Kaffee und Kuchen gegen den Hunger in Westafrika

Erschreckende Bilder aus afrikanischen Landstrichen erreichen uns Europäer in den Nachrichten. Hohlwangige und erschöpfte Menschen blicken in die Kamera. In den ausgedörrten und von Kriegswirren geplagten Regionen Afrikas warten die Menschen verzweifelt auf Hilfe.  Millionen von Menschen sind akut von Hunger bedroht, viele Kinder und Babys sind dem Hunger bereits erlegen. Über eine Milliarde Euro ist nötig, um das Überleben der Bevölkerung zu sichern – da helfen wir mit, beschlossen Schüler und Schülerinnen aus verschiedenen Jahrgangsstufen des FDG. Ein geeigneter Anlass für unsere Spendenaktion war der Tag der offenen Tür. Spontan meldeten sich Schüler von Herrn Pürckhauer, Frau Kaschmieder und Frau Mierau, um Kuchen zu backen sowie selbigen samt Kaffee an die Besucher aus den Grundschulen und deren Eltern zu verkaufen. Am Tag der offenen Tür bog sich der Verkaufstisch unter einer Fülle an leckeren und fantastischen (siehe Bild unten) Kuchen. Kein Wunder, dass alle süßen Stückchen restlos über die Theke gingen – deshalb freuen wir uns von der Fachschaft Religion, dass wir einem Spendenverbund über www.entwicklung-hilft (u. a. Deutsche Welthungerhilfe, Misereor, Brot für die Welt…) 224 Euro überwiesen durften. Wir bedanken uns bei allen Schülern, Eltern und Lehrern, die uns bei dieser Aktion unterstützt haben.

P-Seminar „Menschen sind mehr als Winner oder Loser“ – Internationaler Auftakt zur EM

Fußball- EM und der Flüchtlingsstrom. Die perfekte Möglichkeit, auch am FDG die EM-Stimmung einzuläuten und dies zu verknüpfen mit dem Ziel der Integration.  Das P-Seminar „Menschen sind mehr als Winner oder Loser“ unter der Leitung von Herrn Pürckhauer veranstaltete daher am 08.06.2016 ein Fußballspiel mit Flüchtlingen, um ihnen einen action-reichen Nachmittag zu bieten. Gespielt wurde in gemischten Teams bestehend aus FDGlern (11. Klasse) und der Flüchtlingsgruppe des Talent Campus, die ebenfalls am FDG ihre Räumlichkeiten hat. Da Ramadan war, beschränkten wir die Spielzeit auf 2 x 30 Minuten, die dank unseres Schiedsrichters Herrn Alfred Schmitt, ohne jegliche Unterbrechungen oder unfaire Spielweisen stattfanden. Im Großen und Ganzen war es ein erfolgreiches Projekt, dessen Ziel, die Integration, als durchaus geglückt bezeichnet werden kann, da ein sehr schönes Zusammenspiel zwischen beiden Kulturen stattgefunden hat.

Carmen Rachor (Q11)

Spielfoto

Partnerschule in Tansania – Makita Secondary School dankt FDG

Uns, dem FDG, erreichte Post aus Tansania. Dort, in Mbinga, befindet sich unsere Partnerschule, die Makita Secondary School. Die Absender wollten ihre tiefe Dankbarkeit zum Ausdruck bringen: Immerhin unterstützt das FDG seit Jahren die Schule in Afrika. An den Projekttagen am Ende eines jeden Schuljahres verdienen unsere Schüler mit leichten Tätigkeiten Geld für zwei Schulen in Tansania. So konnten zum Beispiel vor Ort Unterrichtsmaterial, Laborbedarf sowie Pulte angeschafft werden.

Im Schreiben an uns heißt es nunmehr, dass „the community of Makita Secondary School recognizes you a lot for the valuable support you have been making to our school in creating good teaching and learning environment.“

Ferner wird erklärt: „We as students of Makita Secondary School, we thank and appreciate your grateful aid for our school betterment. We sincerely believe that through our own efforts the school condition, could not reach this present stage of academic excellence.“

Deshalb hatte uns, zusammen mit den Segenswünschen („God bless you“) der Schulleitung der Makita Secondary School, ein Zertifikat erreicht, das unsere Unterstützung als segensreich einschätzt:

„In that view the community has prepared you a certificate of appreciation for your support to our school.“

Mbinga_1 001

Q12 – P-Seminar „Chokoras“ spendet für Straßenkinder in Kitale

Das P-Seminar Chokoras hat nach nunmehr drei Halbjahren sein Projekt abgeschlossen. Ein Ergebnis ihres Engagements, rund 1700 Euro, die kenianischen Straßenkindern zugute kommen, wurden an die E+O Gerlach Stiftung überwiesen. Getragen werden die Ziele der E+O Gerlach Stiftung von Werner Lebert, einem Obernburger Fotografen, der die Lebensverhältnisse von Straßenkindern verbessern möchte.

„Chokora“ ist das suahelische Wort für „im Dreck wühlen“. So nennen die Kenianer die circa 300.000 Kinder, die von ihren Eltern verstoßen wurden oder diese verloren haben und seither auf der Straße leben und sich dort durchkämpfen müssen. Sie leben von Abfällen oder Diebstahl, da sie keine örtliche Unterstützung bekommen oder irgendwelche Aussichten auf einen Job haben. Trost finden sie nur im Schnüffeln von giftigem Industriekleber.

Diesen Kindern ist der Fotograf Werner Lebert auf seiner Reise durch Kenia in Kitale, einer rund 300 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Nairobi gelegenen Stadt, begegnet. Das traurige Schicksal der Jugendlichen hat ihn so sehr berührt, dass er es sich zum Ziel gesetzt hat, ihnen aus ihrer miserablen Lage zu befreien und nachhaltig zu helfen.

Viele Ziele hat er bereits verwirklicht:  Zum Beispiel fünf Straßenkinder auf eine Schule zu schicken. Dies kostet 500 Euro pro Kind im Jahr, bringt sie aber in ein reguliertes Umfeld  und gibt so noch eine Chance auf ein glückliches Leben.

Um Spenden dafür zu sammeln, hat er einen Film gedreht, den er in der Kino-Passage in Erlenbach gezeigt hat. Werner Lebert akquiriert außerdem Spenden von Firmen und organisiert Fotoausstellungen, deren Erlös an die Kinder geht.

Eine große Anzahl von Straßenkindern in Kitale unterstützt er mit Sachspenden. Er steht in Kontakt mit hiesigen Geschäften und Unternehmen, die ihm Ausschussware zukommen lassen, die er nach Kenia zukommen lässt. Die „Chokoras“ von Kitale haben so das erste Mal in ihrem Leben Schuhe getragen oder einen Schlafsack für die Nacht benutzen können.

