Musik – Besuch in Frankfurter Oper „Carmen“

„Toréador ! « statt « Ball im Tor ! » – Die Klassen 9g und 10a widerstanden der kurzweiligen Versuchung eines EM-Halbfinales und gingen als langfristige Gewinner vom (Willy-Brandt-) Platz, da sie an diesem eine überaus beeindruckenden Aufführung der Oper „Carmen“ erleben durften.

Bleiben wir spaßeshalber beim Fußballjargon: Auch in der Oper Frankfurt kam zu einer deutsch-französischen Begegnung, sozusagen einem echten Klassiker, in dem eine multikulturelle deutsche Mannschaft auf das französische Meisterwerk „Carmen“ traf. Und es war eine Auseinandersetzung auf höchstem Niveau! Den größtenteils nicht opernerfahrenen Schülern präsentierte sich eine spielfreudige Opernmannschaft, die mit ihrem gewitzten, aber perfekten Zusammenspiel über die ganze Spielzeit von drei Stunden hin für fesselnde und ergreifende Momente sorgte. Dabei hätte die fantastische Musik alleine gereicht, um uns glücklich zu machen. Doch wählte der Regisseur eine kreative Aufstellung mit obligaten Tänzern in Sechserkette, die das Geschehen choreographisch deuteten, aber bisweilen auch persiflierten, was für mehrere heitere Momente im Publikum sorgte. So flogen denn auch die beiden Spielhälften an unseren Sinnen vorbei, ohne dass wir uns über taktisches Geplänkel hätten ärgern müssen.

Wir verließen Frankfurt nicht nur als gefühlte Sieger. Wir sind die Gewinner dieses Abends.

Große italienische Künstler hautnah – eine Exkursion der Italienischlernenden der Klassen 10a und 8b ins Städel

Goethes „Pressefoto“, produziert von Andy Warhol, begrüßte uns farbenfroh und gewaltig in der Lounge des Frankfurter Städel Museums, die uns mit ihrer riesenhaften Mosaikwand aus Spiegeln diesen Kunstraum eröffnete. Wir, die Klasse 10a, kamen zusammen mit den „Italienern“ der Klasse 8b am Freitag, den 22.04.16 allerdings aus einem ganz anderen Grund: Große Künstler der italienischen Renaissancemalerei (eigentlich: „rinascimento“) zogen uns nach ca. 30 minütiger Zugfahrt in die fabelhafte Ausstellung „Maniera“ (ital. für „Art und Weise“ oder auch „Stil“). Dort erhielten wir eine fachkundige und moderne Führung durch die Ausstellung, die sich den Meistern Pontormo, Bronzino, Andrea del Sarto, Rosso Fiorentino und Vasari im Florenz der Medici widmete und wir durften selbst originale Entwürfe des noch berühmteren Michelangelo bestaunen. Die insgesamt 120 Werke, darunter Vorzeichnungen und Skulpturen, beeindruckten mit Präzision und außerordentlichem Talent und gaben tiefe Einblicke in die Vorbereitungen eines Künstlers für sein Bild.

Wir lernten viel über Wirkungsweisen von Bildern im Allgemeinen und dann eben auch, wie rebellisch die Werke dieser Ausstellung verstanden werden müssen. Wie erzeugt man Ferne oder Nähe oder was für eine tragende Rolle spielt die Symbolik in Gemälden? Auch die Interpretationen und zeitgeschichtlichen Hintergründe öffneten uns Türen, die Gedanken der Künstler hinter ihren Werken zu verstehen. So imponierte Rosso Fiorentinos Gemälde „Madonna mit ihrem Kind und dem Johannesknaben“  mit seiner grotesken, gar aufreizenden Muttergottes, welche in ihrer Darstellung eher an die griechische Göttin Venus erinnert denn an die selige Maria. An Experimentierfreude und Wagemut fehlte es den Künstlern dieser Zeit wahrlich nicht.

Zentrales Stück der Ausstellung war Jacopo Pontormos Bild „Venus und Amor“ nach einem Entwurf von Michelangelo: Eine laszive, aber maskulin wirkende Venus wird von einem listigen Amor bezirzt. Ist es hier Amor, der einen Pfeil auf seine Mutter Venus selber abschießen will, oder strebt Venus danach, selber einen Pfeil abschießen zu können? Und neben dieser Frage die unterschwellige Symbolik und eigentliche Hauptaussage des Bildes: die Bildhauerei liegt in Form einer gestürzten Figur am Boden und verliert damit den paragone, also den Wettstreit um die einzig wahre bildende Kunst.

Jenes Bild war herausragend fesselnd und gefiel mir am besten. Es präsentiert den ursprünglichen Gedanken hinter jeder Art von Kunst, nämlich, dass sie um der Kunstwillen gemacht wird. Ausflüge dieser Art sollte man öfter ins Schulprogramm aufnehmen.

Veronika Fuchs

 

7b besucht das Funkhaus in Aschaffenburg

Am Dienstag, den 22. Juli, erkundete die Klasse 7b das Funkhaus Aschaffenburg. Höhepunkt war hierbei der Besuch des Studios von Radio Galaxy. Die Schüler waren bei den Live-Moderationen von Valentino dabei und durften sogar das Lied “Echt” für ganz Aschaffenburg singen!

