5e zu Besuch auf der „Arche-Armin“

Am Donnerstagmorgen um 8:15 traf sich die Klasse 5e des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums für eine Exkursion zum Bauernhof „Arche-Armin“. Diese wurde mit den beiden Studienreferendaren Frau Klose und Herrn Metz durchgeführt und von der Biologin Birgit Kähler als Vertreterin des Landesbundes für Vogelschutz begleitet. Der Weg führte die Klasse von der Schule zur Haltestelle Stadthalle. Von dort aus ging es mit einem Bus der Linie 4 nach Schweinheim. Von der Haltestelle Aumühlstraße führte uns der Weg zum Hof über die Wiesen. Dort konnten wir neben interessanten Pflanzen wie dem Storchschnabel, Johanniskraut und der Wilden Möhre auch feuchtigkeitsliebende Tiere wie Schnecken entdecken. Auf der Apfelbaumwiese haben wir die ersten größeren Tiere gesehen. Die grauen gehörnten Heidschnucken haben vor dem schlechten Wetter Schutz unter den alten Bäumen gesucht. Diese dienen nicht nur dem Schutz vor Regen, sondern vor allem als Sonnenschutz. Danach ging es weiter zum Muli und den Coburger Fuchsschafen. Das Muli ist das Ergebnis einer Paarung zwischen einem Esel und einem Pferd. Normalerweise können keine Nachkommen entstehen, wenn sich Tiere zweier unterschiedlicher Arten fortpflanzen, bei den Mulis ist dies jedoch möglich, da der Esel und das Pferd sehr nahe Verwandte sind. Die Nachkommen können sich jedoch nicht fortpflanzen. Am Eingangstor des Hofes konnten wir viele alte Sachen sehen. Auf den ersten Blick sah dies chaotisch aus, aber der zweite Blick zeigte, dass den alten Gegenständen durch gezielte Bepflanzung, ein neues Leben gegeben wurde. Auf den Feldern direkt neben dem Eingangstor werden Kürbisse und Zucchini zum Eigengebrauch angebaut. Mit Frau Hock ging es auf den Hof, wo uns die tollen Wollschweine gezeigt wurden. Besonders beeindruckt hat uns das Schwein Oma Ulli und die Ferkel, die wir mit Brötchen füttern durften. Während unseres ganzen Aufenthaltes liefen die Hühner gackernd über den Hof und sorgten immer wieder für eine schöne Abwechslung. Neben den Hühnern weckten auch die alten Maschinen gerade bei den Jungs der Klasse großes Interesse: verschiedene alte Traktoren, eine alte Bohrmaschine und auch eine alte Biegemaschine wurden bewundert. Die Biegemaschine erklärte Frau Hock sehr ausführlich. Diese kam früher zum Einsatz, wenn aus einem länglichen Stück Metall ein Metallring gearbeitet werden sollte und wurden für Fässer oder Kutschenräder benötigt.

Wir danken Christel und Armin Hock für ihren Einsatz, dass alte Traditionen der Landwirtschaft für uns auf dem Gelände der ehemaligen Range Control so richtig lebendig wurden und dass sie uns gezeigt haben wie wertvoll die Vielfalt verschiedener Arten und Rassen bei Nutztieren ist.

Bianca Klose

DSCN0370 (Andere) (1)

 

Große italienische Künstler hautnah – eine Exkursion der Italienischlernenden der Klassen 10a und 8b ins Städel

Goethes „Pressefoto“, produziert von Andy Warhol, begrüßte uns farbenfroh und gewaltig in der Lounge des Frankfurter Städel Museums, die uns mit ihrer riesenhaften Mosaikwand aus Spiegeln diesen Kunstraum eröffnete. Wir, die Klasse 10a, kamen zusammen mit den „Italienern“ der Klasse 8b am Freitag, den 22.04.16 allerdings aus einem ganz anderen Grund: Große Künstler der italienischen Renaissancemalerei (eigentlich: „rinascimento“) zogen uns nach ca. 30 minütiger Zugfahrt in die fabelhafte Ausstellung „Maniera“ (ital. für „Art und Weise“ oder auch „Stil“). Dort erhielten wir eine fachkundige und moderne Führung durch die Ausstellung, die sich den Meistern Pontormo, Bronzino, Andrea del Sarto, Rosso Fiorentino und Vasari im Florenz der Medici widmete und wir durften selbst originale Entwürfe des noch berühmteren Michelangelo bestaunen. Die insgesamt 120 Werke, darunter Vorzeichnungen und Skulpturen, beeindruckten mit Präzision und außerordentlichem Talent und gaben tiefe Einblicke in die Vorbereitungen eines Künstlers für sein Bild.

