehr interessant. Am besten hat uns das Projekt “Sind unsere gelben Säcke gesundheitsschädlich?“ von Miklas, Laetitia und Tamara gefallen. Sie hatten herausgefunden, dass, wenn man Müll mit heißem Wasser abspült, weniger Keime und Pilze wachsen. Als wir eine Pause machten, stürzten sich alle auf das kostenlose Buffet. Auch gut hat uns das Projekt “Orientierungshilfe für Sehgeschädigte“ von Jan gefallen.

Sensoren-Rucksack

Als die einzige trauten sich S. und Frau Kähler, den Rucksack mit den surrenden Sensoren aufzuziehen und auszuprobieren. Die Ausstellung war sehr interessant. Dann gingen wir wieder zum Bahnhof und fuhren nach Aschaffenburg zurück, wo wir, inzwischen mit einem Rucksack voller Experimentbeschreibungen ausgestattet, abgeholt wurden.

Sinja Stemmler, Kristina Malzer und Anna Kushnir

 

Taizé – Schulfahrt in ein kleines Dorf in Frankreich / Burgund

Wir als P-Seminar 2014/2016 hatten die Aufgabe, diese seit langem durchgeführte Fahrt zu organisieren.

Taizé ist ein kleines Dorf, in dem christliche Brüder leben. Diese wollen ihr Christsein mit den Jugendlichen teilen. Dort übernachtet man mit anderen Jugendlichen aus aller Welt in eigens mitgebrachten Zelten oder in einer der Holzhütten, auch „Baracken“ genannt. Für diese Fahrt muss man offen sein für andere Kulturen und neue eigene religiöse Erfahrungen. Jedoch muss keiner besonders religiös geprägt sein. Die Vielfalt der Jugendlichen aus aller Welt machen diesen Aufenthalt zu einem bunten Erlebnis, das nur zu empfehlen ist.

Wir haben als Teilnehmer des Seminars unsere Erwartungen zu Beginn mit unseren Eindrücken nach der Fahrt verglichen und möchten euch hier einen Einblick gewähren:

Taizé war unglaublich, meine Erwartungen wurden übertroffen. Ich würde sofort wieder dort hin fahren.

Vorherige Erwartungen:

– Spaß

– Viel Freizeit

– Neue Leute

– Entspannung

Erfüllt(?) :

– Spaß: Ja, hauptsächlich abends beim Oyak, sobald alle Tagesaktivitäten abgeschlossen waren.

– Viel Freizeit: Teilweise. Der Anteil der Freizeit war vom Tag abhängig. Größtenteils wurde der Tag von vielen Gebeten, Gesprächsgruppen und Essenszeiten geprägt. Dennoch war, vor allem die ständigen Gebete betreffend, die Zeitaufteilung auch in Hinsicht auf die Freizeit gut organisiert.

– Möglichkeit neue Leute ganz offen anzusprechen.

– Entspannung wurde vor allem an der Quelle geboten.

 

Vorstellungen:

Freizeit von Schule

Spaß mit Freunden

gutes Wetter

cool down

Glaube neu entdecken

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Realität:

durchwachsenes Wetter

neues Zusammengehörigkeitsgefühl

zusammen Gottesdienst feiern – zusammen singen am Oyak

Gemeinschaft

Gebet vor dem Kreuz bis 02:00 Uhr

Taizé kann man nur schwer beschreiben. Man muss es selbst erleben! Sagen kann man nur: Es lohnt sich jede Minute!

Erwartungen, Vorstellungen und Befürchtungen erfüllt, Ergebnisse
+ Pause vom Schulstress

+ dreimal am Tag in die Kirche →      Langeweile?

+ Ruhe, Entspannung  🙂

+ Arbeit im Kloster

+ Cluny, wo ist das?

+ schlechtes Essen?

+ Fremdsprachen, ein Problem?

