TEA TIME, FISH´N’CHIPS & SONNENBRAND – STUDIENFAHRT NACH ENGLAND

Zusammen mit Frau Jäger und Herrn Zahn machten wir uns mit dem Reisebus auf den Weg nach England.1_AbiUK_Jaeger_00001_iP6

Die ersten Tage verbrachten wir in einem kleinen, netten Hostel in der Stadt „Canterbury“.

Zunächst hatte jeder die Befürchtung, dass es sich hierbei um einen kleinen verlassenen Ort handle, aber bereits am ersten Tag entdeckten wir das Stadtzentrum, keine 15 Minuten von unserem Hostel entfernt. Egal ob Feinschmecker oder Modeliebhaber, jeder konnte hier seinen Lieblingsaktivitäten nachgehen.

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Außerdem wird Geschichte hier in Canterbury zum Leben erweckt:

Die Canterbury Cathedral ermöglichte es uns, mehr über die Bedeutung der Stadt zu erfahren, verbunden mit den Ereignissen um Thomas Becket, einem Erzbischof, der im Auftrag von König Heinrich II. ermordet wurde.

Wer sich gleichzeitig auch für die damalige Literatur begeistert, hatte viel Spaß in den „Canterbury Tales“ und fühlte sich zugleich ins 14. Jahrhundert zurückversetzt.

Frau Jäger zeigte uns zudem einen schönen Park entlang des Flusses, nur ein paar Minuten vom Zentrum entfernt – optimal um sich auszuruhen!

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(Vorausgesetzt man kennt den Weg und läuft keinen Umweg 😉 )

 

Eine weitere Attraktion war das Dover Castle.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten (wie dem Überwinden extrem enger Feldwege) aufgrund des großen Staus vor Dover schaffte es unser genialer Busfahrer Michi dennoch ans Ziel.

Nicht nur die unglaubliche Aussicht auf das Meer, sondern auch die interessanten Führungen machten Dover Castle zu einer unverzichtbaren Sehenswürdigkeit.

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Mit professionellen Multimedia Animationen wurden wir durch das Underground Hospital und die Secret Wartime Tunnels geführt, die die Geschehnisse der Operation Dynamo im II. Weltkrieg wieder aufleben ließen,- ein wirklich spannendes Erlebnis!

 

Wer sich lieber nach Entspannung sehnt, dem können wir alle einen Ausflug nach Ramsgate ans Meer empfehlen. Aber Achtung, der Weg entlang des Meeres endet ab der Hälfte, sodass auch wir (und unsere langen Hosen) dran glauben mussten: Ein kurzer Marsch durch das (noch) flache Wasser.

Aber bei Sonnenschein und einem wunderschönen Ausblick auf‘s Meer konnten wir alle gut damit leben.

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Wegen eines Buchungsfehlers verbrachten wir am Sonntag eine weitere Nacht im (ohnehin ansprechenderen) Canterbury YHA Hostel, was uns aber nicht davon abhielt, den geplanten Tag in London zu verbringen. Auf einer kleinen Stadttour zu Fuß konnten wir die meisten Wahrzeichen der Stadt bewundern, wie z.B. den Big Ben, Trafalgar Square und vieles mehr.

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Am nächsten Tag ging es dann endlich nach London. Unsere erste Station des Tages war die sehr nahe gelegene St Paul‘s Cathedral. Hunderte Treppenstufen und ein paar Gruppenfotos später kamen wir oben auf der Kuppel der Kathedrale an. Der Aufstieg war es aber wert, denn der Ausblick auf London ist einfach atemberaubend!

Am Abend stand Shakespeare auf dem Plan.

Als ‘groundlings’ auf den doch eher unbequemen Stehplätzen des Shakespeare’s Globe Theatre konnte man sich hervorragend in die armen Menschen zu Shakespeares Zeiten hineinversetzen. Doch letztendlich war ‘The Taming Of The Shrew’ doch für alle sehr unterhaltsam.

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Nach zwei ereignisreichen Tagen war es dann leider schon soweit:

Es ging wieder in den Reisebus auf den Weg nach Hause. Auch wenn es zu schnell vorbeiging, eins brachte sicherlich jeder nach Hause:

Tolle Erfahrungen und Erinnerungen an eine unvergessliche Woche!

