Moderne Wappenkunde am FDG: Politische Probleme visuell und kreativ vermittelt

StRin Julia Grundner hat mit ihrer 8. Klasse im Fach Geschichte vor kurzem bayerische Identitäten im Wandel der Zeit diskutiert und eine kreative Lösung in den Unterricht integrieren können, im Zuge derer die Schülerinnen und Schüler auf kreative Weise die politischen Veränderungen und aktuellen Probleme unserer Zeit visuell in neue Wappendesigns übertragen sollten. Dabei war es Ziel, die Region bzw. den bayerischen Staat als Untersuchungsgegenstand zu betrachten, für den die Schülerinnen und Schüler auf kreative Art einen Bezug zu ihrer eigenen und ganz aktuellen Lebenswelt schaffen konnten. Als Orte des öffentlichen Raumes und kulturellen Lebens im Freistaat Bayern, erfüllen Schulen wie das FDG die Aufgabe, die Multikulturalität des Bundeslandes widerzuspiegeln, gleichzeitig aber auch erfahrbar zu machen. Während die Schülerinnen und Schüler nicht nur historische Entwicklungen, den Erfahrungsraum der bayerischen Vergangenheit anhand visueller Medien, d.h. auf Grundlage historischer Wappen, nachvollziehen konnten, gab diese Form des Unterrichts ebenso die Möglichkeit, eine Vision ihres eigenen Horizontes zu entwickeln und wichtigen Themen ihren eigenen Raum im heutigen und zukünftigen Bayern Ausdruck zu verleihen. Frau Grundners Ansatz belegt damit, dass der Geschichtsunterricht am FDG die Schülerinnen und Schüler nicht nur in kritischer Analyse der Vergangenheit ausbildet, sondern sie gleichfalls zur aktiven Diskussion ihrer eigenen Zukunft befähigt. Da es die kommenden Generationen sein werden, die das „kulturelle Wappen“ Bayerns entwerfen werden, sind Unterrichtsansätze, wie der hier vorgestellte, umso wichtiger, damit aus jungen Menschen tolerante und offene Erwachsene werden, die in ihre Überlegungen auch Fragen zur Rolle von Minderheiten und sozialer Gerechtigkeit im Sinne einer humanitären Bildung beantworten können.

Hier folgen nun einige der Wappenbeispiele, die die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse entworfen haben und die auch aktuelle Themen, etwa die Black Lives Matter Bewegung in ihre Darstellung sowie damit einhergehend ihre auf Toleranz zielende Botschaft miteinbeziehen.

 

 

 

 

„Europa macht Schule“ am FDG Aschaffenburg

Auch das FDG ist mit dabei bei der Aschaffenburger Initialzündung des Programms „Europa macht Schule“. Die Grundidee ist so einfach wie einleuchtend: Internationale Studierende kommen in Schulklassen, stellen dort das Leben in ihren Heimatländern vor und erzählen, was Europa ihnen ermöglicht. Gemeinsam erarbeiten die Studierenden mit den Schülerinnen und Schülern dann ein europäisches Projekt, das am Projektende öffentlich präsentiert wird. Dabei gewinnen die Klassen nicht nur neue Einsichten in andere Länder, andere Sitten, sondern auch ein Plus an Sicherheit im Auftreten, Planen von Projekten und Gestalten von Präsentationen.

 

Dass der Europagedanke im FDG eine große Rolle spielt, zeigt schon der alljährliche Besuch des Europaforums der Aschaffenburger Gymnasien oder die Thematisierung der Geschichte Europas im Unterricht. Nun aber nimmt auch das FDG teil an dem vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderten Projekt „Europa macht Schule“. Ziel des Projekts ist es, im interaktiven Lernen mehr über unsere europäischen Nachbarländer und die Herkunftsländer der Gaststudierenden zu erfahren. Die Gaststudierenden ihrerseits lernen nun das deutsche Bildungssystem aus der Praxis kennen. Sie erhalten so einen tieferen und zugleich intensiveren Zugang zu Deutschland und werden auch am FDG in den kommenden Wochen zu Gastbotschaftern ihres jeweiligen Heimatlandes.