+ Glaube

– die Taizéfahrt war viel zu schnell wieder vorbei, besinnliche Tage, um zur Besinnung zu kommen

– Gottesdienste als Erlebnis, internationaler Gottesdienst auf unterschiedlichen Sprachen

– Schweigezeit in der Kirche und Campen mit den Freunden, Musik, Spiele, Sommer

– hoher Spaßfaktor, mit den richtigen Leuten macht sogar Müllsammeln Spaß (Soundtrack: „…Wir machen sauber…“

– für einen internationalen Jugendtreff ziemlich isoliert und abgeschieden, keine Supermärkte

– Essen einfach, aber genießbar

– man lernt viele Leute kennen, natürlich auch aus der eigenen Reisegruppe

– ein Besuch in Taizé hilft dabei, sich selbst mit dem Glauben auseinander zu setzen, aber auch seinen Standpunkt mit anderen zu diskutieren.

– Der Gottesdienst ist die gelebte Ökumene und spätestens in der Schweigezeit findet man sich wieder

Taizé in Stichworten: Akzeptanz, Glaube, Toleranz, Spaß, Gemeinschaft, Freunde, Besinnung

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Erwartungen: Ruhe, Entspannung, Spaß, Selbstfindung, Kirche eintönig (langweilig), schlechtes Essen, Leute aus anderen Ländern kennenlernen, Wetter gut, nahe des Dorfes → lauter (Verkehr), vor allem Europäer da

Ergebnis: Spaß, Ruhe, Entspannung, Kirche richtig gut (alle still, Gesänge, ganz anders als bei uns zu Hause), gutes Essen (v.a. Frühstück), nicht so viele Ausländer kennengelernt, Wetter ab und an echt hundsmiserabel, im Niemandsland, auch Amerikaner da

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Viel Spaß bei den nächsten Fahrten nach Taizé wünscht euch

Das P-Seminar-Taizé 2014/16

P. S. Das Oyak ist ein Kiosk, an dem man Getränke und sonstige Dinge des Alltags kaufen kann.

Skikurs 2015 – Buntes Programm in Saalbach-Hinterglemm

Skikurs 2015: WHAT HAPPENS IN SAALBACH, STAYS IN SAALBACH!
Koffer verstaut, rein in den Bus, kurz noch den wartenden Eltern gewinkt und los gings in Richtung Saalbach-Hinterglemm, wo vom 07. bis 12.01.2015 der diesjährige Skikurs für die Klassen 8abcde stattfandt. Insgesamt machten sich 108 Schüler und zehn Lehrer auf den Weg in eines der größten Skigebiete Österreichs, um ihr Können zu verbessern und gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen.
Dazu war eine logistische Meisterleistung von Nöten: alle Teilnehmer samt Gepäck mussten sicher zum Zielort transportiert werden. Dort angekommen stand für einen Großteil der Gruppe nach dem Bezug der Zimmer das Ausleihen des Equipments (Skischuhe, Ski, Stöcke, Helm) an, welches dann geordnet im pensionseigenen Skicontainer direkt am Lift verstaut werden konnte.
Uralte, vermoderte Zimmer, geschmackloses und bisweilen ungenießbares Essen, unfreundliche Angestellte und eher beschränkte Freizeitmöglichkeiten – mit diesem Klischee einer typischen Jugendherberge hatte die Jugendpension Niederegg, unser Feriendomizil, NICHTS gemeinsam. Im Gegenteil: das Haus glänzte außen wie innen als sei es frisch renoviert worden, das Essen hatte zwar erwartungsgemäß kein Sterneniveau, war aber definitiv schmackhaft und in ausreichendem Maße vorhanden, die Angestellten bewahrten sich auch in stressigen Situationen (alle 120 Gäste kommen gleichzeitig zum Essen) ihre Freundlichkeit und die Freizeitmöglichkeiten konnten besser nicht sein. Die hauseigene Sporthalle wurde jeden Abend rege genutzt, die Tischtennisplatten und der Tischkicker mussten nie lange auf „Kundschaft“ warten und die hausinterne Disco verlieh dem bunten Abschlussabend einen würdigen Rahmen.
Ach ja, Ski wurde natürlich auch gefahren. Die Schüler, die in acht Leistungsgruppen aufgeteilt wurden, machten das Beste aus den teilweise widrigen Schneeverhältnissen und entwickelten großen Ehrgeiz beim Erreichen ihrer persönlichen sowie der gruppeninternen Ziele. Jeder konnte sich auf seine Art verbessern und an Erfahrung dazugewinnen. So trotzten die tapferen Sportler auch den Orkanböen am letzten Skitag, die immerhin mit teilweise 140 km/h über die Piste fegten. Und auch die Nicht-Skifahrer kamen in der eigens eingerichteten „James Cook Alternativsportgruppe“ voll auf ihre Kosten. Auf dem Plan standen eine Winterwanderung, Bogenschießen, Schneeraupenfahren, Rodeln und Schwimmen. Alles in allem also ein buntes Programm, das keine Wünsche offen ließ.
Nach fünf ereignisreichen Tagen stand die Rückreise an, die ohne größere Staus oder sonstige Zwischenfälle absolviert werden konnte. Zuhause warteten dann schon die Familien auf die Heimkehrer, um uns einen herzlichen Empfang zu bereiten.
Der Skikurs 2015 wird allen Teilnehmern – Schülern wie Lehrern – im Gedächtnis bleiben. Viele Geschichten werden noch lange erzählt werden, manche vielleicht ein Leben lang. Behalten wir uns diese Erinnerungen als einen persönlichen Schatz, frei nach dem Motto:
WHAT HAPPENS IN SAALBACH, STAYS IN SAALBACH!