 

Das P-Seminar „Chokoras“ des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums Aschaffenburg ist auf dieses Projekt aufmerksam geworden und hat sich vorgenommen, die Anliegen Leberts zu unterstützen. Deshalb hat das Seminar Kuchenverkäufe am Gymnasium durchgeführt und Firmen um Spenden gebeten, um so Einnahmen zu generieren. Des Weiteren haben die Schüler des Seminars mit Hilfe sozialer Netzwerke das Projekt überregional bekannt gemacht, einen Flyer entworfen und diesen in regionalen Geschäften ausgelegt. Die Schüler setzen auch nach Beendigung ihres Seminars weiterhin auf diese Multiplikatoreffekte.

Franziska, Luisa, Isabel

 

Soziale Aktion 2015 für Tansania und Kolumbien

Wie die Jahre zuvor organisierte auch heuer die Fachschaft Religion an beiden Projekttagen soziale Aktionen. Dabei packten die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe Einkäufe in Lebensmittelmärkten ein und waren den Kunden beim Einladen ihrer Waren behilflich. Ein Großteil der Schüler schwärmte aus, um an Tankstellen in und um Aschaffenburg Autoscheiben zu putzen. Eine dritte Gruppe  sammelte Spenden, indem sie durch „Wandern für die andern“ jeden gelaufenen Kilometer sponsern ließen. Genau 4094 Euro und 34 Cent kamen zusammen, die nun bestimmten Schulen in Tansania und Kolumbien zugute kommen sollen.

Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Partner (Edeka Märkte Stenger Würzburger Straße in Aschaffenburg und Großostheim, Tankstellen Real Horchstraße, Freie Tankstelle Schweinheim (calpam), Aral Würzburger Straße, Hanauerstraße, Großostheim, Kleinostheim, Stockstadt, Hessol Schönbornstraße, Roth Station Stockstadter Weg) und den zahlreichen Spendern für die Hilfsbereitschaft.

 

 

„Gibt es im Kloster eigentlich auch Internet?“ – Mönchsbesuch am FDG

Es ist Frühsommer, die Sonne scheint warm ins Klassenzimmer und wir, die Evangelische Religionsklasse 7be, unterhalten uns darüber, ob es eigentlich bei facebook den Beziehungsstatus „Ich geh ins Kloster“ gibt oder nicht.

Seit ein paar Stunden beschäftigen wir uns schon mit dem Thema „Mönchtum“ und im Speziellen mit dem Namenspatron des jetzigen Papstes: dem Gründer des Franziskaner-Ordens Franz von Assisi. Und immer wieder stoßen wir auf Fragen, wie es eigentlich so ist, tatsächlich als Mönch zu leben: Was tragen Mönche in ihrer Freizeit? Gibt es im Kloster auch Internet? Haben Mönche Handys?

Um Antworten auf unsere vielen Fragen zu bekommen, luden wir den Franziskaner-mönch Pater Werner vom Kloster Engelberg zu uns ans FDG ein. Er erzählte uns viel über seinen Tagesablauf im Kloster, über die streng geregelten Gebets- und Arbeitszeiten und darüber, wie es für ihn damals war, als 12-jährigen Junge ins Kloster einzutreten. Wir haben erfahren, dass die drei Knoten, die in den Gürtel-Strick der Kutte geknüpft sind, für die drei Gelübde stehen, die die Mönche beim Eintritt ins Kloster geloben: Gehorsam, Armut und Ehelosigkeit. Und wir durften sogar selbst einmal das Knoten-schlagen versuchen. Es war ein interessanter Besuch!

Und für alle, die jetzt immer noch über unsere Fragen von oben rätseln: Mönche tragen in der Freizeit – und sogar im Klosteralltag – ganz normale Kleidung; nur für besondere Anlässe (und dazu zählt natürlich der Besuch am FDG) ziehen sie ihren „Habit“ (= Kutte) an. Im Kloster gibt es tatsächlich Internet. Und: Sogar Pater Werner, der immerhin schon 70 Jahre alt ist, hat ein Smartphone in der Tasche seiner Kutte…

Miriam Schoeller und die Klasse Ev7be

Projekt Weltethos am FDG

Ausstellung zu den Weltreligionen und dem Weltethos

Zum „Tag der offenen Tür“ hatte die Fachschaft Religion die Ausstellung zum „Weltethos“ ans FDG geholt. Sie  konnte in der Aula  besichtigt werden, zusammen mit Plakaten, die von unseren Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen  im katholischen und evangelischen Religionsunterricht gestaltet worden waren.

In seinem Projekt Weltethos (1990), das vom Parlament der Weltreligionen 1993 in Chicago verabschiedet wurde, wies der Theologe Hans Küng auf die Notwendigkeit gemeinsamer Grundüberzeugungen für die globalisierte Welt  mit ihren Problemen hin. „Auf  der Grundlage dieser gemeinsamen ethischen Standards oder Maßstäbe, kurz „Weltethos“ genannt, können Menschen aller Kulturen und Nationen, religiöse und nichtreligiöse, zusammenleben und für eine friedlichere und gerechtere Welt“ zusammenarbeiten (Weltreligionen, Weltfriede, Weltethos, S.3)

Diese Gemeinsamkeiten sind zusammengefasst in den zwei Prinzipien „Jeder Mensch soll menschlich behandelt werden“ und „Was du nicht willst, das man dir tut, das füg´ auch keinem anderen zu“ (Goldene Regel).

Diese Prinzipien schließen Weisungen / Verpflichtungen für  vier zentrale Lebensbereiche ein, die beachtet werden sollen:

„Verpflichtung auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit und Ehrfurcht vor dem Leben.“

„Verpflichtung auf eine Kultur der Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung.“

„Verpflichtung auf eine Kultur der Toleranz und ein Leben in Wahrhaftigkeit.“

„Verpflichtung auf eine Kultur der Gleichberechtigung und Partnerschaft von Mann und Frau“.

Nachdem die Schüler und Schülerinnen der 10. Klassen sich mit den genannten Prinzipien und den vier Weisungen auseinandergesetzt hatten, beschäftigten sie sich  mit Artikeln in Zeitungen, die einerseits davon berichten, wo diese Prinzipien und Weisungen heute nicht beachtet werden und andererseits davon, wo Menschen versuchen sich im Sinn des Weltethos zu engagieren.