Exkursion der Klasse 7d ins Funkhaus Aschaffenburg

Am Mittwoch, den 11. Mai, erkundete die Klasse 7d das Funkhaus Aschaffenburg. Dabei wurde sie von den beiden Moderatoren Lisa Jacob und Jonathan Shoemaker durch alle Bereiche geführt, die das Funkhaus zu bieten hat. So gab es Einblicke in die tägliche Arbeit der Redakteure, die journalistischen Tätigkeiten bei Primavera24 und main.tv und natürlich die Sendestudios, in denen sich Lisa und Jonathan besonders oft aufhalten. Hier nutzte die Klasse auch gleich die Gelegenheit, um ihre Version des aktuellen Hits „Lush Life“ von Zara Larsson einzusingen und -spielen! Und wer das hören und sehen will, kann dies noch immer auf der Facebook-Seite von Radio Galaxy Aschaffenburg. Viel Spaß!

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Das P-Seminar „Musik und Bühne“– Ein Überblick

Pünktlich zum Karnevalsbeginn am 11. November brachte das Seminar „Musik und Bühne“ 2014/16 sein selbstgeschriebenes Märchen-Crossover „Es war einmal…“ in der Aula des FDG zur Aufführung und sorgte für einen heiteren Abend. Den Aufführenden war die Freude über ihren Erfolg deutlich im Gesicht abzulesen!

Hier ein kleiner Abriss über die Bausteine des Projekts, die so immer gleich bleiben werden:

1 – Die Projektmethode

Projektarbeit ist ein wesentlicher Baustein heutiger Berufswelt. Die Phasen eines Projekts bleiben dabei immer im Grundsatz gleich, egal ob am Ende ein neues Auto, die Planung der Hochzeit der besten Freundin oder eben ein Bühnenprojekt steht. Die grundsätzliche Theorie hierzu wird durchgenommen, um sie dann mit dem eigenen Projekt mit Leben füllen zu können.

Das praktische Projekt

Nach einer gegenseitigen Kennenlernphase der Kursmitglieder wird darüber beraten, welches Ziel wünschenswert und zugleich realistisch ist. So einigte sich der letzte Kurs auf ein Bühnenstück mit Musik, weil man zwar gerne musikalisch aktiv werden wollte und auch einige Musiker in den Reihen hatte, aber die Bühnenerfahrung für das Aufführen beispielsweise eines Musicals nicht ausreichend gewesen wären. Und weil man zwei kreative Autorinnen hatte, wurde das Skript kurzerhand selber verfasst und in der letzten Phase noch mit Musik angereichert.

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2 – Berufs- und Studienorientierung (BuS-Teil)

Neben dem praktischen Projekt ist die Auseinandersetzung mit der realen Berufswelt und den generellen Ausbildungsmöglichkeiten (Studium, Duales Studium etc.) nach dem Abitur ein wesentlicher Bestandteil des P-Seminars.

Jeder Kursteilnehmer muss ein Referat über einen Beruf und den dazugehörigen Ausbildungsweg halten und eine externe Person zu ihrem Beruf, ihrer Wahl des Berufs und ihrem Werdegang interviewen. Die Leitfrage ist hierbei immer, welche Kriterien und Entscheidungen dazu geführt haben, dass jemand wurde, was er wurde, und ob er damit glücklich ist. So hatten wir im Kurs beispielsweise hochinteressante Interviews mit Masken- und Kostümbildnern, einem Regisseur, Tänzern und zwei hochkarätigen Eventmanagern, die Einblicke in ihre Lebens- und Berufswelt und damit auch in ihre Erfolge und Misserfolge gaben.

Dieser Teil wird durch ergänzende Informationen zu den Möglichkeiten zwischen Abitur und Studium (Au-pair, gap-year, Bundesfreiwilligendienste etc.), zu den Lebenshaltungskosten oder zu den Finanzierungs- und Stipendienmöglichkeiten abgerundet.

Schließlich bemüht sich der Kursleiter darum, gemeinsam mit dem Seminar Betriebe zu erkunden und Praktika zu verschaffen, an die man so eventuell nicht alleine kommen würde. So konnten im letzten Kurs zwei Teilnehmerinnen bei einer Frankfurter Musicalschule schnuppern, bei der auch Helene Fischer ihren Abschluss gemacht hat, und AB-Event, die Macher des Afrika-Karibik-Festivals, stellten zwei Praktikanten für den Stagebereich ein. Erkundet wurde als Beispiel für ein Mehrspartentheater auch das Mainfranken Theater in Würzburg.

3 – Die Selbsterkundung

Wie bin ich eigentlich? Verhalte ich mich alleine anders als in der Gruppe? Was sind meine Stärken, meine Schwächen? Was würde ich im Leben gerne machen? Was ganz bestimmt nicht? – Diesen Fragen muss sich jeder Mensch immer wieder stellen. Aber umso mehr sollte man über sich selber im Klaren sein, wenn man noch am Anfang seiner „Karriere“ steht und das Leben mit allen seinen Möglichkeiten vor einem. Unter diesem Blickwinkel werden wir uns anhand erprobter Materialien selber reflektieren, um eine Grundlage für Berufs- und Lebenswünsche zu haben.

Doch wie heißt es so treffend: Der Weg ist das Ziel. – Und ein Weg kann das P-Seminar „Musik und Bühne“ sein…

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