 

Am Montag, 30. April, wurden die internationalen Gaststudierenden von Herrn Eck am FDG willkommen geheißen und auf die drei beteiligten Klassen Q11/3, Q11/4 und Q11/5 aufgeteilt. Dort werden die Studierenden aus Südkorea, Ungarn, Finnland, Taiwan, Bulgarien und Jordanien für Vielfalt, Toleranz und den europäischen Gedanken werben. Die Bilder zeigen die Auftaktveranstaltung mit der verantwortlichen Vertreterin der Hochschule Aschaffenburg, Frau Professorin Alexandra Angress, die an unserer Schule ihr Abitur abgelegt hat, der Koordinatorin Angelika Dankert und dem Kreisvorsitzenden der Europa-Union Aschaffenburg, Dieter Schornick, im Kreise der beteiligten SchülerInnen und Studierenden.

 

Durch den direkten, persönlichen Austausch von Studierenden und Schülern soll das Kennenlernen von Kulturen und Traditionen auf eine lebendige Weise gefördert werden – und letztlich ein wichtiger Beitrag zum europäischen Gedanken und vor allem zu einem friedlichen und vorurteilslosen Miteinander geleistet werden. „Europa macht Schule“ ist ein interkulturelles Programm, das in erster Linie die Förderung der Begegnung unter jungen Europäerinnen und Europäern zum Ziel hat. Das Programm wird inzwischen an knapp 40 Hochschulstandorten in Deutschland von ehrenamtlichen Standort-Teams koordiniert. Die hauptamtliche Koordinationsstelle im Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) unterstützt diese dabei in Zusammenarbeit mit dem Verein Europa macht Schule e.V. Gefördert wird das Projekt, das unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

100 Jahre Ausbruch des Ersten Weltkriegs – Weltgeschichte lokal

Arbeitshilfen und Kopiervorlagen machen das Geschehen um den Kriegsausbruch konkret!
Anlässlich des 100. Jahrestags der „Julikrise“, die sinnbildlich für das Versagen der gesamten europäischen Diplomatie im Vorfeld des Ersten Weltkriegs steht, haben zwei Geschichtslehrkräfte des Aschaffenburger Friedrich-Dessauer-Gymnasiums und des Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasiums eine Materialsammlung für den Unterricht aus Beständen des Aschaffenburger Zeitungsarchivs angelegt. Damit soll den Schülerinnen und Schülern der Nachvollzug dieser historischen Ereignisse anhand lokaler Quellen ermöglicht werden. Die Veröffentlichung dieser Arbeitsunterlagen erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Stadt- und Stiftsarchivs Aschaffenburg (Zeitungsarchiv der Stadt Aschaffenburg), das die Genehmigung zum Abdruck bzw. zur Veröffentlichung und schulischen Verwendung der Textvorlagen erteilt hat und für weitere Anfragen jederzeit zur Verfügung steht.
Der Materialsammlung ist ein ausführliches Inhaltsverzeichnis beigegeben, das die Leitfragen bzw. das inhaltliche Erkenntnisinteresse des jeweiligen Arbeitsblattes zusammenfasst und so den Lehrkräften einen raschen Zugriff auf die einzelnen Kopiervorlagen ermöglichen möchte.
Bei dieser Version handelt es sich um eine erste Entwurfsversion, die an alle interessierten Lehrkräfte ausgegeben werden soll. Die beiden letzten Seiten sind aus technischen Gründen leider nur in unzureichender Auflösung abgedruckt. In einer künftigen Auflage sollen sie durch hochauflösende Fotos ersetzt werden, was in seltenen Fällen auch für einzelne Ausschnitte gilt, die ggf. in Kopie etwas schwerer zu lesen sind. In manchen Fällen kann es daher empfehlenswerter sein, einzelne Seiten stets auszudrucken, anstatt sie zu kopieren. Dennoch wurden alle erarbeiteten Vorlagen in dieser ersten Version belassen, damit Sie als Kolleginnen und Kollegen den Umfang und Aufbau unseres Vorschlags nachvollziehen und zum gesamten Projekt Anregungen abgeben können. In einer zweiten Version möchten wir diese Impulse gerne aufgreifen.
Dr. Jochen Krenz                                *                      Barbara Krebs-Eckstein
Friedrich-Dessauer-Gymnasium                                  Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasium
Aschaffenburg, im Juli 2014