So wurde z.B. deutlich, dass auch bei uns in der Bundesrepublik die Gleichberechtigung von Frau und Mann noch nicht in allen Bereichen umgesetzt ist und Frauen im Durchschnitt ca. 20 Prozent weniger verdienen als Männer, und dass der Mindestlohn unterlaufen wird, indem das Pensum der anfallenden Arbeit einfach erhöht wird, ohne dass der Lohn angeglichen wird. Auch wurde deutlich, dass Korruption in großen deutschen Unternehmen vorkommt, um Aufträge zu erhalten und dass gerade die Medien es oft mit der Wahrheit nicht so ernst nehmen, um durch Übertreibungen die Auflage bzw. Einschaltquoten zu steigern. Ebenso wurde klar, dass  das Prinzip der Humanität oft verletzt und das Leben von Menschen aufs Spiel gesetzt wird, wie z.B. bei den Bauarbeiten für die Fußball-WM 2022 in Katar oder beim Umgang mit Flüchtlingen.

Negative Beispiele zu finden gestaltete sich einfach, positive Beispiele zu finden dagegen schwieriger.

Aber es gibt hier auch ermunternde Beispiele, wie z.B. die, dass viele Menschen heute den Flüchtlingen bei uns helfen, indem sie Deutschkurse anbieten und die Neuankömmlinge auf vielfältige Weise unterstützen.

Ein anderes Beispiel ist der Rabbiner Michel Erfaty in Frankreich, der versucht  durch außergewöhnliche Aktionen einen Dialog zwischen Juden und Muslimen herzustellen, um so gegenseitige Vorurteile abzubauen. So setzt er die Grundüberzeugung des Weltethos um: „Kein Friede zwischen den Religionen ohne einen Dialog zwischen den Religionen“.

Interessant  ist auch der Versuch, ein besseres Verständnis der Religionen in Bern zu erreichen. Dort wurde ein „Haus der Religionen“ errichtet,  in dem Juden, Muslime, Christen und andere Gläubige unter einen Dach beten und in dem  auch ein Dialogzentrum eingerichtet wurde.

So zeigte die Beschäftigung mit dem Weltethos, dass es durchaus ermunternde Beispiele gibt, die aufzeigen, wie der Weg in einer gerechtere und friedlichere Zukunft aussehen kann.

Pürckhauer

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Spenden für die Partnerschulen in Tansania

Während der Projekttage Ende Juli sammelten Schüler der 8. Jahrgangsstufe des FDG Spenden für Partnerschulen in der Dritten Welt. Die Achtklässler putzten an Tankstellen Autoscheiben oder verpackten an Supermärkten Einkäufe. Dabei kam die stolze Summe von 4490,09 Euro zusammen.

Seit neun Jahren unterstützt das Friedrich-Dessauer-Gymnasium zwei Schulen in Tansania, eine Elementarschule in Kishuro im Nordwesten und die Makita Sec. School, ein Gymnasium in Mbinga im Süden von Tansania. Dort werden weiterhin dringend Schulausstattung sowie Lehr- und Lernmaterial benötigt, ganz besonders für den naturwissenschaftlichen Unterricht. Dank unserer Unterstützung konnten schon einige wichtige Gegenstände wie Mobiliar oder Unterrichtsutensilien angeschafft werden. Des Weiteren ermöglichen wir einigen Kindern in Kolumbien über die Stiftung „Weg der Hoffnung“ den Schulbesuch für ein Jahr.

Ein großes Dankeschön geht an unsere Partner (Edeka Märkte Stenger Würzburger Straße in Aschaffenburg und Großostheim, Tankstellen Real Horchstraße, Freie Tankstelle Schweinheim (calpam), Aral Würzburger Sraße, Hanauerstraße, Großostheim, Kleinostheim, Stockstadt, Hessol Schönbornstraße, Roth Station Stockstadter Weg) und den zahlreichen Spendern für die Hilfsbereitschaft.

 

P-Seminar Nationalitätenvielfalt am FDG 2012-2014

Schaut man sich die heutige deutsche Gesellschaft an, so kann man feststellen, dass sie aus vielen verschiedenen Nationalitäten besteht. Der „Focus“ berichtet, dass im Jahr 2012 mehr als 16,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland lebten. Dieses Phänomen kann man auch in den deutschen Schulen erkennen. Gerade das Friedrich-Dessauer-Gymnasium mit rund 1600 Schülern lässt eine große Anzahl verschiedenster Nationalitäten vermuten. Doch wo liegen die Wurzeln der FDG-Schüler? Genau dieser Frage ist das P-Seminar von Frau Sauer mit dem Titel „Nationalitätenvielfalt am FDG“ auf den Grund gegangen.

Um erste Erfahrungen und Informationen zu bekommen, haben die Schüler des P-Seminars verschiedene Besuche absolviert. Zum Beispiel haben wir Frau Anna Ehrlich im Rathaus Aschaffenburg besucht. Sie ist zuständig für die Integration von Migranten in unserer Stadt. Dort haben wir auch Fluchtgründe und Lebensumstände von Asylbewerbern und Einwanderern in Aschaffenburg kennengelernt, indem uns ein junger Mann von seinem Weg aus dem Iran nach Europa berichtet hat. Um unserer Frage nach der Herkunft möglichst genau nachzugehen, entwickelten wir einen Fragenbogen, der in jeder Klasse in unserer Schule verteilt worden ist. In diesem waren Fragen zu beantworten, wie z. B.: Besitzt du ausländische Wurzeln? Wenn ja, stammen diese von deinen Eltern oder von den Großeltern? Auch die Frage nach dem eigenen Geburtsort musste in unserem Fragebogen beantwortet werden. Zudem auch, ob man aufgrund seiner ausländischen Wurzeln Probleme in der Schule hat.

Nachdem jeder Schüler in unserer Schule befragt worden ist, ging es an die Auswertung. Mit verschiedenen bildlichen Darstellungen haben wir die einzelnen Klassen ausgewertet und im Kurs präsentiert. Die Ergebnisse waren sehr interessant. Wir konnten feststellen, dass viele Schüler ausländische Wurzeln haben. (Die meisten kamen aus Russland, Polen und der Türkei). Weiterhin ist aufgefallen, dass trotz ausländischer Wurzeln die Schüler selbst meistens in Deutschland geboren sind. Laut unserer Auswertung haben 36% der Schüler des Friedrich-Dessauer Gymnasiums einen Migrationshintergrund. Überraschenderweise besuchen immer mehr ausländische Schüler unser Gymnasium. In der Unterstufe sind 16% der Schülerinnen und Schüler mit ausländischen Wurzeln, wohingegen der prozentuale Anteil der ausländischen Schülern in der Oberstufe nur 6% beträgt.
Zu den Problemen aufgrund des Migrationshintergrundes haben wir herausgefunden, dass meist Sprach- und Verständnisschwierigkeiten den Schülern Probleme verursachen. Mit unserem Seminar „Nationalitätenvielfalt am FDG“ wurde zum ersten Mal eine solche Auswertung durchgeführt. Am Ende haben wir unsere Ergebnisse auf einer großen Tafel dokumentiert.