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Bericht: Kim Annowski und Emilia Salg

Bilder: Anke Jäger, Amelie Lotz und Alexander Staudinger

 

Q12 – P-Seminar „Chokoras“ spendet für Straßenkinder in Kitale

Das P-Seminar Chokoras hat nach nunmehr drei Halbjahren sein Projekt abgeschlossen. Ein Ergebnis ihres Engagements, rund 1700 Euro, die kenianischen Straßenkindern zugute kommen, wurden an die E+O Gerlach Stiftung überwiesen. Getragen werden die Ziele der E+O Gerlach Stiftung von Werner Lebert, einem Obernburger Fotografen, der die Lebensverhältnisse von Straßenkindern verbessern möchte.

„Chokora“ ist das suahelische Wort für „im Dreck wühlen“. So nennen die Kenianer die circa 300.000 Kinder, die von ihren Eltern verstoßen wurden oder diese verloren haben und seither auf der Straße leben und sich dort durchkämpfen müssen. Sie leben von Abfällen oder Diebstahl, da sie keine örtliche Unterstützung bekommen oder irgendwelche Aussichten auf einen Job haben. Trost finden sie nur im Schnüffeln von giftigem Industriekleber.

Diesen Kindern ist der Fotograf Werner Lebert auf seiner Reise durch Kenia in Kitale, einer rund 300 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Nairobi gelegenen Stadt, begegnet. Das traurige Schicksal der Jugendlichen hat ihn so sehr berührt, dass er es sich zum Ziel gesetzt hat, ihnen aus ihrer miserablen Lage zu befreien und nachhaltig zu helfen.

Viele Ziele hat er bereits verwirklicht:  Zum Beispiel fünf Straßenkinder auf eine Schule zu schicken. Dies kostet 500 Euro pro Kind im Jahr, bringt sie aber in ein reguliertes Umfeld  und gibt so noch eine Chance auf ein glückliches Leben.

Um Spenden dafür zu sammeln, hat er einen Film gedreht, den er in der Kino-Passage in Erlenbach gezeigt hat. Werner Lebert akquiriert außerdem Spenden von Firmen und organisiert Fotoausstellungen, deren Erlös an die Kinder geht.

Eine große Anzahl von Straßenkindern in Kitale unterstützt er mit Sachspenden. Er steht in Kontakt mit hiesigen Geschäften und Unternehmen, die ihm Ausschussware zukommen lassen, die er nach Kenia zukommen lässt. Die „Chokoras“ von Kitale haben so das erste Mal in ihrem Leben Schuhe getragen oder einen Schlafsack für die Nacht benutzen können.

 

Das P-Seminar „Chokoras“ des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums Aschaffenburg ist auf dieses Projekt aufmerksam geworden und hat sich vorgenommen, die Anliegen Leberts zu unterstützen. Deshalb hat das Seminar Kuchenverkäufe am Gymnasium durchgeführt und Firmen um Spenden gebeten, um so Einnahmen zu generieren. Des Weiteren haben die Schüler des Seminars mit Hilfe sozialer Netzwerke das Projekt überregional bekannt gemacht, einen Flyer entworfen und diesen in regionalen Geschäften ausgelegt. Die Schüler setzen auch nach Beendigung ihres Seminars weiterhin auf diese Multiplikatoreffekte.

Franziska, Luisa, Isabel

 

Besuch im Senckenberg Museum

In der Vorweihnachtszeit 2015 bei eher trübem Wetter besuchten sämtliche Q12-Biokurse von Herrn Höfler das Senckenberg Museum in Frankfurt. Die Schüler hatten den Auftrag, sich über die Evolution von Wal und Mensch kundig zu machen.

Bei der Exkursion wurden einigen interessierten Schülern Zugang zur Taxidermie-Sammlung des Senckenberg Museums gewährt. Diesen verdankten sie Herrn Höflers Bekanntschaft mit deren Leiter Dr. Köhler, der bei dieser Gelegenheit auch eine Einladung zu Praktika aussprach.

P. S. Unter Taxidermie versteht man die Kunst der Haltbarmachung von Tierkörpern zu Studien-, Lehr- oder Dekorationszwecken 😉

Der Film von unserer Theateraufführung „Ein Sommernachtstraum“ ist fertig!

Ihr erhaltet das Video auf DVD mit einem Booklet und vielen tollen Bildern zum Preis von nur 7 €.

Schaut in den Pausen einfach mal in der Pausenhalle vorbei…

Wir freuen uns auf Euch!