Wir lernten viel über Wirkungsweisen von Bildern im Allgemeinen und dann eben auch, wie rebellisch die Werke dieser Ausstellung verstanden werden müssen. Wie erzeugt man Ferne oder Nähe oder was für eine tragende Rolle spielt die Symbolik in Gemälden? Auch die Interpretationen und zeitgeschichtlichen Hintergründe öffneten uns Türen, die Gedanken der Künstler hinter ihren Werken zu verstehen. So imponierte Rosso Fiorentinos Gemälde „Madonna mit ihrem Kind und dem Johannesknaben“  mit seiner grotesken, gar aufreizenden Muttergottes, welche in ihrer Darstellung eher an die griechische Göttin Venus erinnert denn an die selige Maria. An Experimentierfreude und Wagemut fehlte es den Künstlern dieser Zeit wahrlich nicht.

Zentrales Stück der Ausstellung war Jacopo Pontormos Bild „Venus und Amor“ nach einem Entwurf von Michelangelo: Eine laszive, aber maskulin wirkende Venus wird von einem listigen Amor bezirzt. Ist es hier Amor, der einen Pfeil auf seine Mutter Venus selber abschießen will, oder strebt Venus danach, selber einen Pfeil abschießen zu können? Und neben dieser Frage die unterschwellige Symbolik und eigentliche Hauptaussage des Bildes: die Bildhauerei liegt in Form einer gestürzten Figur am Boden und verliert damit den paragone, also den Wettstreit um die einzig wahre bildende Kunst.

Jenes Bild war herausragend fesselnd und gefiel mir am besten. Es präsentiert den ursprünglichen Gedanken hinter jeder Art von Kunst, nämlich, dass sie um der Kunstwillen gemacht wird. Ausflüge dieser Art sollte man öfter ins Schulprogramm aufnehmen.

Veronika Fuchs

 

Exkursion in die Tropen

„Nichts ist umsonst!“ – Unter diesem Motto besuchte die Klasse 8e zusammen mit dem Studienseminar Geographie unter der Leitung von OStR Janosch Krasa am ersten Wandertag des Schuljahres 2014/15 den Palmengarten in Frankfurt/Main. Während einer gut einstündigen Führung durch Mitarbeiter der „Grünen Schule“ konnten die Schülerinnen und Schüler wichtige Erkenntnisse über die Anpassungsstrategien von Pflanzen an das tropische Klima sammeln. Dass neben dem Tropischen Regenwald auch Savannen und Wüsten zu dieser großen und sehr vielseitigen Klimazone gehören, wurde durch einen Gang durch das „Tropicarium“ anschaulich vermittelt. Neben wichtigen Inhalten des Geographieunterrichts lernte die Klasse 8e auch, dass diverses Alltagswissen falsch ist und z. B. Rosen keine Dornen sondern Stacheln haben, während es sich bei den Kakteen wiederum eindeutig um Dornen handelt.

Begegnung mit den Weltreligionen

Zum Schuljahresende  besuchte die Ethikklasse 6bde an zwei aufeinander folgenden Schultagen Gotteshäuser zweier  Weltreligionen. Am Freitag, den 11. 7. 2014 besichtigten wir die Synagoge Veitshöchheim.   Der prachtvolle Innenraum beeindruckte und mithilfe der Anleitung einer Museumspädagogin konnten die Schüler im Unterricht durchgenommene Kultgegenstände und Symbole des jüdischen Glaubens wiedererkennen bzw. lernten Neues hinzu. Auf den zweiten Blick  war für die Kinder das  leidvolle Schicksal der Veitshöchheimer Synagoge optisch erkennbar. Die Nationalsozialisten zerstörten nämlich  die Inneneinrichtung des Gebäudes und ebneten die Trümmer im Fußboden ein. Nach einer Nutzung als Feuerwehrhaus und als Kunstgalerie besann man sich 1986 auf die jüdische Tradition Veitshöchheims, barg die Einrichtungsteile und setzte den Raum  gemäß seines ursprünglichen Aussehens in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wieder instand. Risse und Schrunden blieben freilich für den heutigen Betrachter sichtbar.  Im angegliederten Museum werden  Gegenstände aus einer im Dachboden der Synagoge bei den Renovierungsarbeiten entdeckten „Genisa“   ausgestellt. In einem versteckten Hohlraum des Gebäudes  wurden Dokumente und Dinge aufbewahrt, die die Glaubensgemeinschaft nicht vernichten wollte, weil sie den Namen Gottes tragen.  Die Ausstellungsräume des Museums sind in einem ehemaligen jüdischen Wohnhaus untergebracht. Im Obergeschoss dieses Hauses befindet sich eine „Laubhütte“, die die Bewohner dauerhaft eingerichtet haben um dort das Laubhüttenfest,  das an die Wüstenwanderung nach dem Auszug des jüdischen Volks aus Ägyptens erinnert, zu feiern. Etwas ermüdet durch die Fülle der Informationen gönnte sich die Klasse zum Abschluss der Exkursion etwas Entspannung bei Fußballspiel und Eisgenuss.