Christina Fecher

 

Aktion „Jung schreibt Alt“

Die Aktion „Jung schreibt „Alt“ findet immer kurz vor Weihnachten im Religionsunterricht bei den Schülerinnen und Schülern der 5. sowie 6. Klassen statt und erfährt jährlich großen Zuspruch.

Viele ältere Menschen feiern das Weihnachstfest in Seniorenheimen, manche fern von ihren Angehörigen. Da dieses Fest eines ist, bei dem man sich bewusst den Mitmenschen zuwendet, bietet es sich an, den Senioren Aufmerksamkeit zu schenken.

Den Schülern bzw. Kindern bereitet es große Freude, älteren Menschen, die sie gar nicht kennen, eine Weihnachtskarte zu schreiben, sie kunstvoll zu gestalten und etwas zu basteln, um ihnen eine kleine Freude zu bereiten. Manche Schüler erhielten sogar eine Antwort, ein Dankeschön oder eine Einladung in eines der Seniorenheime, denen wir die Weihnachtsgrüße senden dürfen.

R. Pürckhauer

Jung schreibt alt 2

 

Konfessionsübergreifende Aktionen

Im Religionsunterricht beider Konfessionen ist es uns Religionslehrern/innen wichtig, die Schüler über das christliche Leben in Vergangenheit und Gegenwart, die Bibel, die Kirche, ökumenischen Fragen sowie über außerchristliche Lebensentwürfe zu informieren. Dabei gehen wir auf die Lebens- und Sinnfragen der Schüler ein und versuchen sie mit der Wirklichkeit Gottes in Verbindung zu bringen. Ebenso üben wir die Achtung Andersdenkender ein und zeigen Wege des Glaubens auf.
Neben dem regulären Unterricht der jeweiligen Konfession bieten wir zurzeit weitere, meist gemeinsame Aktionen an, z.B.:

  • Mitarbeit bei Keks (Konflikte erkennen, Konflikte schlichten), Streitschlichter
  • Mitwirkung im Krisenteam am FDG
  • Ökumenische Gottesdienste, Meditationen in der Advents- und Passionszeit
  • Begegnung mit dem Islam (Moscheebesuch) und dem Judentum (Synagoge, Begegnung mit jüdischen Jugendlichen – Likrat)
  • Soziale Projekttage
  • Jung schreibt Alt
  • Weihnachtspostkartenaktion: Schüler und Schülerinnen entsenden deutschen Soldaten Weihnachtsgrüße in Krisengebiete
  • Fahrt nach Taizé
  • Aktionen für unsere Partnerschulen in Tansania

Rainer Pürckhauer (OStR)
Monika Sauer (OStRin)

Schulseelsorger am FDG

Rainer Pürckhauer
Wenn Du jemanden zum Reden brauchst,
jemanden, der dir zuhört,
dann kannst du dich an mich wenden.
Meist bin ich im Zi. 416
oder im Lehrerzimmer anzutreffen.

Abiturgottesdienst 2016 – Kollekte für einen guten Zweck

Beim Abiturgottesdienst, der unter dem Motto „Abi heute, Captain morgen: Wo geht die Reise hin?“ stand, wurden 460,32 Euro zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in Armutslagen gespendet. Der Betrag wurde von der Aschaffenburger Diakonie zu diesem Zweck entgegen genommen. Vielen Dank allen Spendern!

P-Seminar „Menschen sind mehr als nur Winner oder Loser“ – Spielevormittag im Kinderheim

 

Kinderheim. – Für viele klingt das nach einem eher traurigen Ort: Kinder, die ohne ihre Eltern leben und scheinbar alleine sind. Genau das hat uns dazu inspiriert, mit den Kindern ein soziales Projekt im Rahmen unseres P-Seminars „Menschen sind mehr als nur Winner oder Loser“ umzusetzen. Und so hatten wir viel Spaß dabei, einen Tag vorzubereiten, um einen Einblick ins Leben der Kinder zu bekommen und einfach Spaß zusammen zu haben.

Am Samstag, den 7. Mai 2016, fuhren wir also gemeinsam in das Städtische Kinderheim Aschaffenburg und wurden dort bereits freudig erwartet. Nach einigen Kennenlernspielen und Aktionen in unterschiedlichsten Disziplinen stellten wir schnell fest, dass das Gefühl der Lebensfreude hier ganz groß geschrieben wird, und genossen die entspannte und glückliche Atmosphäre sehr. Egal ob beim Papierfliegerwettwerfen, Schmetterlingsfangen oder Fußballspielen – wir hatten eine Menge Spaß! Da war es auch kein Wunder, dass wir danach einen Bärenhunger hatten, und so belegten wir zusammen Pizza für alle, die wir uns auch ordentlich schmecken ließen. Als Abschluss lösten die Kinder schließlich ein Worträtsel, um ihr Geschenk zu bekommen: eine Bodendusche für Wasserspiele im Sommer. Die Begeisterung darüber war groß, und dementsprechend fiel der Abschied nach der Feedback-Runde sichtlich schwer – die 12 Kinder sind uns wirklich ans Herz gewachsen und wir würden uns freuen, sie einmal wieder zu treffen.

Fazit: Wenn wir auf den Tag zurück blicken, erinnern wir uns an strahlende Kinderaugen, Lachen und natürlich ganz viel Spaß. Und das war schließlich unser Ziel: Kinder glücklich zu machen.

Marie Zieger (Q11)

 

Neues von der Partnerschule in Tansania

Das FDG unterstützt seit Jahren Schulen in Tansania. So konnten mit den Spendengeldern viele sinnvolle Anschaffungen für die afrikanischen Schüler getätigt werden, z. B. Tische und Bänke, Schreibutensilien und Unterrichtsmaterial. Die beschenkten Schulen sind stets überwältigt von der Hilfsbereitschaft aus Aschaffenburg. Immer wieder versorgen uns Schulleiter und Lehrer mit neuen Informationen und Bildern. Diese wollen wir auch unseren Lesern nicht vorenthalten:

… I am happy to inform you that we are all doing fine. In this term our school is having two major events; the first one is that the Advanced level Students (in this case the Form Six students)  will be sitting for their final examination commonly known as ‚Advanced Certificate of Secondary Education Examination‘ that is scheduled to start on Monday, 2/5/2016 to 11/5/2016. The second event is the inter-school and then inter-regional sports and games competitions commonly known as UMISSETA, that have already started at school level and will finally be conducted national wise at the mid of June this year.