Alpencrosstest im Spessart

Freitag, den 13. (!) März nahmen sich 19 begeisterte Mountainbiker des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums Aschaffenburg vor, den Eselsweg mit einer Länge von ungefähr 111 km und 2400 Höhenmeter mit dem Mountainbike (MTB) abzufahren, um selbst abschätzen zu können, ob sie für die im Juli im Rahmen des Projekt-Seminars in der 11. Jahrgangsstufe geplante Alpenüberquerung mit dem MTB geeignet sind.

Der Eselsweg führt von Schlüchtern im hessischen Main-Kinzig-Kreis in Richtung Süden bis zum bayerischen Großheubach bei Miltenberg, geplant war die Tour zweitägig. Um den Startpunkt zu erreichen, nahmen wir den Zug und fuhren um 10 Uhr mit den Rädern los. Anfangs war das Wetter bei Temperaturen um den Gefrierpunkt noch heiter bis wolkig, was sich im Laufe des Tages im Hochspessart teilweise in Schneeschauer drehte, dies tat der Motivation aber keinen Abbruch. Natürlich ist das Höhenprofil nicht wie in den Alpen, jedoch aufgrund der zahlreichen Anstiege (max. 19 %) eklig kräftezehrend. Begleitet von unserem Schulleiter (!) Michael Lummel, sowie unserem Seminarleiter Harald Gaube und drei weiteren wagemutigen, erwachsenen Mitfahrern, Herrn Uwe Kähler vom Mountainbike Club Sulzbach, sowie den Schülervätern Jürgen Hutzel und Stefan Schmidt, wurde die Gruppe hervorragend begleitet.

Am Abend, nach 6 h reiner Fahrzeit, kamen alle stöhnend und glücklich, aber mit ermatteten Muskeln in Heigenbrücken in der Pension „Haus Sonneck“ an. Die verschwitzte Funktionskleidung wurde in die Ecke geworfen – wir wollten nur noch eine heiße Dusche. Die abendliche „Hüttengaudi“ bestand unter anderem aus 3-fach Portionen Schnitzel, Chicken und Burger, dem bayerischem Manna, nachdem tagsüber öde Energieriegel, Bananen und kalter Tee die Nahrungszufuhr bestimmten.

Wieder frisch und nach einem anständigen Frühstück ging es am zweiten Tag weiter, natürlich zeigte der Spessart, was er zu bieten hat. Die Strecke war sehr abwechslungsreich: nach insgesamt 14 h Fahrzeit, verteilt auf zwei Tage, kamen wir in Großheubach an.

Der Eselsweg endet am Kloster Engelberg, und einige Eltern warteten schon in der Klosterschänke, um ihre Tourabsolventen abzuholen, manche Teilnehmer schwangen sich nochmal auf ihr Rad und fuhren, anscheinend noch nicht ganz ausgelastet, die verbleibenden 20 – 30 km auf dem Mainradweg nach Hause.

Zum Ende hin, war jeder Einzelne mit sich selbst beschäftigt. Bei dieser Tour hat man gemerkt, wann man an seine Grenzen kommt, und wie man diese überwindet, um sein Ziel zu erreichen. Jetzt steht der Alpenüberquerung nichts mehr im Weg!

David Johnson

Mit Familie Dessauer auf Tuchfühlung – Besuch der Ausstellung „Aschaffenburg bunt durchleuchtet