Sally Perel

Wie schafft man es, über 500 Schüler drei Stunden lang mucksmäuschenstill zu halten? Am Dienstag gelang dies Sally Perel aus Israel, der ihnen am Friedrich-Dessauer-Gymnasium aus seinem Leben erzählte. Als Zeitzeuge berichtete er über sein Schicksal im Dritten Reich, wie er sich als Jude ausgerechnet in der Hitlerjugend versteckte und hier der Vernichtung seines Volkes entging. Perels Leben ist bis heute durch dieses Erlebnis geprägt. Dazu erschien vor Jahren seine Autobiographie “Ich war Hitlerjunge Salomon”, die auch mit großem Erfolg verfilmt wurde. Jetzt war er in Aschaffenburg zu Gast, um den Schülern zu zeigen, wie wichtig es ist, Menschenliebe aktiv zu gestalten und das Leben zu lieben. Hass und Ausgrenzung können in einer Welt nach Auschwitz keinen Platz mehr haben, so sein Appell. Diese persönliche Wertevermittlung “aus erster Hand ist viel besser, als aus einem Buch zu lernen”, so die Schülerin Carmen Rachor. Trotz seiner 88 Jahre zog er die Schüler mit seinem lebendigen und humorvollen Vortrag in seinen Bann, Helen Sewald (9b) fand es “bewegend, weil man sich heute gar nicht vorstellen kann, dass es ein solches Schicksal gibt”. Da dies “die letzte Möglichkeit war, einen Zeitzeugen live zu erleben” (Jonas Scheffauer), nahm auch die Schlange der Schüler beim Signieren der Bücher kein Ende.

Einsatz für das Gedenken an den Holocaust – FDG-Schülerinnen zeigen Einsatz

„Als wir die Grabsteine putzen durften, haben wir uns sehr gefreut.Es ist sehr schade zu sehen, dass die ganzen Leute auf diese Steine drauf laufen ohne zu wissen, was für eine Bedeutung die überhaupt haben. Wir fanden es auch sehr traurig, dass es so viele von diesen Grabsteinen in Aschaffenburg gibt, und sich keiner um die so richtig kümmert”.

Wovon Amelie Pabst und Sarah Zielbauer (9a) hier berichten sind die sogenannten Stolpersteine, ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, im Zuge dessen seit 1992 quadratische Messingtafeln in Betonwürfeln meist an den letzten Wohnadressen von Opfern des Nationalsozialismus angebracht werden.
Auch die Schülerinnen Isabella Rank, Xenia Kamerzell, Yasmin Schlecht, Lemi Bakircioglu, der Klasse 9a haben sich bereiterklärt, am Samstag, den 28.11.2020 am Vormittag in der Stadt Aschaffenburg Stolpersteine zu säubern. Insgesamt haben sie 24 Steine geputzt. Bei ihrer Freiwilligenarbeit sind viele neugierige Passanten stehen geblieben und lobten sie für ihr Engagement. Während die Schülerinnen durch die Gassen Aschaffenburgs zogen, achteten sie explizit auf die Stolpersteine.

“Den Holocaust und seine Auswirkungen kannte man meist nur aus Geschichtsbüchern oder aus Erzählungen, doch überraschte uns, wie viele Juden doch wirklich in Aschaffenburg lebten und Opfer des Nationalsozialismus wurden. Es ist äußerst wichtig, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten. Es war ein sehr mulmiges Gefühl, vor einem Haus mit Stolpersteinen zu stehen, was diese Menschen in dieser Zeit durchstehen mussten, ist unglaublich.”

In Deutschland wurden bereits mehr als 75.000 Stolpersteine verlegt und diese zeigen Informationen über die Menschen, deren Schicksal durch die Stolpersteine visualisiert und deren Andenken durch dieselben sichergestellt werden soll. Mittlerweile haben auch viele andere europäische Länder Stolpersteine gelegt, so dass diese zum festen Teil der europäischen Erinnerungskultur zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus geworden sind. Besonders am 27. Januar, dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, sowie am 9. November, dem Gedenktag an die Novemberpogrome des Jahres 1938, werden die Steine von Bürgerinnen und Bürgern gereinigt, um diese von Verschmutzung und den Folgen der Verwitterung zu befreien, um die Stolpersteine glänzend und sichtbar wieder in die kollektive Wahrnehmung und damit die Verankerung der von diesen repräsentierten Vergangenheit im kollektiven Gedächtnis sicherzustellen. Amelie Pabst und Sarah Zielbauer haben, nachdem die Thematik im Geschichtsunterricht bei Frau Grundner behandelt worden war, selbst versucht, am Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus teilzuhaben, und Stolpersteine in Aschaffenburg gereinigt. Damit haben sie gezeigt, wie einfach es sein kann, das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zu unterstützen und darüber hinaus, dass jeder einen Beitrag zu eben diesem leisten kann.