During last Friday there was  a graduation ceremony for the farewell of Form Six Students. The activity took place at Uvikambi Hall at Mbinga Roman Catholic Parish.Please find three  photos attached to this email. 

Many Greetings to all our friends at FDG

Thank you,

Anyandwile W. Mwasenga  

Makita Secondary School

Auf den Bildern sieht man die Absolventen bei den Abschlussfeiern.

O-LEVEL-STUDENDS SINGING

FORM SIX STUDENTS SINGINGNew

Taizé – Schulfahrt in ein kleines Dorf in Frankreich / Burgund

Wir als P-Seminar 2014/2016 hatten die Aufgabe, diese seit langem durchgeführte Fahrt zu organisieren.

Taizé ist ein kleines Dorf, in dem christliche Brüder leben. Diese wollen ihr Christsein mit den Jugendlichen teilen. Dort übernachtet man mit anderen Jugendlichen aus aller Welt in eigens mitgebrachten Zelten oder in einer der Holzhütten, auch „Baracken“ genannt. Für diese Fahrt muss man offen sein für andere Kulturen und neue eigene religiöse Erfahrungen. Jedoch muss keiner besonders religiös geprägt sein. Die Vielfalt der Jugendlichen aus aller Welt machen diesen Aufenthalt zu einem bunten Erlebnis, das nur zu empfehlen ist.

Wir haben als Teilnehmer des Seminars unsere Erwartungen zu Beginn mit unseren Eindrücken nach der Fahrt verglichen und möchten euch hier einen Einblick gewähren:

Taizé war unglaublich, meine Erwartungen wurden übertroffen. Ich würde sofort wieder dort hin fahren.

Vorherige Erwartungen:

– Spaß

– Viel Freizeit

– Neue Leute

– Entspannung

Erfüllt(?) :

– Spaß: Ja, hauptsächlich abends beim Oyak, sobald alle Tagesaktivitäten abgeschlossen waren.

– Viel Freizeit: Teilweise. Der Anteil der Freizeit war vom Tag abhängig. Größtenteils wurde der Tag von vielen Gebeten, Gesprächsgruppen und Essenszeiten geprägt. Dennoch war, vor allem die ständigen Gebete betreffend, die Zeitaufteilung auch in Hinsicht auf die Freizeit gut organisiert.

– Möglichkeit neue Leute ganz offen anzusprechen.

– Entspannung wurde vor allem an der Quelle geboten.

 

Vorstellungen:

Freizeit von Schule

Spaß mit Freunden

gutes Wetter

cool down

Glaube neu entdecken

#

Realität:

durchwachsenes Wetter

neues Zusammengehörigkeitsgefühl

zusammen Gottesdienst feiern – zusammen singen am Oyak

Gemeinschaft

Gebet vor dem Kreuz bis 02:00 Uhr

Taizé kann man nur schwer beschreiben. Man muss es selbst erleben! Sagen kann man nur: Es lohnt sich jede Minute!

Erwartungen, Vorstellungen und Befürchtungen erfüllt, Ergebnisse
+ Pause vom Schulstress

+ dreimal am Tag in die Kirche →      Langeweile?

+ Ruhe, Entspannung  🙂

+ Arbeit im Kloster

+ Cluny, wo ist das?

+ schlechtes Essen?

+ Fremdsprachen, ein Problem?

+ Glaube

– die Taizéfahrt war viel zu schnell wieder vorbei, besinnliche Tage, um zur Besinnung zu kommen

– Gottesdienste als Erlebnis, internationaler Gottesdienst auf unterschiedlichen Sprachen

– Schweigezeit in der Kirche und Campen mit den Freunden, Musik, Spiele, Sommer

– hoher Spaßfaktor, mit den richtigen Leuten macht sogar Müllsammeln Spaß (Soundtrack: „…Wir machen sauber…“

– für einen internationalen Jugendtreff ziemlich isoliert und abgeschieden, keine Supermärkte

– Essen einfach, aber genießbar

– man lernt viele Leute kennen, natürlich auch aus der eigenen Reisegruppe

– ein Besuch in Taizé hilft dabei, sich selbst mit dem Glauben auseinander zu setzen, aber auch seinen Standpunkt mit anderen zu diskutieren.

– Der Gottesdienst ist die gelebte Ökumene und spätestens in der Schweigezeit findet man sich wieder

Taizé in Stichworten: Akzeptanz, Glaube, Toleranz, Spaß, Gemeinschaft, Freunde, Besinnung

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Erwartungen: Ruhe, Entspannung, Spaß, Selbstfindung, Kirche eintönig (langweilig), schlechtes Essen, Leute aus anderen Ländern kennenlernen, Wetter gut, nahe des Dorfes → lauter (Verkehr), vor allem Europäer da

Ergebnis: Spaß, Ruhe, Entspannung, Kirche richtig gut (alle still, Gesänge, ganz anders als bei uns zu Hause), gutes Essen (v.a. Frühstück), nicht so viele Ausländer kennengelernt, Wetter ab und an echt hundsmiserabel, im Niemandsland, auch Amerikaner da

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Viel Spaß bei den nächsten Fahrten nach Taizé wünscht euch

Das P-Seminar-Taizé 2014/16

P. S. Das Oyak ist ein Kiosk, an dem man Getränke und sonstige Dinge des Alltags kaufen kann.

„Weg der Hoffnung“ – Besuch aus Kolumbien informiert über Hilfe für die Ärmsten

Auch in diesem Jahr besuchten Vertreter der Stiftung „Weg der Hoffnung“ das FDG. Der hiesige Ansprechpartner der Hilfsorganisation, Wolfgang Hock, war mit einer kleinen Delegation aus Kolumbien für mehrere Tage zu Gast an unserer Schule und stellte verschiedenen Religionsklassen die Situation der bitterarmen Bevölkerung Kolumbiens dar. In seinem berührenden Vortrag zeigte er die Notwendigkeit der Hilfe für die Notleidenden auf, unterstrich aber, dass diese vor allem eine Hilfe zur Selbsthilfe sein müsse. So erfuhren die Schüler von der positiven Wirkung der Mikrokredite, Schulungen und Beratungen vor Ort. Zudem wurde deutlich: Diese Hilfsorganisation ist ein Segen für bestimmte Gebiete Kolumbiens – unterhält sie doch unter anderem ein Kinderheim, eine Behindertenwerkstatt, ein medizinisches Versorgungszentrum und einen Jugendbauernhof, der speziell traumatisierten jungen Menschen den Weg in die Normalität ebnet.