Friedrich Dessauer – jeder an unserer Schule kennt diesen Namen. Aber kaum jemand weiß, wer dieser Friedrich Dessauer eigentlich war. Dieser Frage im Zusammenhang mit dem Thema „Leben im beginnenden Zeitalter der Industrialisierung“ ging der Grundkurs 11/4 im Rahmen der Ausstellung „Aschaffenburg bunt durchleuchtet“ auf den Grund. Diese zeigt die fast 200 Jahre lange Prägung Aschaffenburgs durch die bürgerliche Unternehmerfamilie Dessauer-Wiesner. Der erste dieser Familie in Aschaffenburg war Urahn Aron Baruch Dessauer, später umbenannt in Alois Dessauer.  1798 kam er, noch jüdischen Glaubens, in unsere Stadt und wurde katholisch. Er gründete 1811 eine Buntpapierfabrik und stellte seinen Arbeitern bereits damals eine Krankenversicherung und Wohnungen bereit. Neben dem Unternehmer Alois Dessauer gab es in den nachfolgenden Generationen auch Juristen, Offiziere, Röntgenologen und Wissenschaftler, wie beispielsweise der Namensgeber unserer Schule, Prof. Dr. Friedrich Dessauer. Dieser war ein hervorragender Schüler, der sich schon früh für Röntgenstrahlen interessierte und in seinem eigenen Labor experimentierte. Infolge einer Krankheit seines Bruders entwickelte er einen selbstgebauten Röntgenapparat, mit dem eine erfolgreiche Diagnose möglich war und dem jungen Dessauer große Aufmerksamkeit brachte. 1901 gründete er das „Elektronische Laboratorium“, in dem er 450 Menschen beschäftigte, und später sogar sein erstes eigenes Institut in Frankfurt am Main, aus dem später das Max-Planck-Institut hervorging. Auch politisch wurde Friedrich Dessauer aktiv: Als Reichstagsabgeordneter des Zentrums verfolgte er das Ziel, die Klassen als Verwirklichung der christlichen Lehre zu versöhnen. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten aufgrund seiner jüdischen Abstammung festgenommen, kam jedoch wieder frei und ging ins Exil nach Istanbul, wo er ebenso ein wissenschaftliches Institut errichten ließ. Sein Weg führte ihn schließlich in die Schweiz, wo er in Fribourg Experimentalphysik unterrichtete. Dennoch kehrte er 1953 nach Frankfurt zurück, wo Friedrich Dessauer, ebenso wie in Aschaffenburg, zum Ehrenbürger ernannt wurde.
Unser Kurs wurde von der „Ausstellungsmacherin“ und Nachfahrin Dessauers, Dr. Monika Ebert, geführt, die die Geschichte ihrer Familie sehr interessant darstellte. (Auf dem Foto rechts zu sehen.) In der Ausstellung sind Objekte der Familie Dessauer zu sehen, wie zum Beispiel der selbstentwickelte Röntgenapparat Friedrich Dessauers, zahlreiche Fotos aus den verschiedenen Jahrhunderten und schriftliche Aufzeichnungen.
Die Ausstellung „Aschaffenburg bunt durchleuchtet“ ist interessant gestaltet und weist eindrucksvolle Taten der Mitglieder der Familie Dessauer-Wiesner auf, welche unsere Stadt Aschaffenburg auch heute noch prägen. Ein Besuch der Ausstellung ist daher sehr empfehlenswert für alle, die etwas mehr über Aschaffenburg und die Dessauers wissen möchte.
Kelli-Nelli Fuchs, Q11.4

Wir wünschen unseren Abiturienten des Jahres 2016 alles Gute!

Abi 2016

Journalistisches Arbeiten über Frankfurts Dächern

Am Mittwoch, den 13.01.2016, machte sich das P-Seminar „Journalistisches Arbeiten“ auf den Weg nach Frankfurt zur Nachrichtenagentur Reuters.

Thomson Reuters ist der größte internationale Multimedia-Anbieter für Nachrichten. Mit einer vielseitigen Geschichte, die über 160 Jahre zurückgeht, setzen viele Kunden ihr Vertrauen in diese Firma. Jeden Tag veröffentlichen über 2500 Journalisten, verteilt auf fast 200 Filialen überall auf der Welt, internationale und nationale Nachrichten schnell und objektiv. Darunter befindet sich auch die Zweigstelle in Frankfurt am Main. Diese ist im Messeturm sesshaft und konzentriert sich auf die Gebiete Finanzen und Unternehmensführung.

Nach der persönlichen Begrüßung durch den Ansprechpartner Herrn Schütze hat der Kurs einen kurzen Einblick in die Arbeitsweise der Reporter und Angestellten erhalten. Anschließend wurde er in den Konferenzraum „Berlin“ geführt, wo die Schüler als Redakteure an einem fiktiven Fall den Arbeitsalltag einer Nachrichtenagentur erleben durften.

Ihnen wurden Informationen verschiedener Quellen geliefert, anhand derer sie über Vertrauenswürdigkeit und Relevanz der anschließend zu veröffentlichenden Nachrichten entscheiden mussten. Die Risiken dieser Arbeit wurden den Schülern bewusst, als sich das Beispiel des hypothetischen Bombenanschlags am Kölner Bahnhof als „harmlose“ Gasexplosion entpuppte.

Die Gruppe war sichtlich verwundert über die Möglichkeit, dass selbst Informationen gesicherter Quellen die Redakteure unbewusst zu falschen Annahmen führen können.

Darauf folgte eine kurze Fragerunde, in der die Schüler mehr über Studium, Firma und die Arbeit einer Nachrichtenagentur im Allgemeinen erfuhren.