Am Montag, den 14.7. 2014 besuchte die selbe Ethikgruppe die Kocatepe-Moschee in Aschaffenburg.  Zehra Cingi, die in diesem Jahr am FDG Abitur gemacht hat, übt seit Kurzem die Funktion eines Jugendwarts in ihrer Gemeinde aus und hat sich angeboten uns vor Ort über Glaubenspraktiken und Gemeindeleben zu informieren. Einigen Schülern  ist die Kocatepe-Moschee allerdings bereits bekannt, sie besuchen das Freitagsgebet hier oder lassen sich am Wochenende von einem Hodscha im Lesen des Korans auf Arabisch unterweisen. Frau Cingi  berichtete aus aktuellem Anlass über die Fastengewohnheiten während des Ramadans und das anschließende Zuckerfest, klärte uns unter Anderem darüber auf, warum viele Musliminnen ein Kopftuch tragen und führte mit Unterstützung von kundigen Schülern Reinigungs- und Gebetsrituale vor.  Interessant war, dass sich uns Besuchern, die wir noch die Eindrücke des Synagogenbesuchs im Kopf hatten und auch das Christentum im Unterricht behandelten, einige Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Gebräuche der  Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam auffielen.

Julia Grundner

 

Musik – Besuch in Frankfurter Oper „Carmen“

„Toréador ! « statt « Ball im Tor ! » – Die Klassen 9g und 10a widerstanden der kurzweiligen Versuchung eines EM-Halbfinales und gingen als langfristige Gewinner vom (Willy-Brandt-) Platz, da sie an diesem eine überaus beeindruckenden Aufführung der Oper „Carmen“ erleben durften.

Bleiben wir spaßeshalber beim Fußballjargon: Auch in der Oper Frankfurt kam zu einer deutsch-französischen Begegnung, sozusagen einem echten Klassiker, in dem eine multikulturelle deutsche Mannschaft auf das französische Meisterwerk „Carmen“ traf. Und es war eine Auseinandersetzung auf höchstem Niveau! Den größtenteils nicht opernerfahrenen Schülern präsentierte sich eine spielfreudige Opernmannschaft, die mit ihrem gewitzten, aber perfekten Zusammenspiel über die ganze Spielzeit von drei Stunden hin für fesselnde und ergreifende Momente sorgte. Dabei hätte die fantastische Musik alleine gereicht, um uns glücklich zu machen. Doch wählte der Regisseur eine kreative Aufstellung mit obligaten Tänzern in Sechserkette, die das Geschehen choreographisch deuteten, aber bisweilen auch persiflierten, was für mehrere heitere Momente im Publikum sorgte. So flogen denn auch die beiden Spielhälften an unseren Sinnen vorbei, ohne dass wir uns über taktisches Geplänkel hätten ärgern müssen.

Wir verließen Frankfurt nicht nur als gefühlte Sieger. Wir sind die Gewinner dieses Abends.

Salvete, hospites! Die Lateinklasse 6bc zu Besuch im Pompejanum

Am Eingang sahen wir direkt zwei Brüder auf Bildern. Laut Celine sind es Castor und Pollux. Sie wurden am gleichen Tag geboren, ihre Schwester heißt Helena und wird im Trojanischen Krieg noch eine große Rolle spielen. Bevor wir aber das Pompejanum betreten, hatten wir schon einen Weg vom FDG bis hier her und eine kleine Pause hinter uns. Castor und Pollux haben auch ein Sternbild, das man laut Celine am besten im Winter sehen kann. Es heißt „Die Zwillinge“. Nach dem Haus von Castor und Pollux, das in Pompeji ausgegraben wurde, hat Ludwig I. das Pompejanum erbauen lassen.

In der Haupthalle, dem. sog. atrium, in dem auch der Hausbrunnen steht, sind Büsten von den vielen berühmten römischen Kaisern, z.B. Nero, Trajan usw. aufgestellt. Wir übersprangen einen größeren Flur, der unter anderem auch in den eigenen Garten führt und gingen nach oben zu den Schlafzimmern (cubicula), wo Frau Goll begann, über den Tagesablauf eines Römers zu erzählen. Danach schlüpfte Leo in die Rolle des Nigidius, indem er die mitgebrachten Gewänder anzog und Noah es ihm gleichtat. Von Frau Goll erfahren wir, dass die Römer in der Medizin und was Schmuck angeht, sehr fortgeschritten waren.