Der erste Eindruck von dem südamerikanischen Land, das vielen Schülern zuvor gar nicht so recht im Bewusstsein gewesen war, wurde durch eine Tanzdarbietung bereichert. Zwei von der Stiftung unterstützte Kolumbianer erzählten tanzend eine kleine Geschichte von der Weite des Landes und der sengenden Sonne.

Seit Jahren unterstützt die Fachschaft Religion die Stiftung “Weg der Hoffnung”, die der inzwischen verstorbene Mainaschaffer Pfarrer Josef Otter gegründet hat. FDG-Schüler verrichten an den Projekttagen am Ende des Schuljahres kleine Hilfstätigkeiten . Dazu gehören das Waschen der Autos an Tankstellen oder das Einpacken von Lebensmitteln in Einkaufsmärkten. Die damit erzielten Spendengelder summieren sich zu stattlichen Beträgen – und kommen der Partnerschule des FDG in Tansania und der Stiftung „Weg der Hoffnung“ zu Gute. Der Besuch aus Kolumbien übermittelte uns ein von Herzen kommendes “Gracias” – und wir vom FDG engagieren uns auf jeden Fall weiterhin für die Stiftung. Gerne können Sie sich zur Hilforganisation unter www.wegderhoffnung.de umfassender informieren.

„Ich bin Malala“ – Lektüreprojekt in der Klasse 7af (Religionslehre)

„Warum machen die Taliban das?“ – Fragen über Fragen gab es von den Siebtklässlern der Klasse 7af zu den Themen Taliban und extremistische Strömungen im Islam. Vorangegangen waren im Religionsunterricht Lerneinheiten über die Grundlagen des Islams, z. B. dessen geschichtliche Entwicklung oder die fünf Säulen dieser Weltreligion. Als aber die Sprache auf die gegenwärtige politische Situation im Mittleren Osten kam, war es schwierig für die westeuropäischen Siebtklässler, sich die Situation der Iraker, Afghanen oder Pakistani vorzustellen.

Kurzerhand beschlossen die Schüler zur Vertiefung der Thematik eine Lektüre zu lesen – und weil die Auswahl schwer fiel, einigte man sich gleich auf zwei Bücher: „Ich bin Malala“, geschrieben von der pakistanischen Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai, und „Im Meer schwimmen Krokodile“, das die Geschichte des jungen Afghanen Enaiatollah Akbari beschreibt, der sich  völlig mittellos auf der Flucht von seiner Heimat bis nach Italien durchschlagen musste.

Die Beschäftigung mit der Lektüre und dem doch eigenen Sprachduktus der Autoren vermittelte die beschriebenen Regionen als atemberaubend schöne Landschaften, als eine fremdartige und doch schätzenswerte Kultur und als Orte, an denen die Menschen unter den politischen Gegebenheiten leiden. Immer wieder wird deutlich, dass es dort um den Kampf um Macht und politisch-weltliche Vorherrschaft geht und dass der Islam als solcher nie in Frage gestellt wird. Vielmehr schöpft die Bevölkerung Kraft aus ihrem Glauben an Gott.

Beide noch jugendlichen Protagonisten haben Schlimmes durchgestanden – ein Kopfschuss als Antwort auf die Forderung nach Bildung für Mädchen und die Vertreibung von der Familie als Folge gesellschaftlicher Ausgrenzung – und doch ein Happy-End erlebt. Somit war die Lektüre nicht nur Wissensvermittlung und Leseförderung zugleich, sondern mehr noch: Es geht um die Erkenntnis, dass man immer für das Gute kämpfen muss.

Zum Schluss des Projektes präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7af die Inhalte der Lektüren sowie politische, wirtschaftliche, geografische und gesellschaftliche Fakten ihren evangelischen Mitschülern. Diese  waren eigens mit deren Lehrer, Herrn Pürckhauer, zum Zuhören und Fragenstellen gekommen. Die referierenden Schüler nutzten voller Engagement die Möglichkeit, ihre erworbenen Kenntnisse anderen zu vermitteln. Somit sind die Geschichten von Malala und Enaiatollah bei uns wieder ein Stückchen bekannter geworden.

Gemeinsam sind wir stark – Gottesdienste am FDG

Die Fachschaft Religion organisiert über das gesamte Schuljahr hinweg ökumenische Gottesdienste, die auf die verschiedenen Jahrgangsstufen abgestimmt sind. Diese Gottesdienste richten sich nach den Ereignissen im Kirchenjahr oder dem schulischen Jahr. Der ökumenische Anfangsgottesdienst der 5. Klassen ist dafür ein Beispiel. Die Themen in diesen Schulanfangsgottesdiensten variieren zwar, sind aber immer als Einführung in eine neue Schule und als Motivation zu verstehen. In einem Schuljahr stand zum Beispiel das Motto „Gemeinsam sind wir stark“ im VordergrundDabei führten die Schülerinnen und Schüler ein Rollenspiel auf, bei dem Auge, Hand, Fuß und Ohr im wahrsten Sinn des Wortes „Zoff“ haben. Im Spiel und im Gespräch mit den Kindern wurde deutlich, dass jeder seine, ihm von Gott geschenkten Fähigkeiten für die Gemeinschaft  einsetzen muss, damit ein gutes Miteinander  möglich ist – und natürlich ganz besonders im schulischen Miteinander.

Aktionen für die Partnerschulen in Tansania und für Kolumbien

Seit knapp zehn Jahren unterstützt das Friedrich-Dessauer-Gymnasium regelmäßig eine Schule in Tansania, die Makita Sec. School, ein großes Gymnasium in Mbinga im Süden von Tansania. Dort wird dringend Schulausstattung und Unterrichtsmaterial benötigt.

Deshalb organisieren die Lehrkräfte der Fachschaft Religion jedes Jahr immer wieder Benefizaktionen. Auch ein P-Seminar hat sich in der Vergangenheit mit der Partnerschule beschäftigt: Es vertiefte den Kontakt nach Afrika und informierte die Klassen über die Lebenssituation in Tansania, über die Partnerschaft mit Mbinga, über das dortige Gymnasium sowie über die geplante Spendenaktionen. Die Schule in Kishuro haben z. B.  zwei ehemalige Schüler des FDG besucht und die Spende aus dem Jahr 2013 dort persönlich übergeben.

Die Benefizaktionen des FDG stellen eine wichtige Entwicklungshilfe für die bitterarmen Schüler in der Partnerschulen dar: Von unseren Spenden konnten Tische und Stühle sowie Stromgeneratoren und Unterrichtsmaterial für mehrere Klassen angeschafft werden. Die Freude darüber war riesengroß, was viele Fotos und Emails belegen.