Den Abschluss bildete eine von Herrn Schütze organisierte Überraschung: der Blick auf Frankfurt aus dem 60. Stockwerk des Messeturms.

Friedrich-Dessauer Gymnasium Aschaffenburg

Elisabeth Ott, Kelly Fuchs (Q12)

Physik hautnah erleben am FDG

Von Mittwoch, den 28.10 bis Freitag, den 30.10. waren die vierten Klassen der Schweinheimer Pestalozzi-Grundschule zu Gast am Friedrich-Dessauer-Gymnasium. Dort veranstaltete das P-Seminar „Physik für die Grundschule“ Experiment-Tage, an denen je eine Klasse, auf oft spielerische Weise, vereinfachte physikalische Versuche durchführen durfte.

Die Kinder wanderten in kleinen Gruppen – begleitet von einem „Tutor“ – zwischen fünf verschiedenen Stationen umher, die sich mit den Themen Elektrizität, Wetter, Wasser, Magnetismus und Kräfte auseinandersetzten. Hierbei lernten sie zum Beispiel durch den Bau einer Kartoffelbatterie, dass man Strom nicht nur aus der Steckdose beziehen kann, sondern auch aus alltäglichen Gegenständen. Des Weiteren bastelten sie von Seife angetriebene Papierbötchen, die sie gegeneinander in einem Rennen antreten ließen oder untersuchten die Kräfte eines Magneten näher. An jeder Station konnten sie ihr erworbenes Wissen in vorgefertigte Arbeitsblätter eintragen, die sie am Ende ausgefüllt und zusammengeheftet mit nach Hause nahmen. Aufmerksam und begeistert lernten die Grundschüler viele physikalische Erklärungen für Phänomene, die sie bis dahin für unscheinbar und alltäglich hielten. Nach einem Tag voller Spaß verließen die Grundschüler gegen Mittag das Schulgebäude mit reichlich neuen Erfahrungen. Sätze wie „Das hat mir total Spaß gemacht!“ oder „Am liebsten würde ich das jeden Tag machen…“ zeigten uns, dass diese Veranstaltung ein voller Erfolg war.

Das Fazit des P-Seminars ist, dass sich die Organisation solcher Experimente auch für höhere Jahrgangsstufen oder andere Schulformen lohnen könnte. Die Versuche ließen sich in den nächsten Jahren ohne großen Aufwand erneut gestalten und würden für die Grundschüler eine lehrreiche Abwechslung zum normalen Schulalltag bieten.

Rebecca Hauck, Pauline Schnepper

 

 

 

FDG-Fußballer bekennen Farbe beim Benefizturnier für Flüchtlinge in Aschaffenburg

Ganz im Zeichen der Integration und der Begegnung mit jugendlichen Flüchtlingen, die bei uns in Aschaffenburg leben, stand das Benefizfußballturnier am Dienstag, 17. März. Der Einladung der FOS/BOS Aschaffenburg folgten FOS/BOS-Mannschaften aus Aschaffenburg und Marktheidenfeld, ein Team der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und vier Gymnasien, darunter natürlich auch das FDG. Zur Begrüßung durch Oberbürgermeister Klaus Herzog liefen alle Mannschaften gemeinsam in die Halle ein. Das Team der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlingen bekam von MdL Dr. Hans-Jürgen Fahn einen Satz Trikots überreicht. Auch der Erlös des Turniers kommt der Gemeinschaftsunterkunft zugute, die Flüchtlinge aus Afghanistan, dem Iran, Irak oder Somalia betreut.

Aus sportlicher Sicht lief das Turnier für uns etwas durchwachsen. Konnten wir uns gegen die Gymnasien noch behaupten, erwies sich der spätere Turniersieger FOS/BOS Aschaffenburg als eine zu große Hürde, so dass wir uns mit dem fünften Platz begnügen mussten. Spätestens bei unserem Foto mit den jugendlichen Flüchtlingen war aber wieder klar, dass es an diesem Nachmittag um viel Wichtigeres ging: um die Begegnung mit den Aschaffenburger Flüchtlingen und darum, ein Zeichen zu setzten für die Integration bei uns in Aschaffenburg. Und einmal mehr wurde dabei deutlich, welche enorme Kraft der Sport dafür besitzt.

