Projekttage – Geschichte trifft Geographie

An zwei Tagen im Jahr findet am FDG kein regulärer Unterricht statt, sondern in den sogenannten Projekttagen können die Schüler Wissen auf eine ganz andere Art erwerben: sei es auf Exkursionen, sei es bei Experimenten in der Schule,… Die 6. Klassen waren aufgeteilt: ein Tag Walderkundung, ein Tag Stadterkundung. In Zusammenarbeit der beiden Fächer Geographie und Geschichte wurde eine Stadtrallye durchgeführt, wobei die Schüler selbstständig mit Kompass und Karte eine festgelegte Route finden und ablaufen mussten und zahlreiche Aufgaben zu erledigen hatten. Dabei wurden fast alle historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt abgelaufen, die wirtschaftliche und geographische Situation der Stadt erforscht und – natürlich – auch ein Eis geschleckt. Nach etlichen Stunden dann lösten die Lehrer die Ergebnisse auf. Auf die Fähigkeiten unserer Schüler können wir wirklich stolz sein!

FDG gewinnt mit Filmbeitrag bei Weiße Rose Stiftung e. V.

Dritter Preis für die 9d mit dem Beitrag „Die Weiße Rose – Ein Kinotrailer“

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums veranstaltete die Weiße Rose Stiftung e.V. in Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit den Schülerwettbewerb „Kreativer Umgang mit der Weißen Rose“, an dem auch die (ehemalige) Klasse 9d des FDG mit ihrer Geschichtslehrerin Frau Regina Stäb teilnahm. Obwohl sie zu den jüngsten Teilnehmern unter den konkurrierenden Klassen aus ganz Bayern gehörten, errangen die Neuntklässler des FDG den dritten Platz und ernteten viel Bewunderung und Lob, u.a. von der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Focus online.

Der Beitrag der 9d ist ein Kinotrailer, der in mehreren kurzen Szenen die Geschichte der Widerstandsgruppe Weiße Rose skizziert. Ein Trailer kann zwar das Thema in der vorgegebenen Kürze nicht ausreichend tiefgründig behandeln, er weckt aber die Neugier beim Zuschauer. Der Beitrag regt nicht nur zur Auseinandersetzung mit den Persönlichkeiten der Weißen Rose an – ihren Biographien, Ideen, Ambitionen und Überzeugungen, sondern auch mit der Verantwortung gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus.

Das Drehbuch zum Trailer arbeiteten die Neuntklässler selbstständig aus, nachdem sie gründlich die nötigen Informationen aus Schulbüchern, dem Internet und aus Dokumentations- sowie historischen Spielfilmen gesammelt hatten. Anschließend wendeten die Schüler das Wissen an und zeigten dabei ein hohes Maß an Kreativität beim Drehbuchschreiben, da sie mit relativ einfachen Mitteln versuchten die Geschichte zu präsentieren. Auch die Requisiten und die Drehorte auf dem Schulgelände wählten sie sorgfältig aus, um anschließend  in die verschiedenen Rollen zu schlüpfen.

Dankenswerterweise wurde den Schülern die technische Ausrüstung für den Dreh von der Schule sowie dem JUKUZ Aschaffenburg zur Verfügung gestellt. Die aufwändige Nachbearbeitung der Szenen, musikalische Untermalung und Schnitt der Szenen übernahm schließlich ein Oberstufenschüler und verlieh dem Trailer damit den professionellen Schliff.

 

100 Jahre Ausbruch des Ersten Weltkriegs – Weltgeschichte lokal

Arbeitshilfen und Kopiervorlagen machen das Geschehen um den Kriegsausbruch konkret!
Anlässlich des 100. Jahrestags der „Julikrise“, die sinnbildlich für das Versagen der gesamten europäischen Diplomatie im Vorfeld des Ersten Weltkriegs steht, haben zwei Geschichtslehrkräfte des Aschaffenburger Friedrich-Dessauer-Gymnasiums und des Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasiums eine Materialsammlung für den Unterricht aus Beständen des Aschaffenburger Zeitungsarchivs angelegt. Damit soll den Schülerinnen und Schülern der Nachvollzug dieser historischen Ereignisse anhand lokaler Quellen ermöglicht werden. Die Veröffentlichung dieser Arbeitsunterlagen erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Stadt- und Stiftsarchivs Aschaffenburg (Zeitungsarchiv der Stadt Aschaffenburg), das die Genehmigung zum Abdruck bzw. zur Veröffentlichung und schulischen Verwendung der Textvorlagen erteilt hat und für weitere Anfragen jederzeit zur Verfügung steht.
Der Materialsammlung ist ein ausführliches Inhaltsverzeichnis beigegeben, das die Leitfragen bzw. das inhaltliche Erkenntnisinteresse des jeweiligen Arbeitsblattes zusammenfasst und so den Lehrkräften einen raschen Zugriff auf die einzelnen Kopiervorlagen ermöglichen möchte.
Bei dieser Version handelt es sich um eine erste Entwurfsversion, die an alle interessierten Lehrkräfte ausgegeben werden soll. Die beiden letzten Seiten sind aus technischen Gründen leider nur in unzureichender Auflösung abgedruckt. In einer künftigen Auflage sollen sie durch hochauflösende Fotos ersetzt werden, was in seltenen Fällen auch für einzelne Ausschnitte gilt, die ggf. in Kopie etwas schwerer zu lesen sind. In manchen Fällen kann es daher empfehlenswerter sein, einzelne Seiten stets auszudrucken, anstatt sie zu kopieren. Dennoch wurden alle erarbeiteten Vorlagen in dieser ersten Version belassen, damit Sie als Kolleginnen und Kollegen den Umfang und Aufbau unseres Vorschlags nachvollziehen und zum gesamten Projekt Anregungen abgeben können. In einer zweiten Version möchten wir diese Impulse gerne aufgreifen.
Dr. Jochen Krenz                                *                      Barbara Krebs-Eckstein
Friedrich-Dessauer-Gymnasium                                  Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasium
Aschaffenburg, im Juli 2014

Sally Perel

Wie schafft man es, über 500 Schüler drei Stunden lang mucksmäuschenstill zu halten? Am Dienstag gelang dies Sally Perel aus Israel, der ihnen am Friedrich-Dessauer-Gymnasium aus seinem Leben erzählte. Als Zeitzeuge berichtete er über sein Schicksal im Dritten Reich, wie er sich als Jude ausgerechnet in der Hitlerjugend versteckte und hier der Vernichtung seines Volkes entging. Perels Leben ist bis heute durch dieses Erlebnis geprägt. Dazu erschien vor Jahren seine Autobiographie „Ich war Hitlerjunge Salomon“, die auch mit großem Erfolg verfilmt wurde. Jetzt war er in Aschaffenburg zu Gast, um den Schülern zu zeigen, wie wichtig es ist, Menschenliebe aktiv zu gestalten und das Leben zu lieben. Hass und Ausgrenzung können in einer Welt nach Auschwitz keinen Platz mehr haben, so sein Appell. Diese persönliche Wertevermittlung „aus erster Hand ist viel besser, als aus einem Buch zu lernen“, so die Schülerin Carmen Rachor. Trotz seiner 88 Jahre zog er die Schüler mit seinem lebendigen und humorvollen Vortrag in seinen Bann, Helen Sewald (9b) fand es „bewegend, weil man sich heute gar nicht vorstellen kann, dass es ein solches Schicksal gibt“. Da dies „die letzte Möglichkeit war, einen Zeitzeugen live zu erleben“ (Jonas Scheffauer), nahm auch die Schlange der Schüler beim Signieren der Bücher kein Ende.

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