Schullandheim (Hobbach und Schaippach)

Alle Neu-Gymnasiasten, die zu uns in die 5. Jahrgangsstufe kommen, fahren mit ihren Klassen kurz nach Beginn des Schuljahres in das  Schullandheim nach Hobbach oder Schaippach. Dort gestalten Lehrer und Tutoren, die die Klassen begleiten, ein kurzweiliges Programm wie Papierschöpfen, Spiele oder Nachtwanderungen. Somit haben die Schüler die Gelegenheit und Chance, ihre neuen Klassenkameraden näher kennenzulernen und sich in ihrer neuen Klasse einzufinden.

ExperiMINTa (Frankfurt)

Alle Schüler der 8. Jahrgangsstufe besuchen am Ende des Schuljahres die ExperiMINTa in Frankfurt. Dieses Mitmachmuseum für den Bereich der MINT-Fächer soll mit Hilfe interaktiver Experimente die Mathematik und Naturwissenschaften anschaulich und (be-)greifbar machen. Diese Exkursion ist eine spannende Ergänzung zum Schulunterricht und begeistert die Schüler jedes Jahr aufs Neue.

 

Taizé


„Sehr schöne Erfahrung, da man ohne zu zögern in die Gemeinschaft aufgenommen wird und Menschen aus anderen Ländern kennen lernt!“


„ Begeisterter Glaube! Kirche einmal total anders erleben!“


„ Taizé-Feeling pur: Zelten, Singen, Freundschaft, Spaß!“

„Solche Erfahrungen macht man so schnell nicht wieder. Ob es sich gelohnt hat? Auf jeden Fall!!”

Wenn sich Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Jahrgangsstufe so über Kirche äußern, dann muss es sich bei Taizé um etwas ganz Besonderes handeln.

Woche für Woche  kommen tausende Jugendliche aus der ganzen Welt nach Taizé in Burgund, einem kleinen Dorf unweit von Cluny, um das einfache Leben der Brüder der vom Schweizer Roger Schutz gegründeten ökumenischen Gemeinschaft zu teilen.
Auf das Handy, Fernseher und Internet zu verzichten scheint heute vielfach unmöglich. Doch der Aufenthalt in Taizé sorgt gerade für diese Erfahrung und zeigt, dass im Leben auch Zeiten der Besinnung, des Nachdenkens über sich selbst und der Stille wichtig und ertragreich sind.
Jedes Jahr über Christi Himmelfahrt machen auch Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums diese Erfahrung, wenn sie sich mit Zelten ausgestattet auf den Weg nach Frankreich machen. Die Skepsis und Unsicherheit einzelner verfliegt schnell, denn in Taizé ist jeder willkommen und findet schnell Anschluss.