Das Fußball-Additum Q 11 des FDG

Aschaffenburg bunt durchleuchtet – Die Familiendynastie Dessauer – Wiesner

„Aschaffenburg bunt durchleuchtet“ unter diesem Titel wurde die Dynastie der Familie Dessauer im Schönborner Hof im Zeitraum vom 5. Dezember 2014 bis zum 23. Januar 2015 dargestellt. Die Überschrift leitet sich von den Hauptmerkmalen der Familie, nämlich dem Leben in Aschaffenburg und Umgebung, „durchleuchtet“ als Symbol der Röntgenpioniere Friedrich Dessauer und Bernhard Wiesner und „bunt“ von der durch Aaron Baruch Dessauer gegründeten und zu weltweiter Bedeutung gebrachten Buntpapierfabrik, ab.
Aaron Baruch Dessauer wurde am 21. Februar 1763 in Gochsheim als Sohn eines jüdischen Gemeindevorstehers geboren. Mit 25 Jahren kam er nach Aschaffenburg, konvertierte zum katholischen Glauben und ließ sich auf den Namen Alois taufen. Anschließend wurde er Bürger und gründete 1811 sein Lebenswerk: Die Buntpapierfabrik. Zusätzlich erwarb er einige weitere Landbesitze. Besonders beeindruckend ist die Tatsache, dass er, bereits Jahrzehnte vor Bismarcks Einführung der Sozialversicherungen, in seiner Firma eine Betriebskrankenkasse eingeführt hatte. Seine Fabrik vererbte er weiter an seine vier Söhne, die diese von nun an betrieben mit Ausnahme von Franz Dessauer, der seine eigene Buntpapierfabrik 1808 in der Goldbacher Straße erbaute.
Im Stammbaum der Familie Dessauer finden sich noch viele andere für Aschaffenburg wichtige Verwandte Alois Dessauers, wie zum Beispiel die älteste Tochter Franz Dessauers, Maria, die sich mit dem Grafen von Deym verheiratete und sich engagiert für die Suppenschule einsetzte. Sie rief auch den Suppenschulball ins Leben.
Sein Sohn Philipp Dessauer übernahm die Buntpapierfabrik und wurde zweiter Ehrenbürger von Aschaffenburg. Er war der Vater des Namensgebers unserer Schule, Friedrich Dessauer. Dessen Schwester Elisabeth Dessauer heiratete den Hausarzt der Familie Bernhard Wiesner, deren gemeinsame Tochter Marilies Schleicher, die ebenfalls Ehrenbürgerin von Aschaffenburg wurde, war sehr gebildet und konnte sich aufgrund ihrer späteren Position als Landtagsabgeordnete effektiv für die von ihr eingerichtete „Lebenshilfe“ in Schmerlenbach für körperlich und geistig Behinderte einsetzen.
Ihr Vater hingegen beschäftigte sich neben seiner Tätigkeit als Arzt auch mit der Forschung im Röntgenbereich, was damals eine sehr revolutionäre Erfindung war. Er arbeitete zusammen mit seinem Schwager Friedrich Dessauer und gründete das erste Röntgeninstitut in Aschaffenburg. Dessauer war ihm dabei eine große Hilfe. Er brach sogar sein Studium ab, um am Röntgenapparat weiter zu forschen. Er gab zusammen mit Wiesner Röntgenkurse für andere, weitaus ältere, Mediziner. Im Laufe seines Lebens beschäftigte er sich mit vielen verschiedenen Themenbereichen unter anderem der Philosophie, auch war er als Politiker aktiv. Er zog später nach Frankfurt, um dort die Pfeifferwerke zu gründen. Dort beschäftigte er 1914 über 450 Mitarbeiter. Im Dritten Reich musste er aus Deutschland fliehen und gründete ein Institut in Istanbul. Doch aufgrund von Fachkräftemangel ging er in die Schweiz, um dort ebenfalls ein Institut zu gründen. 1953 kehrte er nach Deutschland zurück und erhielt einige Auszeichnungen für seine Leistungen, er wurde ebenfalls Ehrenbürger von Aschaffenburg.
Außerdem war er der Großonkel von Dr. Monika Ebert, die die Ausstellung im Schönborner Hof organisiert und selbst zusammengestellt hat. Sie reiste am 14. Januar 2015 eigens aus München an, um unserem Geschichtskurs eine einmalige Führung zu geben. Dafür sind wir ihr sehr dankbar, da wir so die Möglichkeit hatten, den Namensgeber unserer Schule – auch mit einigen persönlichen Anekdoten seines Lebens – besser kennenzulernen.

Franziska Kolb und Niklas Pothorn

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