Sollten Sie ebenfalls ein Interesse daran haben, die Aschaffenburger Stolpersteine sichtbar zu erhalten, finden Sie hier eine Übersicht der Stolpersteine, der entsprechenden Adressen sowie einige Informationen zu den Opfern, an die erinnert wird.


Stolpersteine, bevor sie geputzt wurden.


Stolpersteine, nachdem sie geputzt wurden.

Liste der Stolpersteine vorher und nachher

Projekttage – Geschichte trifft Geographie

An zwei Tagen im Jahr findet am FDG kein regulärer Unterricht statt, sondern in den sogenannten Projekttagen können die Schüler Wissen auf eine ganz andere Art erwerben: sei es auf Exkursionen, sei es bei Experimenten in der Schule,… Die 6. Klassen waren aufgeteilt: ein Tag Walderkundung, ein Tag Stadterkundung. In Zusammenarbeit der beiden Fächer Geographie und Geschichte wurde eine Stadtrallye durchgeführt, wobei die Schüler selbstständig mit Kompass und Karte eine festgelegte Route finden und ablaufen mussten und zahlreiche Aufgaben zu erledigen hatten. Dabei wurden fast alle historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt abgelaufen, die wirtschaftliche und geographische Situation der Stadt erforscht und – natürlich – auch ein Eis geschleckt. Nach etlichen Stunden dann lösten die Lehrer die Ergebnisse auf. Auf die Fähigkeiten unserer Schüler können wir wirklich stolz sein!

FDG gewinnt mit Filmbeitrag bei Weiße Rose Stiftung e. V.

Dritter Preis für die 9d mit dem Beitrag „Die Weiße Rose – Ein Kinotrailer“

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums veranstaltete die Weiße Rose Stiftung e.V. in Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit den Schülerwettbewerb „Kreativer Umgang mit der Weißen Rose“, an dem auch die (ehemalige) Klasse 9d des FDG mit ihrer Geschichtslehrerin Frau Regina Stäb teilnahm. Obwohl sie zu den jüngsten Teilnehmern unter den konkurrierenden Klassen aus ganz Bayern gehörten, errangen die Neuntklässler des FDG den dritten Platz und ernteten viel Bewunderung und Lob, u.a. von der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Focus online.

Der Beitrag der 9d ist ein Kinotrailer, der in mehreren kurzen Szenen die Geschichte der Widerstandsgruppe Weiße Rose skizziert. Ein Trailer kann zwar das Thema in der vorgegebenen Kürze nicht ausreichend tiefgründig behandeln, er weckt aber die Neugier beim Zuschauer. Der Beitrag regt nicht nur zur Auseinandersetzung mit den Persönlichkeiten der Weißen Rose an – ihren Biographien, Ideen, Ambitionen und Überzeugungen, sondern auch mit der Verantwortung gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus.

Das Drehbuch zum Trailer arbeiteten die Neuntklässler selbstständig aus, nachdem sie gründlich die nötigen Informationen aus Schulbüchern, dem Internet und aus Dokumentations- sowie historischen Spielfilmen gesammelt hatten. Anschließend wendeten die Schüler das Wissen an und zeigten dabei ein hohes Maß an Kreativität beim Drehbuchschreiben, da sie mit relativ einfachen Mitteln versuchten die Geschichte zu präsentieren. Auch die Requisiten und die Drehorte auf dem Schulgelände wählten sie sorgfältig aus, um anschließend  in die verschiedenen Rollen zu schlüpfen.

Dankenswerterweise wurde den Schülern die technische Ausrüstung für den Dreh von der Schule sowie dem JUKUZ Aschaffenburg zur Verfügung gestellt. Die aufwändige Nachbearbeitung der Szenen, musikalische Untermalung und Schnitt der Szenen übernahm schließlich ein Oberstufenschüler und verlieh dem Trailer damit den professionellen Schliff.

 

Grundwissen Geschichte

Hier finden Sie die Definition Grundlegender Daten und Begriffe. Quelle: historisches-forum.bayern.de
Grundlegende Daten und Begriffe

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