Ein Schüler berichtet:
Wie jedes Jahr ging es erstmal zum Empfang, wo jeder einer Gesprächsgruppe zugeteilt wurde. Danach schnell die Zelte aufgebaut und dann zur Essensausgabe. Diese ist in Taizé ein wenig kompliziert, was wohl daran liegt, dass hier über 3000 Jugendliche zu verpflegen sind. Also bildet sich eine gigantische Menschentraube, die durch die 20 Essensausgaben geleitet wird, in denen jeder eine komplette Mahlzeit erhält. Wem das Essen manchmal etwas zu karg ausfällt, kann es ohne weiteres durch mitgebrachte alternative Verköstigungen abrunden. Doch was macht man in Taizé eigentlich den ganzen Tag, außer „5-Minuten“- Terrinen zu verspeisen? Eigentlich ist Taizé eine Klosteranlage mit entsprechendem Programm, dies beinhaltet Gespräche über Bibeltexte und Gottesdienste dreimal am Tag. Was sich hier wie eine Bewährungsprobe für Hardcore-Christen anhört, entpuppt sich allerdings im Nachhinein als Möglichkeit über sich selbst viel zu lernen. So schafft ein Gottesdienst, der zu 90 Prozent aus spirituellen Liedern besteht und zum Großteil aus Jugendlichen eine einmalige Atmosphäre, die jeden irgendwie berührt. Hier finden viele die Möglichkeit in Ruhe über sich selbst oder ihre aktuelle Situation im Leben nachzudenken. Auch die verpflichtenden Gesprächsgruppen scheinen eine Möglichkeit zu sein, nette Leute aus ganz Deutschland – oder für jene mit passablen Englisch-Kenntnissen – aus der ganzen Welt kennen zu lernen und nebenbei  Erkenntnisse über die Bibel und den Glauben zu gewinnen. So verstreichen die drei Tage eigentlich wie im Fluge. Und ehe man sich versieht befindet man sich schon wieder im Bus nach Hause. Und weitere 8 Stunden später ist man Sonntagabend in Deutschland angekommen und man fragt sich, ob man nicht noch eine Woche in Taizé verbringen kann, um einerseits dem Schulalltag zu entfliehen, und andererseits um nochmal in den Genuss der überwältigenden Stimmung zu kommen.

Die Gemeinschaft von Taizé gibt es seit gut 70 Jahren: Als Frère Roger 1940 das erste Mal nach Taizé kam, war das Dorf halb verlassen. Er kaufte ein altes Bauernhaus und begann mit einigen Gleichgesinnten ein Leben in der Gemeinschaft. Die ersten Brüder kümmerten sich dort zunächst um Kriegsflüchtlinge, insbesondere Juden, später auch um deutsche Kriegsgefangene und französische Kriegswaisen. Ein Leben für die Versöhnung – dies wird fortan einer der wichtigsten Grundsätze der ökumenischen Gemeinschaft von Brüdern.
Seit den 60ger Jahren zog das einfache Leben der Brüder der Communauté auch immer mehr Jugendliche an. Die Jugendtreffen in ihrer heutigen Form nahmen immer mehr Gestalt an. Die Begegnung Jugendlicher unterschiedlicher Konfessionen und unterschiedlicher Herkunft und der Austausch über das alltägliche Leben und den Glauben leisten einen wichtigen Beitrag zu der von Frère Roger angestrebten Versöhnung zwischen den christlichen Konfessionen und den Menschen verschiedener Nationalitäten.
Heute besteht die Communauté aus ca. 100 Brüdern aller christlichen Konfessionen, von denen einige auch in den Elendsvierteln der Welt leben.

Seit mittlerweile 15 Jahren durchgeführt ist  die Taizé-Fahrt am Friedrich-Dessauer-Gymnasium längst zur Tradition geworden. Dass diese Fahrt zu den prägenden Erlebnissen der Zeit am FDG zählt, zeigen die nicht wenigen Erwähnungen der Fahrt beim Rückblick auf die Schulzeit in der Abi-Zeitung.

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