Für Nigidius und damit auch für uns ging es als nächstes wieder nach unten, wo er am Hausaltar schon ganz früh am Morgen Opfer darbrachte, gewöhnlich Obst und Kuchen. Dieser Altar ist natürlich auch mit Reliefs verziert.

Im Empfangsraum (tablinum) steigt Paul in die Rolle eines freigelassenen Sklaven des Nigidius (Leo). Leo war also der Schutzherr von Paul, das heißt,  dass er sozusagen sein gerichtlicher Vormund war. Jetzt betreten wir die Küche, die culina, in der Amphoren mit Wein und andere Küchenutensilien enthalten sind. Jetzt lernen wir ein damals sehr beliebtes Gewürz kennen, es besteht aus Salz und Fischinnereien und riecht unserer Meinung nach vor allem wie sehr alter (!) Fisch. Auf dem Ofen steht in der Mitte ein Gerät, das aussieht wie eine Burg. Auf die Zinnen konnte man eine Bratpfanne stellen. Genauso gut konnte man die Burg jedoch als Wasserkocher verwenden, indem man Wasser in die „Türme“ goss. Durch die Glut im „Burghof“ wurde das Wasser erwärmt und rann dann aus dem Hahn. Außerdem hat diese „Burg“ einen Haken, so dass man sie auch als Heizung aufhängen konnte. Die Amphoren in dieser Küche sind sogar Originalfundstücke aus Pompeji. Nun spielen Johannes und Leo eine typische Alltagssituation in der Küche nach. Die Toiletten waren aus Stein. Hier saß man zu ganz vielen nebeneinander, um „sein Geschäft zu erledigen“. Die Einzeltoilette im Pompejanum ist da geschichtlich nicht richtig.

Gegessen wurde nicht in der Küche, sondern im triclinium (tri-clinium wegen der drei Liegen, die hier üblicherweise standen). Witzigerweise stehen die Speiseliegen im Winterspeisesaal falsch herum, da man sich mit der linken Hand aufstützte und mit der rechten aß. Wenn man sich so auf den Liegen platzieren würde, würde man allerdings zur Wand gucken. Der Sommerspeisesaal war immer lichtdurchflutet und größer als der Winterspeisesaal. In diesem stehen auch viele Statuen.

Im Anschluss an die Führung teilt uns Frau Goll die Rallye aus, die sie für uns erstellt hat. Als wir nach einer Stunde gehen müssen, um rechtzeitig den Rückweg zur Schule anzutreten, ist die Zeit viel zu schnell vergangen!

Timo Vonderau, Jan Steigerwald und Leo Ruppel

 

Geologie – Exkursion zu Eisenbahntunneln am Schwarzkopf (Spessart)

Am FDG besteht für Oberstufenschüler erstmalig die Möglichkeit bei Frau Koller Geologie statt regulär das Fach Geographie zu belegen. Der Kurs, in dessen Rahmen auch weitere Exkursionen vorgeschrieben sind, warf seine Schatten schon voraus. So traf sich die mutige Truppe am Freitag, dem 04.07.1014, um bewaffnet mit Warnweste und Bauhelm mit dem Bus nach Hain aufzubrechen. Dort führte uns der Geologe Herr Lorenz, der auch das Buch „Spessartsteine“ verfasst hat, eine Stunde über die Baustelle,  erläuterte uns diese und die dort ablaufenden Prozesse. Spannend waren vor allem die hier zum Einsatz kommenden Werkzeuge wie Bohrer, Spritzbetonwagen und Co., sowie der Ablauf von Sprengungen. Leider fand zu dem Zeitpunkt unserer Besichtigung gerade keine davon statt. Dafür stand uns Herr Lorenz ausführlich Rede und Antwort. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zurück nach Hain zum Forsthaus, wo uns die Experten der Deutschen Bahn im dortigen Info-Zentrum mit weiterem Wissen versorgten und uns Bohrkerne von der Baustelle zugänglich machten, die bis zu 300 Millionen Jahre alt sind.

Trotz der schweißtreibenden Temperaturen gab uns vor allem der Vortrag von Herrn Lorenz einen spannenden Einblick. Ich freue mich jetzt schon auf den Geologie-Kurs und weitere Exkursionen mit meinen Schülern im nächsten Schuljahr.

Barbara Koller

Mensa Vertretungsplan Impressum