Schüler experimentieren – Landessieg geht an FDGler

Seit April 2015 wird in deutschen Kinderzimmern geknobelt und geklappt. Grund dafür ist die Känguru knobelkette, die nach dem Känguru-Mathematik-Wettbewerb 2015 alle 850 000 teilnehmenden Schüler mit nach Hause nehmen durften. Auch Alexander Heeg (12) war von der Kette fasziniert. Aber wen er auch fragte, keiner hatte die schwersten Aufgaben des Blattes, das es zur Kette dazugab, geknackt. Und auch auf youtube zeigen knobelkid und Co nur die Lösungen der einfacheren Aufgaben.

Deshalb ging Alexander die Sache strategisch an, er schrieb ein Computerprogramm in der Programmiersprache Python. Dieses Programm führt Klappfolgen automatisiert durch, vergleicht die Ergebnisse mit frei eingebbaren Zielfiguren und zeigt bei Übereinstimmung die Entstehung der Zielfiguren als Animation. Mit selbst entwickelten Strategien konnte Alexander unter anderem die Rechenzeit des Programms deutlich verkürzen. So schaffte er es, rechtzeitig zum Wettbewerbstermin von „Schüler experimentieren“, der Juniorsparte von „Jugend forscht“, alle Aufgaben des Blattes zu lösen. (Die Lösungen zur Känguru knobelkette bzw. Känguru kette findet man hier.)

Das Ergebnis überzeugte die Jury des bayerischen Landeswettbewerbs von „Jugend forscht“: Thomas Grupp, Leiter des BMW-Dynamikzentrums, in dem die Veranstaltung in Dingolfing stattfand, überreichte Alexander den ersten Preis im Fachbereich Mathematik/Informatik.

Ein zweiter Preis in diesem Fachbereich wurde nicht vergeben, den dritten Preis erhielt Luis Kleinwort (13) aus Würzburg für sein ebenfalls beeindruckendes Computerprogramm Vocabbeam (siehe www.vocabbeam.de). Damit können im Computerraum – auch spielerisch – interaktiv Englischvokabeln und –grammatik trainiert werden (beispielsweise kann der Systemadministrator damit den Schülern – auch über das Internet – beliebige Vokabeln zuweisen und er erhält eine Auswertung der Ergebnisse).

Mit seinem ersten Preis konnte Alexander an den Erfolg des letzten Jahres anknüpfen, in dem er mit seinem Computerprogramm zur Untersuchung von Schafkopfstrategien ebenfalls in der Endrunde von „Schüler experimentieren“ Erster und somit Landessieger wurde.

Und diesmal belohnte sogar das bayerische Kultusministerium Alexanders Forschungen: Von Kultus-Staatssekretär Georg Eisenreich persönlich erhielt Alexander den besonders begehrten Sonderpreis des bayerischen Staatssministers für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst“, der spartenübergreifend für die beste Landeswettbewerbsarbeit aller Fachbereiche vergeben wird.

Trotz dieser Würdigungen will Alexander seine Forschertätigkeit im nächsten Jahr aber erst einmal ruhen lassen und sich ganz der Wettbewerbs-Mathematik widmen.

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