Tansania

Neben den Schulen in Tansania unterstützt das FDG zudem das Projekt „Schule für alle“ der Stiftung „Weg der Hoffnung“. Immerhin wurden mindestens zehn Kindern aus den Slums von Villavicencio in Kolumbien den Schulbesuch für ein Jahr ermöglicht.

M. Sauer

 

 

P-Seminar-Projekt – Menschen sind mehr als „Winner oder Loser“

Im Rahmen dieses P- Seminares unternahmen die SchülerInnen verschiedene Exkursionen zu Menschen, die oft am Rande unserer Gesellschaft leben, um einen Einblick in deren Lebenssituation zu gewinnen. Unter anderem nahmen die Schüler an einer Führung „Orte der Armut“ in Aschaffenburg teil. Frau Will von der Diakonie führte die Gruppe zwei Stunden lang durch Aschaffenburg zu Orten, wo Armut im Alltag anzutreffen ist. So wurde jedem bewusst, dass Armut mitten unter uns wahrzunehmen ist, wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht.

Auch besuchten die Schüler/innen die Dorfgemeinschaft Hohenroth bei Rieneck, wo Menschen mit Behinderung in Wohngruppen zusammenleben und betreut werden. Sie gehen regelmäßig einer Arbeit nach und bringen sich je nach ihren Fähigkeit und Möglichkeiten z.B. in der Landwirtschaft, Weberei, oder Schreinerei ein und können so ein erfülltes und sinnvolles Leben in Gemeinschaft führen.

Momentan führen die SchülerInnen verschiedene Projekte durch, unter anderem bei der Lebenshilfe in Stockstadt und mit Kindern im Asylantenwohnheim in Aschaffenburg.

Aus der Werkstatt für behinderte Menschen in Stockstadt kamen Sabrina und Anastasia mit folgenden Eindrücken zurück: „Die Menschen mit Behinderung sind sehr aufgeschlossen und freundlich. In der Werkstatt herrscht eine tolle Atmosphäre und Gruppendynamik, denn alle verstehen sich dort sehr gut, egal ob jung oder alt, ob Mann oder Frau. Wir wurden äußerst herzlich aufgenommen und von verschiedenen Menschen in unterschiedliche Gespräche zu allen erdenklichen Themen verwickelt.

Im Asylantenheim in Aschaffenburg hatten Erika, Jessica und Justin einen Bastelnachmittag mit Kindern geplant.
„Dort angekommen wurden wir erst einmal recht herzlich begrüßt. Der Raum füllte sich schnell mit Kindern und Jugendlichen, die gerne basteln wollten. Wir hatten für Essen und Trinken gesorgt, worüber sich die Kinder gefreut haben. Jedoch haben wir schnell gemerkt, dass der Umgangston unter ihnen recht harsch ist und auch Kraftausdrücke keine Seltenheit sind. Der Umgang mit uns war sehr herzlich und die Kinder haben viel von sich und ihrer Geschichte erzählt. Zusammenfassend kann man sagen, dass das Projekt auf jeden Fall eine Erfahrung wert war.“

R. Pürckhauer

 

„Camino de la esperanza“ – Mitarbeiter der Stiftung „Weg der Hoffnung“ besuchen das FDG

Kolumbianische Mitarbeiter der Stiftung „Camino de la esperanza – Weg der Hoffnung“ besuchten im Juli 2014 das FDG. Verschiedenen Klassen aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen stellten diese ihr Land und dessen prekäre politische und wirtschaftliche Situation vor. Die Schülerinnen und Schüler waren erschüttert von der Armut der Bevölkerung. Gleichzeitig aber zeigten sie sich beeindruckt von der Tatkraft der Stiftung, die unzähligen Kindern und Erwachsenen ein Leben mit Perspektive ermöglicht. Um einen lebendigen Eindruck von Kolumbien zu vermitteln, führten zwei der südamerikanischen Gäste zudem einen Tanz vor, der seine Wurzeln in der Sklavenzeit hat. Zum Schluss der Veranstaltung  durften alle Schüler von getrockneten exotischen Früchten naschen.

Seit Jahren unterstützt die Fachschaft Religion die Stiftung „Weg der Hoffnung“, die der inzwischen verstorbene Mainaschaffer Pfarrer Josef Otter gegündet hat. Diese Hilforganisation ist ein Segen für bestimme Gebiete Kolumbiens: Unterhält sie doch unter anderem ein Kinderheim, eine Behindertenwerkstatt, ein medizinisches Versorgungszentrum und einen Jugendbauernhof, der speziell traumatisierten jungen Menschen den Weg in die Normalität ebnet. Von großer Wichtigkeit ist den Helfern, dass die bedürftigen Menschen Hilfe zur Selbsthilfe erhalten und mit Ausbildung sowie Kleinstkrediten ihr Leben selbst meistern können – um der extremen Armut zu entfliehen.

Der Besuch aus Kolumbien übermittelte uns ein von Herzen kommendes „Gracias“ – und wir vom FDG engagieren uns auf jeden Fall weiterhin für die Stiftung. Gerne können Sie sich zur Hilforganisation unter www.wegderhoffnung.de umfassender informieren.

Das Krisenteam am FDG

Das Krisenteam am FDG will dir weiterhelfen, wenn du dich in einer schwierigen Lebenssituation befindest. Du kannst zu jedem von uns kommen:

  • Frau Emmerling
  • Herr Jäger
  • Frau Leboulanger
  • Frau Öhrlein
  • Herr Pürckhauer
  • Frau Sauer
  • Herr Störzer
  • Herr Schmitt, H.

Wichtig: Alles, was besprochen wird, bleibt unter uns!

An unserer Schule findest du weitere Unterstützung:

  • Verbindungslehrer: Herr Bauer (Unterstufe), Frau Mehltretter (Mittelstufe)
  • Beratungslehrerin: Frau Ullrich
  • Schulpsychologe: Herr H. Schmitt, Zi 325 A
  • Schulseelsorger: Herr Pürckhauer, Zi 416
  • Streitschlichter: KeKs, Konflikte erkennen, Konflikte schlichten
    Kontakt: Sekretariat (Briefkasten), Frau Woeber, Frau Sauer, Frau Kaschmieder, Herr Höfler, Herr Pürckhauer

 

Weitere Adressen, an die du dich in Aschaffenburg wenden kannst:

  • Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern

bei Problemen mit Gleichaltrigen, Eltern, Lehrern; Fragen zu unklaren Gefühlen, Verhaltensweisen, Sucht, Suizid, sexuellem Missbrauch

Landkreis: Schlossberg 2 (Eingang in der Karlstraße), Tel. 06021/392 301

Stadtbereich: Treibgasse 26, Tel. 06021/392 220

  • Psychosoziale Beratungsstelle für Suchtprobleme

Alkohol, Drogen, Spielsucht, Computersucht, Kaufsucht…

Teibgasse 26, 63739 Aschaffenburg

Mittwoch: Offene Sprechstunde 14.00 bis 17.00 Uhr oder psb@caritas-aschaffenburg.de oder 06021/392 208

Für weitere Informationen: www.caritas-aschaffenburg.de

  • SEFRA Selbsthilfe- und Beratungszentrum für Frauen (ab 16 Jahren)

Frauenfragen, Stalking, Vergewaltigung, häusliche Gewalt…

Bodelschwinghstr. 16,63739 Aschaffenburg

06021/2 47 28 oder sefra@t-online.de

  • Kreisjugendamt Aschaffenburg

Bayernstr. 18, 63736 Aschaffenburg

06021/394-522 bzw. -533 oder -355

 

Taizé


„Sehr schöne Erfahrung, da man ohne zu zögern in die Gemeinschaft aufgenommen wird und Menschen aus anderen Ländern kennen lernt!“


„ Begeisterter Glaube! Kirche einmal total anders erleben!“


„ Taizé-Feeling pur: Zelten, Singen, Freundschaft, Spaß!“

„Solche Erfahrungen macht man so schnell nicht wieder. Ob es sich gelohnt hat? Auf jeden Fall!!”

Wenn sich Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Jahrgangsstufe so über Kirche äußern, dann muss es sich bei Taizé um etwas ganz Besonderes handeln.

Woche für Woche  kommen tausende Jugendliche aus der ganzen Welt nach Taizé in Burgund, einem kleinen Dorf unweit von Cluny, um das einfache Leben der Brüder der vom Schweizer Roger Schutz gegründeten ökumenischen Gemeinschaft zu teilen.
Auf das Handy, Fernseher und Internet zu verzichten scheint heute vielfach unmöglich. Doch der Aufenthalt in Taizé sorgt gerade für diese Erfahrung und zeigt, dass im Leben auch Zeiten der Besinnung, des Nachdenkens über sich selbst und der Stille wichtig und ertragreich sind.
Jedes Jahr über Christi Himmelfahrt machen auch Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums diese Erfahrung, wenn sie sich mit Zelten ausgestattet auf den Weg nach Frankreich machen. Die Skepsis und Unsicherheit einzelner verfliegt schnell, denn in Taizé ist jeder willkommen und findet schnell Anschluss.

Ein Schüler berichtet:
Wie jedes Jahr ging es erstmal zum Empfang, wo jeder einer Gesprächsgruppe zugeteilt wurde. Danach schnell die Zelte aufgebaut und dann zur Essensausgabe. Diese ist in Taizé ein wenig kompliziert, was wohl daran liegt, dass hier über 3000 Jugendliche zu verpflegen sind. Also bildet sich eine gigantische Menschentraube, die durch die 20 Essensausgaben geleitet wird, in denen jeder eine komplette Mahlzeit erhält. Wem das Essen manchmal etwas zu karg ausfällt, kann es ohne weiteres durch mitgebrachte alternative Verköstigungen abrunden. Doch was macht man in Taizé eigentlich den ganzen Tag, außer „5-Minuten“- Terrinen zu verspeisen? Eigentlich ist Taizé eine Klosteranlage mit entsprechendem Programm, dies beinhaltet Gespräche über Bibeltexte und Gottesdienste dreimal am Tag. Was sich hier wie eine Bewährungsprobe für Hardcore-Christen anhört, entpuppt sich allerdings im Nachhinein als Möglichkeit über sich selbst viel zu lernen. So schafft ein Gottesdienst, der zu 90 Prozent aus spirituellen Liedern besteht und zum Großteil aus Jugendlichen eine einmalige Atmosphäre, die jeden irgendwie berührt. Hier finden viele die Möglichkeit in Ruhe über sich selbst oder ihre aktuelle Situation im Leben nachzudenken. Auch die verpflichtenden Gesprächsgruppen scheinen eine Möglichkeit zu sein, nette Leute aus ganz Deutschland – oder für jene mit passablen Englisch-Kenntnissen – aus der ganzen Welt kennen zu lernen und nebenbei  Erkenntnisse über die Bibel und den Glauben zu gewinnen. So verstreichen die drei Tage eigentlich wie im Fluge. Und ehe man sich versieht befindet man sich schon wieder im Bus nach Hause. Und weitere 8 Stunden später ist man Sonntagabend in Deutschland angekommen und man fragt sich, ob man nicht noch eine Woche in Taizé verbringen kann, um einerseits dem Schulalltag zu entfliehen, und andererseits um nochmal in den Genuss der überwältigenden Stimmung zu kommen.

Die Gemeinschaft von Taizé gibt es seit gut 70 Jahren: Als Frère Roger 1940 das erste Mal nach Taizé kam, war das Dorf halb verlassen. Er kaufte ein altes Bauernhaus und begann mit einigen Gleichgesinnten ein Leben in der Gemeinschaft. Die ersten Brüder kümmerten sich dort zunächst um Kriegsflüchtlinge, insbesondere Juden, später auch um deutsche Kriegsgefangene und französische Kriegswaisen. Ein Leben für die Versöhnung – dies wird fortan einer der wichtigsten Grundsätze der ökumenischen Gemeinschaft von Brüdern.
Seit den 60ger Jahren zog das einfache Leben der Brüder der Communauté auch immer mehr Jugendliche an. Die Jugendtreffen in ihrer heutigen Form nahmen immer mehr Gestalt an. Die Begegnung Jugendlicher unterschiedlicher Konfessionen und unterschiedlicher Herkunft und der Austausch über das alltägliche Leben und den Glauben leisten einen wichtigen Beitrag zu der von Frère Roger angestrebten Versöhnung zwischen den christlichen Konfessionen und den Menschen verschiedener Nationalitäten.
Heute besteht die Communauté aus ca. 100 Brüdern aller christlichen Konfessionen, von denen einige auch in den Elendsvierteln der Welt leben.

Seit mittlerweile 15 Jahren durchgeführt ist  die Taizé-Fahrt am Friedrich-Dessauer-Gymnasium längst zur Tradition geworden. Dass diese Fahrt zu den prägenden Erlebnissen der Zeit am FDG zählt, zeigen die nicht wenigen Erwähnungen der Fahrt beim Rückblick auf die Schulzeit in der Abi-Zeitung.

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